Trockenfutter für Katzen: Diese 10 Nachteile sollten Sie kennen

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Trockenfutter steht in vielen Haushalten ganz selbstverständlich im Napf: praktisch, lange haltbar und scheinbar gern gefressen. Genau deshalb werden seine Schwächen selten hinterfragt. In meiner Beratung sehe ich aber immer wieder, wie viele Beschwerden sich bessern, sobald eine Katze auf feuchtes, fleischreiches Futter umsteigt. Ich zeige Ihnen hier die zehn wichtigsten Nachteile von Trockenfutter, welche Alternativen besser passen und worauf Sie bei der Umstellung achten sollten.

Trockenfutter für Katzen: Diese 10 Nachteile sollten Sie kennen
Trockenfutter für Katzen: Diese 10 Nachteile sollten Sie kennen

Trockenfutter für Katzen: Das Wichtigste in Kürze

Trockenfutter ist praktisch und lange haltbar, deckt die Bedürfnisse einer Katze aber nur schlecht: Es enthält kaum Feuchtigkeit, viel Stärke und ist stark verarbeitet. Als reine Fleischfresser mit schwachem Durstgefühl sind Katzen mit einem feuchten, fleischreichen Nassfutter in der Regel deutlich besser versorgt.

  • Wenig Wasser: nur etwa 8 bis 10 % Feuchtigkeit, das belastet auf Dauer Nieren und Harnwege.
  • Zu viele Kohlenhydrate: Stärke ist für die Krokette nötig, für die Katze aber unnötig.
  • Stark verarbeitet: Hitze zerstört Nährstoffe, die danach synthetisch zugesetzt werden.
  • Harnwege: eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann Harnkristalle und FLUTD begünstigen.
  • Übergewicht: hohe Kaloriendichte und ein Dauerangebot fördern unbemerktes Zunehmen.
  • Mein Rat aus der Praxis: hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil ist die bessere Alternative.

Warum ist Trockenfutter für Katzen kritisch zu sehen?

Trockenfutter wird oft als ausgewogen und praktisch beworben, weicht aber stark von der natürlichen Ernährung der Katze ab. Katzen sind obligate Fleischfresser und decken ihren Flüssigkeitsbedarf von Natur aus über die Nahrung; mehr dazu in den Grundlagen der Katzenernährung. Ein wasserarmes, stärkehaltiges und stark verarbeitetes Futter passt dazu schlecht. Die folgende Übersicht fasst die zehn wichtigsten Nachteile zusammen, darunter erläutere ich sie im Detail.

#NachteilWorum es geht
1Wenig Wassernur 8 bis 10 % Feuchtigkeit, Dauerbelastung für Nieren und Harnwege
2Zu viele KohlenhydrateStärke für die Krokettenform, vom Katzenkörper kaum benötigt
3Harnwegsrisikowenig Flüssigkeit kann Kristalle, Steine und FLUTD begünstigen
4NährstoffverlusteHitze zerstört Nährstoffe, die synthetisch ersetzt werden
5Minderwertige Zutatenoft undeklarierte Nebenerzeugnisse statt Muskelfleisch
6Mythos Zahnpflegereinigt die Zähne kaum, fördert eher Belag
7Übergewichthohe Kaloriendichte, sättigt schlecht
8LagerungRisiko für Futtermilben, Schimmel und ranzige Fette
9Akzeptanzprägungstarke Gewöhnung erschwert spätere Umstellung
10Wenig artgerechtweit entfernt von der natürlichen Beute der Katze

Die 10 Nachteile von Trockenfutter im Detail

Im Folgenden gehe ich auf jeden der zehn Punkte einzeln ein und erkläre, warum er aus Sicht der artgerechten Katzenernährung ins Gewicht fällt.

1. Sehr geringer Wassergehalt

Trockenfutter enthält meist nur 5 bis 10 % Feuchtigkeit. Katzen stammen von Wüstentieren ab, haben ein schwaches Durstgefühl und trinken selten genug, um das auszugleichen. Die Folge kann eine dauerhaft zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sein, bei der die Nieren ständig stark konzentrierten Urin bilden müssen. Das gilt als einer der Hauptgründe, warum Trockenfutter kritisch gesehen wird.

Der geringe Feuchtigkeitsgehalt ist ein zentraler Nachteil von Trockenfutter für Katzen
Der geringe Feuchtigkeitsgehalt ist ein zentraler Nachteil von Trockenfutter für Katzen

Was umgekehrt für eine feuchtigkeitsreiche Fütterung spricht, lesen Sie in den Vorteilen von Nassfutter für Katzen.

2. Zu hoher Kohlenhydratanteil

Als obligate Fleischfresser gewinnen Katzen ihre Energie aus tierischem Eiweiß und Fett; Kohlenhydrate brauchen sie kaum. Trockenfutter enthält aber zwangsläufig viel Stärke, weil sich die Kroketten sonst nicht pressen lassen. Ein dauerhaft hoher Kohlenhydratanteil entspricht nicht dem natürlichen Stoffwechsel und kann Übergewicht und Verdauungsprobleme begünstigen.

3. Höheres Risiko für Harnwegsprobleme

Die Kombination aus geringer Flüssigkeitsaufnahme und bestimmten Mineralstoffprofilen kann die Bildung von Harnkristallen und Harnsteinen begünstigen. Erkrankungen der unteren Harnwege (FLUTD) zeigen sich oft durch häufiges oder schmerzhaftes Urinieren oder Unsauberkeit. Der Zusammenhang mit überwiegender Trockenfütterung wird dabei häufig übersehen.

4. Nährstoffverluste durch starke Erhitzung

Bei der Herstellung wird Trockenfutter stark erhitzt, wodurch hitzeempfindliche Vitamine und Nährstoffe verloren gehen. Damit das Produkt als Alleinfutter gelten kann, werden sie anschließend synthetisch zugesetzt. Eine Mahlzeit, deren Nährstoffe größtenteils nachträglich ergänzt werden, ist weniger naturnah als frische, schonend verarbeitete Zutaten.

Durch den Herstellungsprozess gehen viele Nährstoffe im Trockenfutter verloren
Durch den Herstellungsprozess gehen viele Nährstoffe im Trockenfutter verloren

5. Häufig minderwertige Zutaten

Viele Trockenfuttersorten enthalten statt klarem Muskelfleisch nicht näher benannte tierische Nebenerzeugnisse. Für Katzen zählt aber nicht die Proteinmenge, sondern die Qualität und Herkunft. Minderwertige tierische Reststoffe sind schlechter verwertbar, sodass eine Katze trotz ausreichender Futtermenge nicht optimal versorgt sein kann. Ein Blick auf die Deklaration lohnt sich daher immer. Wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen, zeige ich in meinem Ratgeber „Katzenfutter-Deklaration verstehen“.

6. Zahnpflege ist ein Mythos

Trockenfutter wird gern als Zahnpflege beworben, doch der Effekt ist gering. Viele Katzen schlingen die Kroketten oder beißen sie nur kurz an. Zerfällt die Krokette, bleiben stärkehaltige Reste an den Zähnen haften, die Belag eher fördern als verhindern. Eine gezielte Zahnpflege ersetzt Trockenfutter nicht.

Zahnpflege durch Trockenfutter ist ein Mythos
Zahnpflege durch Trockenfutter ist ein Mythos

7. Hohe Kaloriendichte und Übergewicht

Trockenfutter liefert auf wenig Volumen viele Kalorien und sättigt oft schlecht. Gerade Wohnungskatzen nehmen so leicht mehr Energie auf, als sie verbrauchen. Wird Trockenfutter zusätzlich rund um die Uhr angeboten, verstärkt sich der Effekt und Übergewicht entsteht schleichend, mit Folgen für Gelenke, Herz und Stoffwechsel. Welche Menge wirklich passt, lässt sich am besten über den Kalorienbedarf berechnen, die Methode finden Sie in meinem Ratgeber „Wie viel Katzenfutter pro Tag“. Ist es bereits so weit gekommen, begleitet Sie mein Ratgeber „Übergewicht bei Katzen“ beim gesunden Abnehmen.

8. Lagerung: Futtermilben, Schimmel und ranzige Fette

Trockenfutter wird oft lange gelagert. Dabei können Futtermilben, Schimmelpilze und oxidierte, ranzig gewordene Fette entstehen, häufig ohne dass man es sieht oder riecht. Schimmel kann Mykotoxine bilden, und Futtermilben gelten als möglicher Auslöser von Juckreiz und Hautreaktionen. Empfindliche Katzen reagieren darauf oft, ohne dass die Ursache gleich erkannt wird.

Trockenfutter hat viele Nachteile für Katzen
Trockenfutter hat viele Nachteile für Katzen

9. Starke Gewöhnung und Akzeptanzprobleme

Viele Katzen mögen Trockenfutter sehr gern, was aber kein Qualitätsmerkmal ist: Zur besseren Akzeptanz wird es oft stark aromatisiert. Dadurch kann eine ausgeprägte Gewöhnung entstehen, die eine spätere Futterumstellung erschwert. Aus Sorge vor Futterverweigerung bleiben viele Halterinnen und Halter dann beim Trockenfutter.

10. Geringe Nähe zur natürlichen Ernährung

Die natürliche Beute einer Katze besteht aus frischem Fleisch mit viel Wasser, hochwertigem Eiweiß und kaum Kohlenhydraten. Trockenfutter ist das Gegenteil: wasserarm, stärkereich und stark verarbeitet. Diese Abweichung von der artgerechten Ernährung ist der rote Faden hinter fast allen genannten Punkten.

Trockenfutter ist für Katzen nicht artgerecht
Trockenfutter ist für Katzen nicht artgerecht

Welche Alternativen gibt es zu Trockenfutter?

Die beste Alternative ist hochwertiges Nassfutter, weil es der natürlichen Beute am nächsten kommt. Selbst gekochtes Futter und BARF sind ebenfalls möglich, aber deutlich aufwendiger. Entscheidend ist, dass die Fütterung viel tierisches Eiweiß, gute Verdaulichkeit und vor allem ausreichend Feuchtigkeit liefert.

KriteriumTrockenfutterHochwertiges Nassfutter
Feuchtigkeitnur ca. 8 bis 10 %ca. 70 bis 80 %
Kohlenhydratemeist hoch (Stärke nötig)sehr niedrig
Proteinquelleoft undeklarierte Nebenerzeugnisseviel Muskelfleisch und Innereien
Verarbeitungstark erhitzt, synthetische Zusätzeschonend, mehr natürliche Nährstoffe
Nieren und Harnwegewerden eher belastetwerden durch Feuchtigkeit entlastet
Nähe zur natürlichen Beutegeringhoch

Hochwertiges Nassfutter: die artgerechteste Lösung

Nassfutter besitzt rund 70 bis 80 % Feuchtigkeit, sodass die Katze automatisch mehr Flüssigkeit über die Nahrung aufnimmt, das entlastet Nieren und Harnwege. Gutes Nassfutter besteht überwiegend aus Muskelfleisch und hochwertigen Innereien, kommt ohne Getreide und Zucker aus und liefert gut verwertbare Nährstoffe. Durch die schonendere Verarbeitung bleiben mehr natürliche Vitamine erhalten, sodass weniger synthetische Zusätze nötig sind.

Katzenfutter von Anifit: Der praktische Frischebeutel als Mix-Paket
Katzenfutter von Anifit: Der praktische Frischebeutel als Mix-Paket

Selbst gekocht oder BARF

Selbst gekochtes Futter und BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) geben volle Kontrolle über die Zutaten, verlangen aber viel Wissen und Zeit. Katzen brauchen eine sehr genaue Versorgung mit Taurin, Vitaminen und Mineralstoffen; ohne Berechnung drohen Mängel. Wie wichtig gerade Taurin für die Katze ist und woran Sie eine ausreichende Versorgung erkennen, erkläre ich in meinem Ratgeber „Taurin im Katzenfutter„. Bei der Rohfütterung kommt die Hygiene hinzu, da rohes Fleisch Keime enthalten kann. Für viele Haushalte ist hochwertiges Nassfutter daher die sicherere Alltagslösung. Ob sich der Aufwand für Sie lohnt, klärt mein Ratgeber „BARF für Katzen“ mit Mengen und einem ehrlichen Vorteile-Risiken-Check.

Selbstgemachtes Futter ist eine gute Alternative zu Trockenfutter
Selbstgemachtes Futter ist eine gute Alternative zu Trockenfutter

Warum Anifit-Nassfutter eine gute Alternative ist

Wenn Sie sich bewusst gegen Trockenfutter entscheiden, ist ein hochwertiges Nassfutter die naheliegende Wahl. Das Anifit-Nassfutter für Katzen orientiert sich konsequent an der Katze als Fleischfresser und setzt auf Qualität und Transparenz. Der Fleischanteil liegt je nach Sorte bei 94 bis 99 %, mit klar benannten tierischen Bestandteilen wie Herz, Leber, Magen, Pansen, Lunge oder Karkassen, die natürliche Nährstoffe und Taurin liefern.

Der hohe Feuchtigkeitsgehalt unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme und entlastet Nieren und Harnwege, gerade bei Katzen, die wenig trinken. Durch die schonende Zubereitung bleiben viele natürliche Nährstoffe erhalten, sodass weitgehend auf synthetische Zusätze verzichtet werden kann. Das Futter ist frei von Zucker, Getreide sowie künstlichen Farb-, Lock- und Konservierungsstoffen.

Hergestellt wird Anifit von der Provital GmbH in Schweden und Bayern. In Schweden gelten für Katzenfutter besonders strenge Vorgaben, etwa ein restriktiver Antibiotikaeinsatz, striktes Salmonellenprogramm und strenge Tierschutzregeln; ein Teil der Sorten wird in Bayern in Bio-Qualität produziert. Alle Sorten werden nach FEDIAF- und NRC-Standards hergestellt und decken den Bedarf einer gesunden Katze als Alleinfutter. Bei besonderem Bedarf lässt sich die Ration mit gezielten Nahrungsergänzungen anpassen.

Für Katzen, die auf bestimmte Eiweißquellen empfindlich reagieren, bietet Anifit zudem zwei sortenreine Bio-Monoprotein-Optionen. Eine kompakte Vorstellung finden Sie in meinem Ratgeber „Monoprotein-Katzenfutter“.

Anifit Schnupperpaket Katze

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Neues Futter probiert man am besten in Ruhe aus. Das Schnupperpaket enthält sechs verschiedene Anifit-Gerichte in Dosenform mit einer breiten Auswahl an Fleisch- und Fischsorten, dazu eine Testpackung Hühnerbrust, zwei kleine Umstellungshilfen, eine Ernährungsfibel und einen Schnappdeckel für angebrochene Dosen. So finden Sie heraus, welche Sorten Ihre Katze am besten annimmt und verträgt.

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Persönliche Beratung bei der Futterumstellung

Der Wechsel von Trocken- auf Nassfutter klappt nicht immer auf Anhieb, besonders bei Katzen, die jahrelang nur Kroketten kannten. Geruch, Konsistenz und Geschmack sind ungewohnt, und Katzen reagieren sensibel auf Veränderungen im Napf. Mit etwas Geduld und einer schrittweisen Umstellung gelingt der Umstieg aber fast immer. Als zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen unterstütze ich Sie gern persönlich und kostenlos:

  • Die passende Sorte und Menge für Alter, Gewicht und Gesundheitszustand finden.
  • Die Umstellung Schritt für Schritt auf Ihre Katze abstimmen.
  • Wählerische oder skeptische Fresser behutsam an Nassfutter gewöhnen.
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Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Häufige Fragen zu Trockenfutter für Katzen

Warum Trockenfutter die Zähne nicht reinigt und was der Zahngesundheit der Katze wirklich hilft, erkläre ich im eigenen Ratgeber.

Ist Trockenfutter für Katzen schädlich?

„Schädlich“ ist zu hart, aber Trockenfutter deckt die Bedürfnisse einer Katze schlecht ab. Der geringe Wassergehalt, der hohe Stärkeanteil und die starke Verarbeitung können langfristig Nieren, Harnwege und Gewicht belasten. Als gelegentliche Kleinigkeit ist es vertretbar, als Hauptnahrung nicht ideal.

Wie viel Feuchtigkeit enthält Trockenfutter im Vergleich zu Nassfutter?

Trockenfutter hat nur etwa 8 bis 10 % Feuchtigkeit, hochwertiges Nassfutter dagegen rund 70 bis 80 %. Weil Katzen ein schwaches Durstgefühl haben, nehmen sie über Nassfutter deutlich mehr Flüssigkeit auf, das entlastet Nieren und Harnwege.

Macht Trockenfutter Katzen dick?

Es kann Übergewicht begünstigen. Trockenfutter hat eine hohe Kaloriendichte, sättigt aber oft schlecht, und wird häufig zur freien Verfügung angeboten. Gerade wenig aktive Wohnungskatzen nehmen dadurch leicht mehr Energie auf, als sie brauchen.

Reinigt Trockenfutter wirklich die Zähne?

Kaum. Viele Katzen schlingen die Kroketten oder beißen sie nur an, und die stärkehaltigen Reste fördern eher Zahnbelag. Eine echte Zahnpflege ersetzt Trockenfutter nicht.

Erhöht Trockenfutter das Risiko für Harnwegs- und Nierenprobleme?

Es kann dazu beitragen. Die geringe Flüssigkeitsaufnahme führt zu stark konzentriertem Urin, was Harnkristalle und Erkrankungen der unteren Harnwege (FLUTD) begünstigen kann. Ein feuchtes Futter wirkt dem entgegen.

Darf ich Trocken- und Nassfutter mischen?

Besser sind getrennte Mahlzeiten, mit Nassfutter als Basis. Wer beides füttert, sollte es zeitlich versetzt anbieten, da sich die Verdauung unterscheidet. Wichtig ist, dass der Großteil der Ration feucht und fleischreich ist.

Ist getreidefreies Trockenfutter eine gute Alternative?

Getreidefrei ist ein Schritt in die richtige Richtung, löst das Grundproblem aber nicht: Auch getreidefreies Trockenfutter braucht Stärke als Bindemittel und bleibt wasserarm. Der niedrige Feuchtigkeitsgehalt bleibt der entscheidende Nachteil.

Wie stelle ich meine Katze von Trocken- auf Nassfutter um?

Schrittweise über mehrere Tage bis Wochen: das neue Nassfutter in kleinen Mengen unter das gewohnte Futter mischen und den Anteil langsam erhöhen. Geduld und feste Fütterungszeiten helfen. Details finden Sie in meinem Ratgeber zur Futterumstellung bei Katzen.

Meine Katze frisst nur Trockenfutter, was kann ich tun?

Das ist häufig und meist eine Frage der Gewöhnung. Mit kleinen Schritten, etwas Geduld und der richtigen Sorte gelingt die Umstellung fast immer. Bei hartnäckigen Fällen hilft eine individuelle Beratung weiter.

Was ist die beste Alternative zu Trockenfutter für Katzen?

Hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil, viel Feuchtigkeit und klarer Deklaration. Es kommt der natürlichen Beute am nächsten und unterstützt Flüssigkeitshaushalt, Verdauung und Gewicht zugleich.

Fazit

Trockenfutter ist bequem, widerspricht aber in zentralen Punkten den Bedürfnissen der Katze: zu wenig Wasser, zu viele Kohlenhydrate und eine starke Verarbeitung. Das kann langfristig vor allem Nieren, Harnwege und Gewicht belasten.

Eine artgerechte Ernährung orientiert sich an der natürlichen Beute, mit hohem Fleischanteil und viel Feuchtigkeit. Hochwertiges Nassfutter ist dafür die alltagstauglichste Lösung und kann helfen, Nieren und Harnwege zu entlasten und das Wohlbefinden zu unterstützen. Wer das Futter bewusst hinterfragt und behutsam umstellt, tut seiner Katze langfristig viel Gutes, und im Zweifel hilft eine persönliche Beratung.

Quellen und weiterführende Informationen

  • FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, europäischer Referenzrahmen für den Nährstoffbedarf von Katzen.
  • National Research Council (NRC): Nutrient Requirements of Dogs and Cats, wissenschaftliches Standardwerk zum Energie-, Eiweiß- und Taurinbedarf der Katze.
  • Tierärztliche Fachliteratur zum Wasserhaushalt der Katze und zu Erkrankungen der unteren Harnwege (FLUTD), Hintergrund zur Bedeutung der Feuchtigkeitsaufnahme über die Nahrung.
  • Produktdeklarationen Anifit / Provital GmbH, Basis für die Angaben zu Fleischanteil, Zutaten und Herstellung.
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.