Übergewicht bei Katzen: erkennen, sicher abnehmen und das Idealgewicht halten

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Eine rundliche Katze auf der Fensterbank wirkt erst einmal gemütlich und ein kleines Bäuchlein gehört doch irgendwie dazu, oder? Genau diese Einstellung ist der Grund, warum Übergewicht bei Katzen so oft übersehen wird. Dabei ist die Samtpfote ein reiner Fleischfresser mit feinem Stoffwechsel, bei dem schon wenige hundert Gramm zu viel ins Gewicht fallen. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, wie Sie Übergewicht bei Ihrer Katze sicher erkennen, warum eine Diät bei Katzen anders verläuft als beim Hund und wie Ihre Katze gesund abnimmt, ohne Risiken.

Übergewicht bei Katzen: erkennen, sicher abnehmen und das Idealgewicht halten
Übergewicht bei Katzen: erkennen, sicher abnehmen und das Idealgewicht halten

Übergewicht Katze: Das Wichtigste in Kürze

Eine Katze gilt als übergewichtig, wenn sie mehr als 10 Prozent über ihrem Idealgewicht liegt, ab 20 Prozent spricht man von Adipositas. Beim Abnehmen ist Geduld Pflicht: 0,5 bis 2 Prozent Körpergewicht pro Woche, niemals eine radikale Diät, denn die kann eine lebensgefährliche Fettleber auslösen.

  • Der Body Condition Score (BCS) bewertet die Körperkondition auf einer Skala von 1 bis 9, der Idealbereich liegt bei 4 bis 5.
  • Sicheres Abnehmtempo: 0,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts pro Woche, bei einer 6-kg-Katze etwa 60 bis 120 Gramm.
  • Eine radikale Diät oder Nulldiät kann bei Katzen eine hepatische Lipidose (Fettleber) auslösen, die ohne Behandlung tödlich verläuft.
  • Nach einer Kastration sinkt der Energiebedarf, die Futtermenge sollte um etwa 30 Prozent reduziert werden.
  • Übergewicht erhöht laut Studienlage das Risiko für Diabetes mellitus, Gelenkprobleme und Harnwegserkrankungen.
  • Meine Empfehlung aus der Beratung: Schluss mit dem ganztags gefüllten Napf, stattdessen abgewogene Portionen auf 3 bis 4 kleine Mahlzeiten.

Woran erkenne ich, dass meine Katze zu dick ist?

Übergewicht erkennen Sie am Body Condition Score, am Rippentest und an der Silhouette von oben: Bei einer Katze im Idealgewicht sind die Rippen mit leichtem Druck tastbar, hinter dem Brustkorb zeichnet sich eine Taille ab. Sind die Rippen unter einer Fettschicht verschwunden und der Bauch rundet sich, ist Ihre Katze zu dick. Treten Rippen und Hüftknochen dagegen deutlich hervor, hilft Ihnen mein Ratgeber „Untergewicht bei Katzen“ weiter.

Eine wichtige Unterscheidung: Der sogenannte Primordialbeutel, eine lockere Hautfalte am Unterbauch, ist bei vielen Katzen völlig normal und kein Fett. Er schwingt beim Laufen leicht mit, lässt sich aber zwischen den Fingern als dünne, leere Hautfalte ertasten. Echtes Bauchfett fühlt sich dagegen prall und gefüllt an. Der Body Condition Score nach Dottie P. Laflamme ordnet die Kondition auf einer 9-stufigen Skala ein, der Idealwert liegt bei 4 bis 5.

BCS (Skala 1 bis 9)EinstufungTypische Merkmale
1 bis 3untergewichtigRippen, Wirbel und Beckenknochen sichtbar, kaum tastbares Fett, eingefallene Flanken
4 bis 5IdealgewichtRippen mit leichtem Druck tastbar, von oben erkennbare Taille, nur dünne Bauchfettschicht
6 bis 7übergewichtigRippen nur mit Druck tastbar, Taille kaum erkennbar, deutliche Bauchrundung
8 bis 9adipösRippen unter dicker Fettschicht nicht tastbar, runder Bauch, Fettpolster an Lende und Gesicht, deutliche Bauchfettschürze

Mein Praxis-Check für zu Hause: Streichen Sie mit den flachen Händen über den Brustkorb Ihrer Katze. Fühlen sich die Rippen an wie der Handrücken, wenn Sie die Finger spreizen, passt das Gewicht; fühlen sie sich an wie die Handfläche, ist es zu viel. Wiegen Sie Ihre Katze zusätzlich monatlich, am einfachsten, indem Sie sich mit und ohne Katze auf eine Personenwaage stellen und die Differenz notieren.

Warum ist Übergewicht für Katzen so gefährlich?

Übergewicht erhöht bei Katzen das Risiko für Diabetes mellitus, Gelenkerkrankungen, Harnwegsprobleme und Hauterkrankungen und verkürzt die Lebenserwartung. Eine prospektive Studie von Janet M. Scarlett und Susan Donoghue an 1457 Katzen zeigte deutlich erhöhte Krankheitsrisiken bei übergewichtigen Tieren, allen voran für Zuckerkrankheit.

Eine Gefahr ist bei Katzen besonders heimtückisch: die hepatische Lipidose, also die Fettleber. Hört eine übergewichtige Katze plötzlich auf zu fressen, etwa wegen einer Crash-Diät oder einer anderen Erkrankung, mobilisiert der Körper große Mengen Fett, die die Leber überfluten. Es kommt zu einer massiven Einlagerung von Fett in die Leberzellen, die ohne intensive tierärztliche Behandlung tödlich enden kann. Genau deshalb darf eine Katze niemals hungern und niemals zu schnell abnehmen.

Dazu kommt ein praktisches Problem, das ich in der Beratung oft höre: Übergewichtige Katzen kommen beim Putzen nicht mehr überall hin. Das Fell am Rücken und an der Schwanzwurzel verfilzt, wird schuppig und mitunter wund, weil die Katze sich schlicht nicht mehr erreicht. Ein gesundes Gewicht hält Ihre Katze beweglich, sauber und aktiv und zählt zu den zentralen Stellschrauben für ein langes Katzenleben.

Welche Ursachen führen zu Übergewicht bei Katzen?

Die häufigste Ursache ist ein dauerhaft überfüllter Napf in Kombination mit zu wenig Bewegung. Trockenfutter zur freien Verfügung, ein nach der Kastration unverändert hoher Futterberg, Langeweile in der Wohnung und das sinkende Aktivitätsniveau im Alter führen schleichend zu Übergewicht. Seltener stecken Erkrankungen dahinter. Wichtig zu wissen: Im hohen Alter kippt das Bild oft, dann wird ungewollter Gewichtsverlust zum größeren Thema, mehr dazu im Ratgeber Anifit Katzenfutter Senior.

UrsacheWas dahinterstecktGegenmaßnahme
Freie FütterungDer ganztags gefüllte Napf lädt zum ständigen Naschen ein, vor allem bei TrockenfutterFeste, abgewogene Portionen auf 3 bis 4 Mahlzeiten verteilen
Energiedichtes TrockenfutterViele Kalorien auf wenig Volumen, wenig Sättigung, kaum FeuchtigkeitAuf proteinreiches Nassfutter mit hohem Fleischanteil umstellen
KastrationDer Energiebedarf sinkt, der Appetit bleibt oder steigtFuttermenge nach der Kastration um etwa 30 Prozent reduzieren
BewegungsmangelReine Wohnungshaltung und Langeweile, wenig Anreiz zum Jagen und SpielenTägliche Spieleinheiten und Futter-Suchspiele einbauen
AlterÄltere Katzen bewegen sich weniger, der Grundumsatz verändert sichRation anpassen und das Gewicht regelmäßig kontrollieren
ErkrankungenSelten, etwa eine SchilddrüsenunterfunktionUnklare Gewichtszunahme tierärztlich abklären lassen

Ein typischer Fall aus meiner Beratung: ein kastrierter Kater, der rund um die Uhr Zugang zu einem vollen Trockenfutternapf hatte und sich aus Langeweile von Mahlzeit zu Mahlzeit hangelte. Nach der Umstellung auf abgewogene Nassfutter-Portionen und zwei kurze Spieleinheiten am Tag verlor er über mehrere Monate sanft an Gewicht und wurde dabei sichtbar agiler.

Wie nimmt meine Katze sicher ab?

Eine Katze sollte langsam abnehmen: 0,5 bis 2 Prozent ihres Körpergewichts pro Woche, niemals mehr. Radikale Diäten, eine Nulldiät oder der abrupte Futterentzug sind tabu, weil sie eine lebensgefährliche Fettleber auslösen können. Der sichere Weg führt über eine moderat reduzierte, auf das Idealgewicht berechnete Menge, verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten.

Aktuelles GewichtZielabnahme pro Woche (0,5 bis 2 Prozent)Hinweis
4 kg20 bis 80 gkleine Schritte, dafür dauerhaft
5 kg25 bis 100 gwöchentlich oder alle 2 Wochen wiegen
6 kg30 bis 120 gRation bei Bedarf nachjustieren
7 kg35 bis 140 gGeduld: eine Katzendiät dauert oft mehrere Monate

Bezugsgröße für die Futtermenge ist das Idealgewicht, nicht das aktuelle Gewicht. Wie Sie den Tagesbedarf berechnen, erkläre ich im Ratgeber Wie viel Katzenfutter pro Tag, die passenden Mengen für Anifit-Nassfutter stehen in der Anifit-Fütterungsempfehlung für Katzen. Wichtig: Lassen Sie Ihre Katze vor dem Start tierärztlich durchchecken und planen Sie das Abnehmtempo gemeinsam, gerade weil das Fettleber-Risiko eine engmaschige Begleitung sinnvoll macht.

Persönliche Ernährungsberatung für Ihre übergewichtige Katze

Jede Katze tickt anders: Die eine ist eine ruhige Couch-Liebhaberin, die nächste ein verfressener Freigänger, die dritte eine wählerische Diva, die jeden Futterwechsel kritisch beäugt. Auch die Rasse spielt eine Rolle: Ruhige, gemütliche Rassen setzen leichter an als sehr aktive, wie die rassespezifische Fütterung darauf eingeht, lesen Sie in meinem Ratgeber „Katzenernährung nach Rasse“.

Als zertifizierte Ernährungsberaterin biete ich Ihnen eine kostenlose Ernährungsberatung an. Dabei klären wir gemeinsam zum Beispiel:

  • welches Idealgewicht und welche Tagesration zu Ihrer Katze passen,
  • welche Sorte sich für eine sanfte, sichere Gewichtsabnahme eignet,
  • wie die Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter gelingt.
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Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber.

Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger, Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Welches Katzenfutter eignet sich beim Abnehmen?

Zum Abnehmen eignet sich ein proteinreiches Nassfutter mit hohem Fleischanteil, klarer Deklaration und ohne Zucker oder Lockstoffe. Als reiner Fleischfresser braucht die Katze viel tierisches Eiweiß und kaum Kohlenhydrate, und der hohe Feuchtigkeitsgehalt von Nassfutter sättigt bei vergleichsweise wenig Kalorien und unterstützt nebenbei die Harnwege. Das nötige Fundament liefern mein Ratgeber zur Grundlagen der Katzenernährung.

Trockenfutter empfehle ich übergewichtigen Katzen nicht: Es ist energiedicht, enthält wenig Feuchtigkeit und wird oft den ganzen Tag zur freien Verfügung angeboten, was das übermäßige Fressen begünstigt. Gerade bei Katzen ist die geringe Wasseraufnahme über Trockenfutter ein Thema für Blase und Nieren. Meine Bedenken habe ich im Ratgeber Nachteile von Trockenfutter für Katzen zusammengefasst. Und der oft gehörte Satz, Trockenfutter reinige die Zähne, ist ein Mythos: echte Reinigung leisten nur spezielle Maßnahmen, nicht die normale Krokette. Vorsicht außerdem bei der Aufschrift „Light“, denn der Begriff ist nicht geschützt und sagt wenig über den tatsächlichen Energiegehalt aus.

Was ich selbst füttere und empfehle

Ich setze auf Anifit-Nassfutter für Katzen: mindestens 94 Prozent Frischfleisch in Lebensmittelqualität, ohne Zucker, Getreide, Lock-, Farb- und Konservierungsstoffe, glutenfrei, schonend kalt abgefüllt und als Alleinfuttermittel konzipiert. Der hohe Fleisch- und Feuchtigkeitsanteil passt genau zu dem, was eine Katze als Karnivore braucht. Für eine kontrollierte Fütterung mag ich besonders Puterichs Delight, ein relativ fettarmes, sehr gut verdauliches Futter mit 99% Fleischanteil.

Wenn Ihre Katze bisher Trockenfutter oder freie Fütterung gewohnt ist, gehen Sie die Umstellung in Ruhe an, viele Katzen sind Gewohnheitstiere. Das Anifit-Futterumstellungspaket für Katzen erleichtert den Einstieg. Trinkt Ihre Katze wenig, kann die Anifit Hühnersuppe als kalorienarmer, aromatischer Zusatz die Flüssigkeitsaufnahme steigern, was bei reiner Trockenfütterung in der Vergangenheit besonders sinnvoll ist. Wer mehr zur richtigen Eiweißversorgung wissen möchte, findet im Ratgeber Taurin im Katzenfutter die wichtigsten Hintergründe.

Wie halte ich meine Wohnungskatze in Bewegung?

Bewegung ist die zweite Säule jeder Katzendiät und bei Wohnungskatzen liegt sie ganz in Ihrer Hand. Zwei bis drei kurze Spieleinheiten von 10 bis 15 Minuten täglich mit Federangel, Laserpointer oder Bällchen bringen den Jagdtrieb zurück und verbrennen Energie, ganz ohne Zwang.

Damit das Spiel nicht frustriert, sollte am Ende jeder Jagd ein Erfolgserlebnis stehen, also ein fangbares Spielzeug oder ein kleines, von der Tagesration abgezogenes Häppchen. Verteilen Sie das Futter zusätzlich in Futter-Suchspielen, Fummelbrettern oder kleinen Näpfen quer durch die Wohnung, so muss Ihre Katze für ihr Fressen arbeiten, statt alles an einem Ort hinunterzuschlingen. Kletterbäume, erhöhte Liegeplätze und ein Fensterplatz mit Aussicht sorgen ganz nebenbei für mehr Aktivität im Alltag. Leckerlis bleiben erlaubt, machen aber maximal 10 Prozent der Tagesenergie aus und werden von der Hauptration abgezogen.

Häufige Fragen zum Übergewicht bei Katzen

Wann gilt eine Katze als übergewichtig?

Eine Katze gilt als übergewichtig, wenn sie mehr als 10 Prozent über ihrem Idealgewicht liegt, ab 20 Prozent spricht man von Adipositas. Bei einer Katze mit 4 kg Idealgewicht sind das schon 400 bis 800 Gramm zu viel. Der Body Condition Score hilft bei der Einordnung.

Ist der Hängebauch meiner Katze Fett?

Nicht unbedingt. Die lockere Hautfalte am Unterbauch ist der Primordialbeutel und bei vielen Katzen völlig normal. Er fühlt sich als dünne, leere Hautfalte an. Echtes Bauchfett wirkt prall und gefüllt. Maßgeblich für die Einschätzung sind Rippentest und Taille, nicht der Bauchbeutel allein.

Wie schnell darf eine Katze abnehmen?

Sehr langsam: 0,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts pro Woche, bei einer 6-kg-Katze also etwa 60 bis 120 Gramm. Schnelleres Abnehmen ist gefährlich, denn eine radikale Diät kann eine lebensbedrohliche Fettleber auslösen. Eine Katzendiät dauert deshalb oft mehrere Monate.

Warum ist eine Crash-Diät bei Katzen lebensgefährlich?

Hört eine übergewichtige Katze plötzlich auf zu fressen oder bekommt sie viel zu wenig, mobilisiert ihr Körper große Mengen Fett, die die Leber überfluten. Diese hepatische Lipidose oder Fettleber kann ohne tierärztliche Behandlung tödlich enden. Deshalb darf eine Katze nie hungern.

Welches Katzenfutter eignet sich zum Abnehmen?

Ein proteinreiches Nassfutter mit hohem Fleischanteil, klarer Deklaration und ohne Zucker, in abgewogener Menge gefüttert. Als Karnivore braucht die Katze viel tierisches Eiweiß und kaum Kohlenhydrate. Der hohe Wasseranteil von Nassfutter sättigt bei wenig Kalorien und unterstützt die Harnwege.

Hilft Light-Futter beim Abnehmen?

Nicht automatisch, denn der Begriff Light ist nicht geschützt und sagt wenig über den tatsächlichen Energiegehalt aus. Entscheidend sind die abgewogene Menge, ein hoher Fleischanteil und eine klare Deklaration. Schauen Sie auf den Energiegehalt und die Zutatenliste statt auf die Werbeaussage.

Warum nimmt meine kastrierte Katze zu?

Nach der Kastration sinkt der Energiebedarf, während der Appetit gleich bleibt oder steigt. Wer die Futtermenge nicht anpasst, füttert dauerhaft zu viel. Reduzieren Sie die Ration nach der Kastration um etwa 30 Prozent und kontrollieren Sie das Gewicht regelmäßig.

Ist ständig verfügbares Trockenfutter ein Problem?

Ja, freie Fütterung ist eine der häufigsten Ursachen für Übergewicht bei Katzen. Der ständig gefüllte Napf lädt zum Dauernaschen ein, und Trockenfutter ist energiedicht und feuchtigkeitsarm. Besser sind abgewogene Nassfutter-Portionen, verteilt auf 3 bis 4 kleine Mahlzeiten am Tag.

Wie bringe ich meine Wohnungskatze zu mehr Bewegung?

Mit täglichen Spieleinheiten von 10 bis 15 Minuten, Federangel oder Laserpointer, und einem fangbaren Erfolg am Ende. Futter-Suchspiele, Fummelbretter und über die Wohnung verteilte Näpfe sorgen dafür, dass Ihre Katze für ihr Fressen arbeitet. Kletterbäume erhöhen die Alltagsaktivität.

Wann sollte ich mit meiner dicken Katze zum Tierarzt?

Vor jeder Diät zur Abklärung und zur Festlegung des Zielgewichts, und immer dann, wenn die Katze plötzlich frisst oder das Fressen verweigert. Wegen des Fettleber-Risikos sollte eine Gewichtsabnahme bei Katzen tierärztlich begleitet und das Gewicht regelmäßig kontrolliert werden.

Zusammenfassung

Übergewicht bei Katzen beginnt ab 10 Prozent über dem Idealgewicht und belastet Gelenke, Stoffwechsel und Lebenserwartung, mit einem deutlich erhöhten Risiko für Diabetes. Mit dem Rippentest und dem Body Condition Score erkennen Sie überflüssige Kilos früh, mit abgewogenen Nassfutter-Portionen, festen Mahlzeiten statt freier Fütterung und täglichem Spielen nimmt Ihre Katze sicher ab. Entscheidend ist das Tempo: 0,5 bis 2 Prozent pro Woche und niemals eine radikale Diät, denn nur ein langsamer, tierärztlich begleiteter Gewichtsverlust schützt vor einer gefährlichen Fettleber.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Scarlett J.M., Donoghue S. (1998): „Associations between body condition and disease in cats“. Journal of the American Veterinary Medical Association 212(11):1725-1731, eine prospektive Studie an 1457 Katzen zum Zusammenhang von Körperkondition und Erkrankungen.
  • Laflamme D.P. (1997): „Development and validation of a body condition score system for cats: a clinical tool“. Feline Practice 25(5-6):13-18, die Originalarbeit zum 9-stufigen Body Condition Score für Katzen.
  • Iben C., Liesegang A., Wichert B., Wolf P. (2021): „Ernährung der Katze“. Thieme Verlag, das deutschsprachige Standardwerk zur Katzenernährung.
  • FEDIAF (2024): „Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs“, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien für Hunde- und Katzenfutter.
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.