Strossen für Katzen: knorpeliger Kausnack aus der Luftröhre

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Strossen sind nichts anderes als die Luftröhre, meist vom Rind, und ein knorpeliger Kausnack, den man vor allem aus dem Hundebereich kennt. Für Katzen sind sie eher ein Nischen-Leckerli, das von Natur aus Knorpelbestandteile wie Chondroitin und Glucosamin mitbringt. In diesem Beitrag erkläre ich, was Strossen sind, warum sie kein nährstoffdichtes Organ darstellen, wie viel davon für eine Katze sinnvoll ist und wie Sie sie anbieten.

Strossen für Katzen: knorpeliger Kausnack aus der Luftröhre
Strossen für Katzen: knorpeliger Kausnack aus der Luftröhre

Strossen für Katzen: Das Wichtigste in Kürze

Strossen sind getrocknete oder frische Luftröhren und bestehen vor allem aus Knorpel. Sie liefern Kollagen sowie die natürlichen Knorpelbestandteile Chondroitin und Glucosamin. Beim Fettgehalt gibt es je nach Zuschnitt aber Unterschiede, ein nährstoffdichtes Organ wie Leber oder Niere sind sie nicht. Für Katzen sind sie ein Nischen-Kausnack in kleinen Stücken, kein Rationsbestandteil. Echte Innereien ersetzen sie nicht.

  • Was Strossen sind: die Luftröhre, ein knorpeliges Gewebe, meist vom Rind.
  • Was drinsteckt: Kollagen und die natürlichen Knorpelbestandteile Chondroitin und Glucosamin, Fettgehalt je nach Zuschnitt.
  • Einordnung: bindegewebig und knorpelig, zählt nicht zu den rund 10 Prozent nährstoffdichter Innereien.
  • Idealer Einsatz: als knorpeliger Kausnack in kleinen Stücken, eher ein Nischenleckerli für Katzen.
  • Zubereitung: meist getrocknet, roh mit guter Hygiene oder gegart, Schwein nur vollständig durchgegart.

Was sind Strossen?

Strossen ist die im Tierfutterbereich übliche Bezeichnung für die Luftröhre, in der Regel vom Rind. Es handelt sich um einen knorpeligen, leicht ringförmig aufgebauten Schlauch, der wenig Muskelfleisch trägt. Angeboten werden Strossen meist getrocknet als Kausnack, seltener frisch für die Rohfütterung. Anders als bei echten Organen liegt ihr Reiz nicht in der Nährstoffdichte, sondern im Knorpel und im Kauerlebnis.

Was steckt in Strossen?

Strossen bestehen überwiegend aus Knorpel und Bindegewebe. Damit liefern sie vor allem Kollagen sowie die natürlichen Knorpelbestandteile Chondroitin und Glucosamin. Beim Fett kommt es auf den Zuschnitt an: Reiner Knorpel ist mager, mit anhaftendem Fett steigt der Gehalt, getrocknete Strossen liegen häufig bei rund zehn Prozent Fett und teils darüber. Wichtige Vitamine und Mineralstoffe bringen sie dagegen kaum mit, das unterscheidet sie deutlich von Leber, Niere oder Milz.

BestandteilIn StrossenBedeutung
KollagenhochBausubstanz von Knorpel und Bindegewebe
Chondroitinenthaltennatürlicher Knorpelbestandteil
Glucosaminenthaltennatürlicher Knorpelbestandteil
Fettje nach Zuschnitt unterschiedlichreiner Knorpel mager, mit anhaftendem Fett deutlich mehr
Vitamine und Mineralstoffegeringkein nährstoffdichtes Organ

Warum Strossen kein nährstoffdichtes Organ sind

Wie die Lunge gehören Strossen nicht in dieselbe Gruppe wie Leber, Niere und Milz. Diese sekretorischen Organe sind sehr nährstoffdicht und machen zusammen rund 10 Prozent einer ausgewogenen Ration aus. Strossen dagegen sind knorpeliges Bindegewebe und nährstoffarm. Für die Ration heißt das: Sie ersetzen keine echte Innerei und kein Muskelfleisch, sondern sind ein knorpeliger Kausnack.

Knorpel, Chondroitin und Glucosamin: was das bedeutet

Knorpel enthält von Natur aus Chondroitin und Glucosamin, zwei Bausteine des Gelenkknorpels. Das klingt nach Gelenkpflege, dennoch sollte man hier ehrlich bleiben: Ob die Mengen aus einem Kausnack einen messbaren Effekt auf die Gelenke haben, ist nicht belegt, und ein Kausnack ist kein Medikament. Gelenkprobleme sollten in jedem Fall tierärztlich abgeklärt und behandelt werden. Strossen sind also ein netter natürlicher Knorpellieferant, nicht mehr und nicht weniger.

Strossen im Vergleich zu anderen Innereien

Im Vergleich zu Leber, Niere und Milz liefern Strossen kaum Nährstoffe. Auch das nährstoffreiche Herz spielt in einer anderen Liga. Am nächsten kommen Strossen der Lunge: Beide sind bindegewebsreich und eher Snack als Nährstoffquelle.

GewebeEinordnungBesonderheit
Lebernährstoffdichte Innereisehr viel Vitamin A, streng begrenzt
Nierenährstoffdichte Innereisehr viel B12 und Selen
Milznährstoffdichte Innereieisenreichste Innerei
HerzMuskelfleischtaurinreich, zählt zum Muskelanteil
Lungebindegewebsreichkalorienarmes, leichtes Leckerli
Strossenknorpelig, bindegewebsreichKnorpelbestandteile, knorpeliger Kausnack
PansenVormagen, mittlere Wertigkeitgut verträglich, eher Abwechslung als Nährstoffquelle

Dürfen Katzen Strossen fressen?

Ja, Katzen dürfen Strossen fressen, sie sind gut verträglich. Als knorpeliges tierisches Gewebe passen sie grundsätzlich zum Beutegreifer Katze. In der Praxis sind sie für Katzen aber eher ein Nischenprodukt, weil Katzen weniger ausdauernd kauen als Hunde und große, harte Strossen für sie kaum geeignet sind.

Strossen als Kausnack: eher etwas für Hunde

Strossen sind in erster Linie ein Hunde-Kausnack. Hunde lieben das ausdauernde Kauen, und der knorpelige Schlauch beschäftigt sie lange. Katzen dagegen kauen kurz und gezielt. Für sie eignen sich höchstens kleine, dünne oder leicht angefeuchtete Stücke, etwa von der Lammluftröhre, als gelegentliches Leckerli. Wer eine Katze hat, die gern auf etwas herumkaut, kann Strossen in Maßen und unter Aufsicht anbieten.

Welche Strossen für die Katze? Tierarten im Vergleich

Strossen gibt es vor allem vom Rind, kleiner und für Katzen passender sind sie vom Lamm. Bei Schwein gilt wie bei allen rohen Teilen eine klare Ausnahme.

TierartEignungHinweis
Rindmeist als getrocknete Strossengroß und hart, für Katzen nur in kleinen Stücken
Lammbesser für Katzen geeignetkleiner und zarter
GeflügelHälse mit Luftröhreklein, gut zu portionieren
Schweinnur vollständig durchgegartrohes Schwein kann das Aujeszky-Virus übertragen, das für Katzen tödlich verläuft

Wie viel und wie oft dürfen Katzen Strossen bekommen?

Strossen sind ein Leckerli, kein Rationsbestandteil. Wie für alle Snacks gilt: Leckerlis sollten nicht mehr als rund 10 Prozent der täglichen Kalorien ausmachen. Weil die Portionen für Katzen ohnehin klein sind, ist ein Stück hin und wieder unkritisch. Wer roh füttert, also barft, oder die Mahlzeiten selbst kocht, nutzt Strossen als Beschäftigung und Knorpelquelle, nicht als Ersatz für Muskelfleisch oder echte Innereien.

Roh, gegart oder getrocknet: So bieten Sie Strossen an

Am häufigsten sind getrocknete Strossen als Kausnack. Roh sind sie ebenfalls möglich, dann zählen Hygiene und Herkunft. Schwein gehört wegen des Aujeszky-Virus ausschließlich durchgegart in den Napf.

  1. Strossen aus vertrauenswürdiger Quelle wählen, am besten in Lebensmittelqualität und ohne Zusätze.
  2. Für Katzen kleine, dünne Stücke wählen, große harte Strossen eignen sich eher für Hunde.
  3. Rohe Strossen über mehrere Tage einfrieren senkt das Risiko durch Parasiten, Schwein dagegen immer vollständig durchgaren.
  4. Getrocknete Strossen bei Bedarf leicht anfeuchten, damit sie für die Katze weicher und attraktiver werden.
  5. Immer unter Aufsicht geben und die Menge in die Tageskalorien einrechnen.

Strossen bei sensiblen Katzen und in der Ausschlussdiät

Als knorpeliges Gewebe werden Strossen oft gut vertragen. In einer Ausschlussdiät spielen sie nur eine Rolle, wenn sie vom selben Tier stammen wie die gewählte neue Eiweißquelle und der Plan es vorsieht. Weil sie kaum Nährstoffe liefern, sind sie dort allenfalls ein Kausnack, keine tragende Komponente. Eine solche Diät gehört in tierärztliche Begleitung.

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle

Für mich sind Strossen ein netter Kausnack zur Beschäftigung, mehr aber nicht. Die Basis bleibt hochwertiges tierisches Eiweiß aus Fleisch und Fisch, ergänzt um echte Innereien in kleinen Mengen. Ich selbst setze auf fleischbetontes Nassfutter wie das Anifit-Katzenfutter. Wer seiner Katze etwas zum Kauen gönnen möchte, kann kleine Strossenstücke unter Aufsicht anbieten, sollte darin aber keine Nährstoffquelle sehen.

Vorteile der Anifit-Tiernahrung
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Ob Strossen oder andere Kausnacks für Ihre Katze passen, welche Leckerlis sinnvoll sind und wie eine ausgewogene Fütterung aussieht, hängt von Alter, Gewicht und Gesundheit ab. Gemeinsam klären wir, welche Mengen passen, wie Sie Snacks sinnvoll einsetzen und wie eine artgerechte Fütterung aussieht.

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Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Häufige Fragen zu Strossen für Katzen

Sind Strossen und Luftröhre dasselbe?

Ja. Strossen ist die im Tierfutterbereich übliche Bezeichnung für die Luftröhre, meist vom Rind. Es handelt sich um ein knorpeliges Gewebe, das überwiegend als getrockneter Kausnack angeboten wird.

Wie oft darf meine Katze Strossen bekommen?

Als Kausnack sind kleine Stücke hin und wieder unkritisch. Wichtig ist, sie als Leckerli zu behandeln und in die Tageskalorien einzurechnen, sodass Snacks insgesamt nicht über rund 10 Prozent liegen.

Sind Strossen gut für die Gelenke meiner Katze?

Strossen liefern von Natur aus die Knorpelbestandteile Chondroitin und Glucosamin. Ob die Mengen aus einem Kausnack einen messbaren Effekt auf die Gelenke haben, ist aber nicht belegt. Gelenkprobleme gehören tierärztlich abgeklärt und behandelt.

Sind Strossen eher für Hunde oder Katzen?

Strossen sind vor allem ein Hunde-Kausnack, weil Hunde ausdauernd kauen. Für Katzen sind sie ein Nischenprodukt und eignen sich höchstens in kleinen, dünnen Stücken als gelegentliches Leckerli.

Darf meine Katze rohe Schweineluftröhre fressen?

Nein. Rohes Schweinefleisch und damit auch eine rohe Schweineluftröhre kann das Aujeszky-Virus übertragen, das für Katzen tödlich verläuft. Schwein gehört deshalb nur vollständig durchgegart in den Napf.

Sind getrocknete Strossen sicher für Katzen?

In kleinen, passenden Stücken und unter Aufsicht ja. Große, sehr harte Strossen eignen sich eher für Hunde. Für Katzen wählt man kleine oder leicht angefeuchtete Stücke und behält sie beim Kauen im Blick.

Liefern Strossen viele Nährstoffe?

Nein. Strossen bestehen vor allem aus Knorpel und Kollagen und liefern kaum Vitamine oder Mineralstoffe. Ihr Wert liegt im Kauerlebnis und im natürlichen Knorpel, nicht in der Nährstoffversorgung.

Helfen Strossen bei der Zahnpflege?

Das Kauen auf knorpeligem Gewebe kann mechanisch etwas Belag abreiben. Weil Katzen aber weniger ausdauernd kauen als Hunde, ist der Effekt begrenzt. Als alleinige Zahnpflege taugen Strossen nicht.

Ersetzen Strossen echte Innereien?

Nein. Leber, Niere und Milz liefern Nährstoffe, die Strossen nicht mitbringen. Wer Innereien füttern möchte, greift zu diesen Organen, Strossen bleiben ein knorpeliger Kausnack.

Können Strossen Verdauungsprobleme machen?

In großen Mengen kann der hohe Knorpelanteil den Kot fester machen. In kleinen Mengen sind Strossen gut verträglich. Wer neu einsteigt, gibt erst ein kleines Stück und schaut, wie die Katze es verträgt.

Zusammenfassung

Strossen sind getrocknete oder frische Luftröhren, meist vom Rind, und bestehen vor allem aus Knorpel. Sie liefern Kollagen und die natürlichen Knorpelbestandteile Chondroitin und Glucosamin, sind aber kein nährstoffdichtes Organ und ersetzen weder echte Innereien noch Muskelfleisch. In erster Linie sind sie ein Hunde-Kausnack, für Katzen ein Nischenprodukt in kleinen Stücken. Als gelegentliches Leckerli unter Aufsicht sind Strossen unbedenklich, einen Gesundheitseffekt auf die Gelenke sollte man aber nicht erwarten.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Iben C., Liesegang A., Wichert B., Wolf P. (2021): Ernährung der Katze, Thieme Verlag, Standardwerk zum Nährstoffbedarf der Katze.
  • FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien.
  • FEDIAF (2024) und tierärztliche Fachliteratur zur Rohfütterung und zu Kausnacks, allgemeine Einordnung von Knorpel als Quelle von Chondroitin und Glucosamin.
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.