Selbst gebackene Katzenleckerlis sind eine schöne Belohnung, und in einer Silikon-Backmatte gelingen sie besonders einfach, denn der Teig für Katzen ist meist eher flüssig. Da Katzen Fleischfresser sind, sollten die Snacks fleisch- oder fischbasiert sein und möglichst wenig Getreide enthalten. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, welche Zutaten passen, wie ein einfaches Grundrezept für die Backmatte aussieht und worauf Sie achten sollten.

Katzenleckerlis backen: Das Wichtigste in Kürze
Katzenleckerlis sollten fleisch- oder fischbasiert sein, etwa mit Huhn oder Thunfisch, gebunden mit Ei und nur wenig getreidefreiem Mehl. Weil der Teig meist flüssig ist, eignet sich eine Silikon-Backmatte ideal. Als Snack in Maßen, nicht als Ersatz für ein vollwertiges Hauptfutter.
- Fleisch und Fisch als Basis: Huhn, Pute oder Thunfisch, denn Katzen sind Karnivoren.
- Wenig Getreide: Katzen verdauen es schlecht, kein Zucker.
- Backmatte ideal: der flüssige Teig wird in kleine Mulden gestrichen.
- Mit Ei gebunden: und nur wenig Reis- oder Kokosmehl.
- Tabu: Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade, Rosinen, Gewürze und Salz.
Warum Katzenleckerlis selber backen?
Wer selbst backt, weiß genau, was im Snack steckt: kein Zucker, keine Lockstoffe, keine undurchsichtigen Zusätze. Gerade für Katzen ist das praktisch, denn als Fleischfresser brauchen sie fleisch- oder fischbasierte Leckerlis und vertragen Getreide nur in kleinen Mengen. Selbst gemachte Leckerlis eignen sich wunderbar fürs Training, als Belohnung oder einfach zum Verwöhnen. Wichtig bleibt: Sie sind ein Extra und ersetzen kein vollwertiges Hauptfutter, mehr dazu in den Grundlagen der Katzenernährung.
Warum Fleisch und Fisch als Basis?
Katzen sind strikte Fleischfresser, deshalb gehören Fleisch oder Fisch in den Mittelpunkt. Gut geeignet sind gekochtes, fein püriertes Huhn, Pute oder Rind sowie Thunfisch im eigenen Saft, den Sie aber nur gelegentlich verwenden sollten. Ein Ei bindet die Masse, dazu kommt nur wenig getreidefreies Mehl wie Reis- oder Kokosmehl. Halten Sie den Getreideanteil bewusst gering, da Katzen es schlecht verdauen, warum der Fleischanteil so zentral ist, lesen Sie beim Fleisch im Katzenfutter. Zucker brauchen Katzen nicht, sie können Süßes ohnehin nicht schmecken.
Die Backmatte: ideal für flüssigen Teig
Da Katzen-Leckerli-Teig meist recht flüssig ist, ist eine Silikon-Backmatte mit kleinen Mulden ideal: Sie portioniert die Masse in winzige, katzengerechte Häppchen, nichts klebt fest, und die fertigen Leckerlis lassen sich leicht herauslösen. Sie streichen die Masse einfach in die Mulden, backen sie und lassen sie gut auskühlen. Wenn Sie viele verschiedene Rezepte ausprobieren möchten, habe ich dazu ein eigenes Buch geschrieben, mein Backbuch zum Katzenleckerlis-Backen in der Backmatte mit vielen Ideen und Anleitungen.
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Rezept: Thunfischkekse aus der Backmatte
So einfach geht es: Pürieren Sie etwa 150 Gramm abgetropften Thunfisch verrühren Sie die Masse mit einem Ei und ein bis zwei Esslöffeln Reis-, Kartoffel- oder Kokosmehl und geben Sie bei Bedarf etwas Wasser dazu, bis sie streichfähig ist. Streichen Sie die Masse in die Mulden der Backmatte und backen Sie die Leckerlis bei etwa 150 Grad rund 15 bis 20 Minuten, abhängig von der Größe der Mulden in der Backmatte. Anschließend vollständig auskühlen lassen. Für mehr Akzeptanz können Sie etwas Katzenminze unter die Masse mischen, das mögen viele Katzen besonders gern. Die streichfähige Masse (ohne Mehl) können Sie auch ungebacken auf eine Schleckmatte für Katzen streichen, wenn Sie für Beschäftigung sorgen möchten. Für eine sommerliche Abkühlung lässt sich die Masse auch zu Katzeneis einfrieren.
Rezept: Huhn-Kartoffel-Katzenkekse
Für die Zubereitung werden 200 g Hähnchenbrust, 60 g gekochte Kartoffel ohne Schale, 1 Ei und 1 Teelöffel hitzebeständiges Öl benötigt. Zuerst wird das Fleisch in kleine Stücke geschnitten und in einem Topf mit Wasser gekocht, bis es gar ist. Anschließend wird das Kochwasser abgeschüttet, aber aufbewahrt. Danach werden alle Zutaten in eine Rührschüssel gegeben und fein püriert. Der Teig sollte eine zähflüssige Konsistenz haben. Ist er zu fest, kann etwas vom aufbewahrten Kochwasser hinzugegeben werden, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss wird der Teig mithilfe einer Teigkarte in die Backmatten gefüllt und diese werden in den vorgeheizten Backofen gegeben. Die Leckerlis werden bei etwa 150 Grad rund 15 bis 20 Minuten gebacken. Die genaue Backzeit hängt von der Größe der Mulden in der Backmatte ab.
Rezept: Ziegen-Katzenkekse
Für die Zubereitung werden 150 g Ziegenfleisch, 50 g Ziegenfrischkäse, 1 Esslöffel Buchweizenmehl, 1 Ei, 1 Teelöffel hitzebeständiges Öl und etwas Kochwasser vom Ziegenfleisch benötigt. Zuerst wird das Fleisch in kleine Stücke geschnitten und in einem Topf mit Wasser gekocht, bis es gar ist. Anschließend wird das Kochwasser abgeschüttet, aber aufbewahrt. Danach werden alle Zutaten bis auf das Mehl in eine Rührschüssel gegeben und fein püriert. Im nächsten Schritt wird das Buchweizenmehl hinzugegeben und alles mit dem Handrührgerät gründlich vermischt. Der Teig sollte eine zähflüssige Konsistenz haben. Ist er zu fest, kann etwas mehr Kochwasser hinzugegeben werden, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss wird der Teig mithilfe einer Teigkarte in die Backmatten gefüllt und diese werden in den vorgeheizten Backofen gegeben. Die Leckerlis werden bei etwa 150 Grad rund 15 bis 20 Minuten gebacken. Die genaue Backzeit hängt von der Größe der Mulden in der Backmatte ab.
Haltbarkeit, Menge und No-Gos
- Gut abkühlen: Leckerlis vor dem Füttern vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
- Haltbarkeit: fleisch- und fischbasierte Leckerlis sind verderblich, vorallem wenn sie nicht ganz durchgetrocknet sind, daher kühl lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen.
- Menge: Leckerlis sind Zusatzfutter und sollten höchstens etwa zehn Prozent der Tagesration ausmachen, siehe wie viel Katzenfutter pro Tag.
- Tabu: Zwiebeln und Knoblauch, Schokolade, Weintrauben und Rosinen, Zucker, Salz und Gewürze sowie Knochen, siehe giftig für Katzen.
- Thunfisch nur gelegentlich und im eigenen Saft, nicht in Öl oder Salzlake.
Was ich als Ernährungsberaterin empfehle und mein Buch
Selbst gebackene Leckerlis sind eine schöne, kontrollierbare Belohnung für Ihre Katze. Die Basis der Ernährung bleibt aber ein hochwertiges Hauptfutter, ich selbst füttere meinen Katzen Anifit, das auch das lebenswichtige Taurin abdeckt, das Leckerlis allein nicht leisten. Wenn Sie Lust auf viele weitere Rezepte für die Backmatte haben, finden Sie sie in meinem Backbuch. Bei Fragen zu Snacks und Mengen schauen wir uns das gern gemeinsam an.
FAQ: Häufige Fragen zu selbst gebackenen Katzenleckerlis
Wie Sie über Ernährung und Pflege die Zahngesundheit Ihrer Katze unterstützen, zeige ich gesondert.
Eine zuckerfreie, rein fleischige Alternative zum Backen ist selbst gemachtes Trockenfleisch für Katzen.
Warum sollten Katzenleckerlis fleischbasiert sein?
Weil Katzen strikte Fleischfresser sind und auf tierisches Eiweiß ausgelegt sind. Fleisch oder Fisch wie Huhn, Pute oder Thunfisch sind daher die ideale Basis. Getreide vertragen Katzen nur in kleinen Mengen, und Zucker brauchen sie gar nicht, da sie Süßes nicht schmecken können.
Welche Zutaten eignen sich für selbst gebackene Katzenleckerlis?
Gut geeignet sind gekochtes, püriertes Huhn, Pute oder Rind sowie Thunfisch im eigenen Saft, gebunden mit einem Ei und nur wenig glutenfreiem Mehl wie Reis-, Karoffel-, Buchweizen-, Hirse-, Hafer- oder Kokosmehl. Gekochte Kartoffel oder Karotte ist ebenfalls geeignet. Verzichten Sie auf Zucker, Salz und Gewürze.
Warum ist die Backmatte für Katzenleckerlis praktisch?
Weil der Teig für Katzen meist recht flüssig ist. In einer Silikon-Backmatte mit kleinen Mulden lässt sich die Masse einfach einstreichen, portioniert sich in winzige, katzengerechte Häppchen und löst sich nach dem Backen leicht. Das macht das Backen besonders unkompliziert.
Bei welcher Temperatur backe ich Katzenleckerlis?
Backen Sie die Leckerlis bei etwa 150 bis 170 Grad rund 15 bis 20 Minuten. Die genaue Zeit hängt von der Größe der Mulden und der Masse ab. Lassen Sie die Leckerlis anschließend vollständig auskühlen, bevor Sie sie Ihrer Katze anbieten.
Wie lange sind selbst gebackene Katzenleckerlis haltbar?
Da sie fleisch- oder fischbasiert sind, sind sie verderblich. Verbrauchen Sie sie innerhalb weniger Tage. Im Zweifel gilt: lieber entsorgen als ein verdorbenes Leckerli füttern.
Wie viele Leckerlis darf meine Katze am Tag fressen?
Leckerlis sind Zusatzfutter und sollten nur in Maßen gegeben werden, als Faustregel höchstens etwa zehn Prozent der Tagesration. Ziehen Sie die Menge gegebenenfalls vom Hauptfutter ab, damit Ihre Katze nicht zu viele Kalorien aufnimmt und zunimmt.
Darf meine Katze Thunfisch im Leckerli haben?
In Maßen ja. Thunfisch ist sehr schmackhaft, sollte aber nur gelegentlich und im eigenen Saft verwendet werden, nicht in Öl oder Salzlake. Als alleinige oder häufige Zutat ist er nicht geeignet. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag über Thunfisch für Katzen.
Welche Zutaten sind für Katzen tabu?
Auf keinen Fall gehören Zwiebeln und Knoblauch, Schokolade, Weintrauben und Rosinen, Alkohol, Zucker, Salz und Gewürze in die Leckerlis. Auch Knochen sind ungeeignet, da sie splittern können. Verwenden Sie nur frische, hochwertige und für Katzen verträgliche Zutaten.
Ersetzen selbst gebackene Leckerlis das Katzenfutter?
Nein. Leckerlis sind ein Extra und kein vollwertiges Futter. Sie decken zum Beispiel nicht den Bedarf an dem lebenswichtigen Taurin. Die Basis bleibt ein hochwertiges Alleinfuttermittel, die Leckerlis sind nur eine Belohnung zwischendurch.
Kann ich Katzenleckerlis einfrieren?
Ja, das ist sogar empfehlenswert, weil fleischbasierte Leckerlis schnell verderben. Lassen Sie die Leckerlis vollständig auskühlen und frieren Sie sie portionsweise ein. So haben Sie immer einen kleinen Vorrat und können bei Bedarf eine Portion auftauen.
Welche Öle eignen sich für Katzenkekse aus der Backmatte?
Für Katzenkekse aus der Backmatte eignen sich vor allem hitzebeständige Öle. Dazu gehören zum Beispiel Lachsöl, Kokosöl, raffiniertes Sonnenblumenöl, raffiniertes Olivenöl oder Maiskeimöl. Wichtig ist, dass das Öl zum Backen geeignet ist und die Temperaturen im Ofen gut verträgt. Öle werden in Katzenkeksen meist nur in kleinen Mengen verwendet. Sie können den Teig geschmeidiger machen und dazu beitragen, dass sich die Kekse besser aus der Backmatte lösen. Besonders Lachsöl ist bei vielen Katzen beliebt, da es einen intensiven Geschmack hat.
Fazit: fleischig, klein und selbst gemacht
Katzenleckerlis selber zu backen ist einfach, und in der Backmatte gelingt der oft flüssige Teig besonders gut. Setzen Sie auf eine fleisch- oder fischbasierte Masse mit Huhn oder Thunfisch, gebunden mit Ei und nur wenig getreidefreiem Mehl, ganz ohne Zucker, Salz und Gewürze. Weil solche Leckerlis verderblich sind, lagern Sie sie kühl und verbrauchen sie zügig oder frieren sie ein. Und denken Sie daran: Leckerlis sind ein Extra, das vollwertige Hauptfutter mit dem wichtigen Taurin ersetzen sie nicht. Viele weitere Rezepte für die Backmatte finden Sie in meinem Backbuch. Bei Fragen schauen wir uns das gern gemeinsam an.
Quellen und weiterführende Informationen
- Iben, Liesegang, Wichert, Wolf: Ernährung der Katze: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Thieme, 1. Auflage 2021, zu Bedarf und Snacks.
- Tierärztliche Fachinformationen zu für Katzen giftigen Lebensmitteln (u.a. Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade, Weintrauben).
- Christina Williger: Backbuch zum Katzenleckerlis-Backen in der Backmatte.








