Milz für Katzen: die eisenreiche Innerei richtig füttern

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Die Milz ist eine blutreiche Innerei und die mit Abstand eisenreichste, die eine Katze bekommen kann. Sie ist weich, mild im Geschmack und ein gutes Stück Natur für den Napf, solange die Menge stimmt. In diesem Beitrag erkläre ich, was die Milz so wertvoll macht, warum sie vor allem als Eisenlieferant punktet, wie viel davon Ihrer Katze guttut und wie Sie sie richtig anbieten.

Milz für Katzen: die eisenreiche Innerei richtig füttern
Milz für Katzen: die eisenreiche Innerei richtig füttern

Milz für Katzen: Das Wichtigste in Kürze

Die Milz ist ein nährstoffdichtes, blutreiches Organ, das in kleinen Mengen in die Ration gehört. Sie liefert sehr viel Eisen, dazu Vitamin B12, etwas Vitamin C, Selen, hochwertiges Eiweiß und Taurin. Anders als die Leber enthält sie kaum Vitamin A, eine strenge Mengengrenze wegen Vitamin A gibt es also nicht. In größeren Mengen kann sie den Kot weich machen, als kleine Beigabe ist sie wertvoll.

  • Was die Milz für die Katze ist: blutreiche Innerei, besonders eisenreich, dazu Vitamin B12, Selen und hochwertiges Eiweiß.
  • Menge: ein kleiner Teil des Innereien-Anteils, etwa ein kleines Stück 1 bis 2 Mal pro Woche.
  • Stärke: eine der reichsten natürlichen Eisenquellen, gut zur Unterstützung der Eisenversorgung.
  • Zubereitung: roh mit guter Hygiene oder schonend gegart, Schweinemilz nur vollständig durchgegart.
  • Im Alleinfutter: in guten Menüs sind Innereien bereits in ausgewogenen Anteilen enthalten.

Was steckt in der Milz?

Die Milz gehört zu den blutreichsten Organen und ist deshalb eine außergewöhnliche Eisenquelle. Sie liefert je 100 Gramm rund 40 bis 45 Milligramm Eisen, dazu reichlich Vitamin B12, etwas Vitamin C, Selen und die tierischen Bausteine, die eine Katze braucht, einschließlich Taurin. Vitamin A enthält sie dagegen kaum.

NährstoffIn der MilzBedeutung für die Katze
Eisensehr hoch, rund 40 bis 45 mg je 100 geine der reichsten natürlichen Quellen, unterstützt die Blutbildung
Vitamin B12hochwichtig für Blutbildung und Nerven
Vitamin Centhaltenungewöhnlich für tierisches Gewebe, am Stoffwechsel beteiligt
SelenhochTeil des zellulären Schutzsystems
Vitamin Akaumdaher keine strenge Vitamin-A-Grenze wie bei der Leber
Phosphorhochfür gesunde Katzen unkritisch, bei Nierenerkrankung beachten
Taurin und Eiweißenthaltentierische Bausteine für Herz, Augen und Muskeln

Fett, Eiweiß und Bindegewebe: das Nährwertprofil der Milz

Die Milz ist mager und eiweißreich. Sie liefert je 100 Gramm rund 17 bis 19 Gramm Eiweiß, dabei nur etwa 3 Gramm Fett und keine Kohlenhydrate. Sie enthält wenig Bindegewebe, ihr Eiweiß ist deshalb hochwertig und gut verdaulich. Mit rund 100 bis 110 Kilokalorien je 100 Gramm ist sie nährstoffdicht bei moderaten Kalorien.

Nährwert je 100 GrammMilz (etwa)Einordnung
Eiweiß17 bis 19 ghochwertig und gut verdaulich
Fettetwa 3 gsehr mager
Bindegewebegeringkaum Kollagen, daher hohe Eiweißwertigkeit
Kohlenhydratekeinepasst zum reinen Fleischfresser
Energieetwa 100 bis 110 kcalnährstoffdicht bei moderaten Kalorien

Milz im Vergleich zu anderen Innereien

Wie Leber und Niere zählt die Milz zu den sekretorischen, nährstoffdichten Organen mit hoher Eiweißwertigkeit. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist das Eisen: Keine andere gängige Innerei liefert so viel davon. Im Gegensatz zur Leber bringt sie aber kaum Vitamin A mit. Bindegewebsreiche Teile wie Lunge oder Luftröhre gehören nicht in diese Gruppe.

InnereiEinordnungBesonderheit
Lebernährstoffdicht, hohe Wertigkeitsehr viel Vitamin A, daher streng begrenzt
Nierenährstoffdicht, hohe Wertigkeitsehr viel B12 und Selen, phosphorreich
Milzblutreich, hohe Wertigkeitmit Abstand eisenreichste Innerei, kaum Vitamin A
HerzMuskelfleischtaurinreich, zählt zum Muskelanteil
Lungebindegewebsreich, niedrige Wertigkeitkalorienarm, eher ein leichter Snack
PansenVormagen, mittlere Wertigkeitgut verträglich, eher Abwechslung als Nährstoffquelle
Strossenknorpelig, bindegewebsreichKnorpelbestandteile, knorpeliger Kausnack

Dürfen Katzen Milz fressen?

Ja, Katzen dürfen Milz fressen, solange sie ein kleiner Teil einer ausgewogenen Ration bleibt. Als blutreiches tierisches Organ passt die Milz gut zum Beutegreifer Katze und liefert wertvolle tierische Nährstoffe. Wichtig ist nur, dass sie eine Beigabe bleibt, denn in größeren Mengen kann die hohe Nährstoff- und Blutdichte den Kot weich machen.

Milz als Eisenlieferant: was die blutreiche Innerei besonders macht

Die Milz ist die eisenreichste Innerei überhaupt und liefert deutlich mehr Eisen als Leber oder Niere. Das in ihr enthaltene Häm-Eisen kann die Katze gut aufnehmen, weshalb die Milz die Eisenversorgung sinnvoll unterstützen kann. Ein echter Eisenmangel oder eine Blutarmut gehören aber immer tierärztlich abgeklärt und behandelt, die Milz ist hier eine natürliche Ergänzung, kein Ersatz für eine Diagnose.

Welche Milz für die Katze? Tierarten im Vergleich

Milz gibt es von verschiedenen Tieren, im Geschmack ist sie meist mild. Wie bei allen Innereien gilt bei Schwein eine klare Ausnahme.

TierartEignungHinweis
Rindgut geeignetmild, gut erhältlich, große Stücke
Lammgut geeignetmild und zart
Huhn und Putegut geeignetklein und leicht zu portionieren
Schweinnur vollständig durchgegartrohes Schwein kann das Aujeszky-Virus übertragen, das für Katzen tödlich verläuft
Wildmager und gut geeignetnur aus sicherer Herkunft

Wie viel Milz darf eine Katze fressen?

Die Milz gehört zum Innereien-Anteil der Ration, der insgesamt bei etwa 10 Prozent liegt. Die Leber nimmt davon höchstens 5 Prozent ein, der Rest verteilt sich auf Niere und Milz. Für die Milz heißt das ein kleines Stück ein bis zwei Mal pro Woche. Wer roh füttert, also barft, oder die Mahlzeiten selbst kocht, plant sie als feste kleine Komponente ein. Zu viel auf einmal macht den Kot leicht weich.

KatzeInnereien gesamt (etwa 10 Prozent)Davon Milz (Anteil)
4-kg-Katze, rund 140 g Tagesrationetwa 14 gein kleines Stück, 1 bis 2 Mal pro Woche
Beim Alleinfutterbereits enthaltenkeine zusätzliche Gabe nötig

Roh oder gegart: So bereiten Sie Milz für die Katze zu

Milz lässt sich roh oder gegart anbieten. Roh bleiben mehr hitzeempfindliche Nährstoffe erhalten, dafür sind Hygiene und Herkunft entscheidend. Schweinemilz gehört wegen des Aujeszky-Virus ausschließlich durchgegart in den Napf.

  1. Frische Milz aus vertrauenswürdiger Quelle wählen, am besten in Lebensmittelqualität.
  2. Die Milz kurz abspülen und in kleine Portionen teilen, sie ist weich und lässt sich gut schneiden.
  3. Rohe Milz über mehrere Tage einfrieren senkt das Risiko durch Parasiten, Schweinemilz dagegen immer vollständig durchgaren.
  4. Alternativ schonend dünsten oder kurz kochen, immer ohne Salz und Gewürze.
  5. Mit dem gewohnten Futter mischen und mit einer kleinen Menge beginnen, damit der Kot fest bleibt.

Milz bei sensiblen Katzen und in der Ausschlussdiät

Als gut verdauliches, mildes Organ kann die Milz auch für sensible Katzen passen, vorausgesetzt, die Eiweißquelle ist bekannt und wird vertragen. In einer Ausschlussdiät hat sie nur dann einen Platz, wenn sie vom selben Tier stammt wie die gewählte neue Eiweißquelle und der Plan es vorsieht. Eine solche Diät gehört in tierärztliche Begleitung, damit wirklich nur eine einzige, neue Proteinquelle gefüttert wird.

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle

Für mich ist die Milz eine wertvolle kleine Beigabe und ein guter natürlicher Eisenlieferant, kein Hauptbestandteil. Ich selbst setze als Basis auf hochwertiges tierisches Eiweiß aus Fleisch und Fisch und füttere fleischbetontes Nassfutter. Im Anifit-Katzenfutter, das ich selbst gebe, sind Innereien bereits in ausgewogenen Anteilen enthalten. Wer zusätzlich frische Milz geben möchte, hält die Menge klein und rechnet sie in die Ration ein.

Vorteile der Anifit-Tiernahrung
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Ob und wie viel Milz für Ihre Katze sinnvoll ist, welche Innereien in die Ration passen und wie eine ausgewogene Fütterung aussieht, hängt von Alter, Gewicht und Gesundheit ab. Gemeinsam klären wir, welche Mengen passen, wie Sie Innereien sicher einsetzen und wie eine artgerechte Fütterung aussieht.

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Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Häufige Fragen zu Milz für Katzen

Wie oft darf meine Katze Milz bekommen?

Ein kleines Stück ein bis zwei Mal pro Woche reicht aus. Die Milz ist sehr nährstoffreich, größere Mengen können den Kot weich machen. Als kleine Beigabe statt täglichem Bestandteil bleibt sie unbedenklich.

Ist Milz gut bei Eisenmangel?

Die Milz ist die eisenreichste Innerei und kann die Eisenversorgung gut unterstützen. Ein nachgewiesener Eisenmangel oder eine Blutarmut gehören aber tierärztlich abgeklärt und behandelt, die Milz ist dann eine sinnvolle Ergänzung, kein Ersatz.

Darf meine Katze rohe Schweinemilz fressen?

Nein. Rohes Schweinefleisch und damit auch rohe Schweinemilz kann das Aujeszky-Virus übertragen, das für Katzen tödlich verläuft. Schweinemilz gehört deshalb nur vollständig durchgegart in den Napf.

Muss ich rohe Milz vor dem Füttern einfrieren?

Einfrieren über mehrere Tage senkt das Risiko durch Parasiten und ist bei roher Fütterung sinnvoll. Daneben gelten die üblichen Hygieneregeln. Wer ganz sichergehen möchte, gart die Milz kurz und schonend.

Macht Milz den Kot weich?

In größeren Mengen ja, weil die Milz sehr blutreich ist. Eine kleine Portion und langsames Heranführen halten den Kot fest. Bleibt der Stuhl dauerhaft weich, sollte die Menge reduziert oder die Ursache abgeklärt werden.

Enthält Milz viel Vitamin A?

Nein, anders als die Leber enthält die Milz kaum Vitamin A. Eine strenge Mengengrenze wegen einer Vitamin-A-Überversorgung gibt es deshalb nicht, als Organ bleibt sie aber eine Beigabe in kleinen Mengen.

Enthält Milz Taurin?

Ja, die Milz liefert Taurin, den für Katzen lebenswichtigen Baustein, wie anderes tierisches Gewebe auch. Als alleinige Taurinquelle ist sie aber nicht gedacht, dafür braucht es eine ausgewogene Gesamtration.

Schmeckt Milz Katzen?

Viele Katzen mögen Milz gut, sie ist mild und weich. Wer sie neu einführt, mischt anfangs eine kleine Menge unter das gewohnte Futter und steigert langsam, falls die Katze sie verträgt.

Braucht meine Katze Milz, wenn sie ein gutes Alleinfutter bekommt?

Nein. Ein vollwertiges Alleinfutter deckt den Bedarf bereits, Innereien sind dort in passender Menge enthalten. Zusätzliche Milz ist dann ein Extra, kein Muss, und sollte den kleinen Innereien-Anteil nicht sprengen.

Ist getrocknete Milz als Leckerli in Ordnung?

In kleinen Mengen ja. Getrocknete Milz ist konzentriert und eisenreich, schon wenige Stückchen sind ergiebig. Rechnen Sie solche Leckerli zur wöchentlichen Menge dazu, statt sie zusätzlich zu geben.

Zusammenfassung

Die Milz ist für Katzen eine wertvolle, blutreiche Innerei und die mit Abstand eisenreichste überhaupt. Sie liefert sehr viel gut verfügbares Eisen, dazu Vitamin B12, etwas Vitamin C, Selen, hochwertiges Eiweiß und Taurin. Anders als die Leber enthält sie kaum Vitamin A, eine strenge Vitamin-A-Grenze gibt es also nicht, dafür kann sie in größeren Mengen den Kot weich machen. Als kleine Beigabe ein bis zwei Mal pro Woche oder als Bestandteil eines guten Alleinfutters ist die Milz unbedenklich und ein guter natürlicher Eisenlieferant.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Iben C., Liesegang A., Wichert B., Wolf P. (2021): Ernährung der Katze, Thieme Verlag, Standardwerk zum Nährstoffbedarf der Katze.
  • FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien.
  • USDA FoodData Central: Nährwertdaten zu Innereien (Spleen, raw), Referenz für die Eisen- und Nährstoffwerte.
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.