Bei Katzen ist Nassfutter mehr als Geschmackssache: Weil Katzen von Natur aus wenig trinken, ist die Feuchtigkeit aus dem Futter für sie besonders wichtig. Ein gutes Nassfutter ist deshalb für die meisten Katzen die ideale Basis. In diesem Ratgeber erkläre ich Ihnen, warum das so ist, woran Sie hochwertiges Nassfutter erkennen, wie viel Ihre Katze braucht und was Sie tun können, wenn sie partout kein Nassfutter fressen möchte.

Nassfutter für Katzen: Das Wichtigste in Kürze
Nassfutter enthält rund 80 Prozent Feuchtigkeit und ist damit für Katzen besonders wertvoll, da sie von Natur aus wenig trinken und ihren Flüssigkeitsbedarf überwiegend über die Nahrung decken. Wichtig sind ein hoher Fleischanteil, die Deklaration als Alleinfuttermittel und der Verzicht auf Zucker und Füllstoffe.
- Feuchtigkeit ist entscheidend: Katzen trinken wenig, Nassfutter mit rund 80 Prozent Wasser unterstützt die Versorgung.
- Hohe Akzeptanz: Nassfutter wird von den meisten Katzen gern gefressen.
- Auf die Qualität achten: hoher Fleischanteil, Alleinfuttermittel, klare Deklaration.
- Ohne Unnötiges: kein Zucker, keine Lock-, Farb- und Konservierungsstoffe, kein Soja oder Getreide.
- Menge: richtet sich nach Gewicht, Alter und Aktivität, verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten.
- Meine Wahl: ich füttere meinen Katzen Anifit.
Warum ist Nassfutter für Katzen so wichtig?
Katzen stammen ursprünglich von Wüstentieren ab und sind darauf ausgelegt, einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung zu decken, in der Natur über die Beute. Sie trinken von sich aus wenig und gleichen einen Mangel nur unzureichend durch zusätzliches Trinken aus. Genau hier punktet Nassfutter: Mit rund 80 Prozent Feuchtigkeit liefert es viel Wasser direkt mit der Mahlzeit. Eine gute Flüssigkeitsversorgung ist für Katzen wichtig und kommt unter anderem den Harnwegen und den Nieren zugute, deshalb legen auch Tierärztinnen und Tierärzte großen Wert darauf.
Was sind die Vorteile von Nassfutter für Katzen?
- Flüssigkeitsversorgung: Der hohe Wasseranteil unterstützt die Wasseraufnahme, die bei Katzen oft zu gering ausfällt.
- Hohe Akzeptanz: Geruch und Konsistenz kommen bei den meisten Katzen gut an.
- Sättigung und Gewicht: Nassfutter sättigt bei moderater Energiedichte und erleichtert so die Gewichtskontrolle.
- Fleischreich und gut verdaulich: Als Karnivor ist die Katze auf tierisches Eiweiß ausgelegt, ein fleischreiches Nassfutter kommt dem entgegen.
Nassfutter oder Trockenfutter für die Katze?
Der größte Unterschied ist die Feuchtigkeit: Nassfutter enthält rund 80 Prozent Wasser, Trockenfutter nur etwa 10 Prozent. Trockenfutter ist dafür sehr energiedicht und praktisch zu lagern. Gerade weil Katzen wenig trinken, sehe ich Nassfutter als die deutlich bessere Basis, Trockenfutter ist aus meiner Sicht höchstens eine kleine Ergänzung oder ein Leckerli, keine alleinige Ernährung. Eine dauerhafte Mischfütterung empfehle ich nicht, eine gleichmäßige, hochwertige Nassfütterung ist die verträglichere Lösung. Warum sich Trockenfutter als alleinige Ernährung für Katzen nicht eignet, lesen Sie im Ratgeber zu den Nachteilen von Trockenfutter für Katzen. Welche Rolle Wasser bei der Katze spielt, lesen Sie im Ratgeber zum Wasserbedarf der Katze.
Kostenfreie Ernährungsberatung für Katzen
Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Katze. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel zu Nass- und Trockenfutter) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihrer Katze zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihren Vierbeiner jederzeit bestmöglich zu versorgen.
Jetzt kostenlose Beratung sichern!Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Woran erkenne ich gutes Nassfutter?
„Testsieger“ und bunte Verpackungen sagen wenig über die Qualität aus. Achten Sie stattdessen auf die Zusammensetzung:
- Hoher, klar benannter Fleischanteil: konkrete Fleischsorten statt vager „tierischer Nebenerzeugnisse“, mehr beim Fleisch im Katzenfutter.
- Alleinfuttermittel: nur so ist der Bedarf vollständig gedeckt, siehe bedarfsdeckendes Katzenfutter.
- Ohne Unnötiges: kein Zucker, keine Lock-, Farb- oder Konservierungsstoffe.
- Ohne Füllstoffe: kein Soja, kein Mais, kein Getreide als billiger Strecker, siehe Getreide im Katzenfutter.
Wie Sie eine Zutatenliste Schritt für Schritt entschlüsseln, zeigt der Ratgeber zur Katzenfutter-Deklaration.
Wie viel Nassfutter braucht meine Katze?
Die Menge hängt von Gewicht, Alter und Aktivität ab. Als grobe Orientierung kommt eine durchschnittliche Katze auf etwa 200 bis 400 Gramm Nassfutter am Tag, eine kleine, ruhige Katze braucht weniger, eine junge, aktive mehr. Verteilen Sie die Ration auf zwei bis vier kleine Mahlzeiten, das entspricht dem natürlichen Fressverhalten. Reste, die die Katze stehen lässt, entsorgen Sie besser, da Nassfutter schnell verdirbt. Wie Sie die Menge genauer bestimmen, lesen Sie im Ratgeber dazu, wie viel Katzenfutter pro Tag sinnvoll ist, und beim Berechnen der Kalorien.
Meine Katze frisst kein Nassfutter, was tun?
Manche Katzen sind regelrechte Trockenfutter-Gewohnheitstiere und verschmähen Nassfutter zunächst. Mit Geduld klappt die Umstellung aber meist:
- Schrittweise umstellen: mischen Sie anfangs nur wenig Nassfutter unter das gewohnte Futter und erhöhen Sie den Anteil langsam über ein bis zwei Wochen.
- Leicht anwärmen: handwarmes Nassfutter riecht intensiver und wird oft lieber angenommen.
- Konsistenz variieren: mal pürieren, mal etwas Wasser unterrühren, bis Sie herausfinden, was Ihre Katze mag.
- Ruhe und Routine: feste Plätze und Zeiten, kein Stress am Napf.
Ganz wichtig: Eine Katze darf niemals einfach hungern, um sie zum Fressen zu „zwingen“. Verweigert sie über etwa einen Tag jede Nahrung, kann das gefährlich werden und gehört in die Tierarztpraxis. Mehr Grundlagen finden Sie in den Grundlagen der Katzenernährung.
Meine Nassfutter-Empfehlung
Ich selbst füttere meinen Katzen Anifit-Nassfutter. Die Katzensorten haben einen Frischfleischanteil von 94 bis 99 Prozent in Lebensmittelqualität, sind als Alleinfuttermittel deklariert und kommen ohne Zucker, Lock-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie ohne Soja, Mais und Getreide aus. Durch die schonende Kaltabfüllung bleibt viel von der natürlichen Qualität erhalten. Genau diese fleischreiche, feuchtigkeitsreiche Kost ist für mich die artgerechte Basis für eine Katze.

Das Anifit-Schnupperpaket für Katzen
Das Anifit-Schnupperpaket ist eine ideale Möglichkeit, verschiedene Nassfuttersorten kennenzulernen und herauszufinden, welche Geschmacksrichtungen Ihrer Katze am besten gefallen. Es enthält sechs abwechslungsreiche Gerichte in praktischen Dosen, eine kleine Testpackung Hühnerbrust und zwei natürliche Umstellungshilfen, die den Wechsel auf Nassfutter erleichtern. Ergänzt wird das Paket durch eine Ernährungsfibel und einen Schnappdeckel für geöffnete Dosen. Mit Fleisch- und Fischsorten wie Rind, Huhn, Truthahn, Lamm oder Lachs bekommen Sie einen guten ersten Eindruck vom Anifit-Sortiment.
Direkt bestellen Weitere Details ansehenOb ein Nassfutter den Bedarf allein deckt, hängt von der Deklaration als Allein- oder Ergänzungsfutter ab, mehr dazu im Ratgeber Alleinfutter oder Ergänzungsfutter.
FAQ: Häufige Fragen zu Nassfutter für Katzen
Verursacht Nassfutter bei Katzen mehr Zahnstein als Trockenfutter?
Nein. Der oft genannte Putzeffekt von Trockenfutter ist gering, weil die meisten Katzen die Brocken kaum zerkauen. Zahnstein entsteht vor allem durch Plaque und Veranlagung. Für gesunde Zähne zählen regelmäßige Kontrollen in der Tierarztpraxis und gegebenenfalls Zahnpflege mehr als die Futterform.
Wie stelle ich meine Katze von Trockenfutter auf Nassfutter um?
Schrittweise über ein bis zwei Wochen. Mischen Sie anfangs nur wenig Nassfutter unter das gewohnte Futter und erhöhen Sie den Anteil langsam. Bei wählerischen Katzen hilft leicht angewärmtes Futter. Eine ausführliche Anleitung finden Sie im Ratgeber zur Futterumstellung bei der Katze.
Sollte ich Nassfutter für meine Katze anwärmen?
Ja, viele Katzen fressen Nassfutter lieber bei Körpertemperatur, weil es dann intensiver riecht. Nehmen Sie die Portion rechtzeitig aus dem Kühlschrank oder wärmen Sie sie kurz an, bis sie lauwarm ist. Zu heiß sollte das Futter nie sein, das lehnen die meisten Katzen ab.
Ist Nassfutter für Kitten und Senioren gleichermaßen geeignet?
Grundsätzlich ja, die feuchtigkeitsreiche Kost passt in jeder Lebensphase. Kitten brauchen mehr Energie und Protein, Senioren oft kleinere, leicht verdauliche Portionen. Achten Sie auf ein Alleinfuttermittel, das zur Lebensphase passt, und stimmen Sie die Menge auf Alter und Aktivität ab.
Ist getreidefreies Nassfutter für Katzen wirklich nötig?
Katzen sind reine Fleischfresser und brauchen kein Getreide. Im Futter dient es meist nur als günstiger Füllstoff ohne echten Mehrwert. Achten Sie weniger auf das Wort getreidefrei allein, sondern auf einen hohen Fleischanteil, denn auch Soja und Mais sind als Streckmittel unnötig.
Wie oft sollte ich meine Katze mit Nassfutter füttern?
Erwachsene Katzen werden idealerweise zwei- bis viermal am Tag gefüttert, das entspricht dem natürlichen Fressverhalten mit vielen kleinen Mahlzeiten. Kitten brauchen noch häufigere, kleinere Portionen. Stehengelassene Reste sollten Sie zeitnah entfernen.
Kann ich bei Katzen Nass- und Trockenfutter mischen?
Eine dauerhafte Mischfütterung empfehle ich nicht. Eine gleichmäßige, hochwertige Nassfütterung ist verträglicher und stellt sicher, dass die für Katzen so wichtige Feuchtigkeit nicht zu kurz kommt. Trockenfutter bleibt aus meiner Sicht höchstens ein gelegentliches Extra.
Wie lange darf Nassfutter im Napf stehen?
Nicht zu lange, denn Nassfutter trocknet aus und verdirbt schnell. Was die Katze nach der Mahlzeit stehen lässt, sollten Sie nach einiger Zeit entfernen. Angebrochene Packungen gehören abgedeckt in den Kühlschrank und werden am besten leicht angewärmt serviert.
Ist Nassfutter gut für die Nieren und Harnwege der Katze?
Eine gute Flüssigkeitsversorgung ist für Katzen wichtig, und Nassfutter trägt mit seinem hohen Wasseranteil dazu bei. Das kommt den Harnwegen und Nieren zugute, weshalb Fachleute Nassfutter für Katzen empfehlen. Bei bestehenden Erkrankungen stimmen Sie die Ernährung mit der Tierarztpraxis ab.
Macht Nassfutter Katzen dick?
Nein, nicht an sich. Durch den Wasseranteil hat Nassfutter eine moderate Energiedichte und sättigt gut. Übergewicht entsteht durch zu große Portionen und zu viele Leckerlis. Achten Sie auf die passende Menge, dann ist Nassfutter im Gegenteil gut für die Gewichtskontrolle.
Fazit: für Katzen die feuchtigkeitsreiche Basis der Wahl
Weil Katzen von Natur aus wenig trinken, ist die Feuchtigkeit aus dem Futter für sie besonders wichtig, und genau das macht Nassfutter für die meisten Katzen zur idealen Basis. Entscheidend ist die Qualität: ein hoher, klar deklarierter Fleischanteil, ein Alleinfuttermittel und der Verzicht auf Zucker und Füllstoffe. Achten Sie auf eine passende Menge in mehreren kleinen Mahlzeiten, und lassen Sie sich bei einer Umstellung Zeit. Ich selbst füttere meinen Katzen Anifit. Wenn Sie unsicher sind, welche Sorte und Menge passt, schauen wir uns das gern gemeinsam an.
Quellen und weiterführende Informationen
- Iben, Liesegang, Wichert, Wolf: Ernährung der Katze: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Thieme, 1. Auflage 2021, zu Wasserhaushalt und Futterarten.
- FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, zu Alleinfuttermitteln.
- Anifit / Provital GmbH: Produkt- und Qualitätsinformationen (Frischfleischanteil Katzensorten, Herstellung, Zusammensetzung).







