Kitten richtig füttern: was kleine Katzen im Wachstum brauchen

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Ein Kitten wächst im ersten Lebensjahr rasant und hat dabei einen enorm hohen Bedarf an Energie und Nährstoffen. Mit der richtigen Fütterung sorgen Sie dafür, dass Ihr Katzenbaby gesund und kräftig heranwächst. In diesem Ratgeber erkläre ich Ihnen, welches Futter ein Kitten braucht, wie oft und wie viel Sie füttern, warum Taurin so wichtig ist und warum Kuhmilch nichts im Napf zu suchen hat.

Kitten richtig füttern: was kleine Katzen im Wachstum brauchen
Kitten richtig füttern: was kleine Katzen im Wachstum brauchen

Kitten richtig füttern: Das Wichtigste in Kürze

Kitten haben im Wachstum bezogen auf ihr Gewicht einen etwa doppelt so hohen Energiebedarf wie erwachsene Katzen und brauchen ein hochwertiges Futter mit viel tierischem Eiweiß und Taurin. Wichtig sind viele kleine Mahlzeiten und der Verzicht auf Kuhmilch.

  • Kittenfutter: energiereich, mit viel hochwertigem tierischem Eiweiß und Taurin.
  • Viele kleine Mahlzeiten: bis etwa sechs Monate vier bis fünf am Tag.
  • Kein Hundefutter: es enthält das für Katzen lebenswichtige Taurin nicht ausreichend.
  • Nassfutter als Basis: liefert viel Feuchtigkeit und ist gut verdaulich.
  • Keine Kuhmilch: sie verursacht oft Durchfall, frisches Wasser genügt.
  • Erwachsen mit etwa 12 Monaten: dann langsam auf Erwachsenenfuttermenge umstellen.

Warum haben Kitten besondere Bedürfnisse?

Kitten futtern sich im ersten halben Jahr fast auf das Gewicht einer erwachsenen Katze, ihr Energiebedarf ist bezogen auf das Körpergewicht etwa doppelt so hoch wie bei erwachsenen Tieren. Gleichzeitig ist ihr Magen noch klein. Deshalb brauchen sie ein hochwertiges, energiereiches Alleinfuttermittel mit hohem Fleischanteil. Das muss kein spezielles Kittenfutter sein: Ein gutes Futter, das für alle Lebensphasen geeignet ist, deckt diese Bedürfnisse ebenso, entscheidend sind dann vor allem die Menge und die Anzahl der Mahlzeiten. Wichtig ist viel hochwertiges tierisches Eiweiß sowie die für Katzen lebensnotwendige Aminosäure Taurin, mehr dazu beim Taurin für Katzen. Füttern Sie deshalb niemals Hundefutter, es deckt den Taurinbedarf nicht.

Wie oft und wie viel füttern?

Wegen ihres kleinen Magens brauchen Kitten viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt: Bis etwa zum sechsten Monat sind vier bis fünf Mahlzeiten täglich ideal, danach können Sie allmählich auf zwei bis drei reduzieren. Bei der Menge orientieren Sie sich an der Fütterungstabelle auf der Verpackung und an der Gewichtsentwicklung. Kitten dürfen reichlich fressen, behalten Sie aber das Gewicht im Blick und passen Sie die Menge an, wenn Ihr Kätzchen zu schnell oder zu langsam zunimmt. Wie Sie die Menge bei erwachsenen Katzen bestimmen, lesen Sie unter wie viel Katzenfutter pro Tag.

Nassfutter, Wasser und Kuhmilch-Mythos

Ein hochwertiges Nassfutter ist für Kitten eine ideale Basis: Es ist gut verdaulich und bringt viel Feuchtigkeit mit, was gerade kleinen Katzen zugutekommt. Sorgen Sie zusätzlich immer für frisches Wasser, ein Trinkbrunnen kann zum Trinken animieren. Was viele nicht wissen: Kuhmilch gehört nicht in den Napf. Nach der Entwöhnung brauchen Kitten keine Milch mehr, und viele vertragen den Milchzucker nicht und bekommen davon Durchfall. Spezielle Aufzuchtmilch ist nur für mutterlose Kitten gedacht. Mehr zur Flüssigkeitsversorgung beim Wasserbedarf der Katze.

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Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Katze. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel zur Kittenfütterung) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihrer Katze zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihren Vierbeiner jederzeit bestmöglich zu versorgen.

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Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Von der Muttermilch zum festen Futter

In den ersten Wochen liefert die Muttermilch alles, was ein Kitten braucht. Ab etwa der (dritten bis) vierten Lebenswoche können Sie es langsam an feste Nahrung gewöhnen, am besten mit kleinen Portionen Kitten-Nassfutter, anfangs als weichen Brei. Mit rund acht Wochen ist ein Kitten in der Regel entwöhnt und ernährt sich vollständig von fester Nahrung. Wenn ein Kitten bei Ihnen einzieht, erleichtern Sie ihm den Start, indem Sie zunächst sein gewohntes Futter weitergeben und erst nach der Eingewöhnung behutsam umstellen.

Wie Sie die Mutterkatze schon in Trächtigkeit und Säugezeit richtig versorgen, beschreibe ich unter Trächtige und säugende Katze.

Wann wird das Kitten erwachsen?

Die meisten Katzen sind mit etwa zwölf Monaten ausgewachsen, dann können Sie langsam auf ein Futter für erwachsene Katzen umstellen, indem Sie das neue Futter über mehrere Tage unter das gewohnte mischen. Große Rassen wie die Maine Coon wachsen länger und sollten teils bis zu einem Alter von etwa zwei Jahren ein Wachstumsfutter bekommen. Grundlagen zur Fütterung finden Sie in den Grundlagen der Katzenernährung.

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle und mein Futter

Ich selbst füttere meinen Katzen Anifit, und zwar in jeder Lebensphase. Anifit ist ein fleischreiches Alleinfuttermittel, das für ausgewachsene Katzen ebenso geeignet ist wie für Kitten. Ein separates Kittenfutter brauchen Sie damit nicht: Beim Kitten passe ich vor allem die Menge an, weil der Energiebedarf im Wachstum deutlich höher ist. Welche Menge zu Alter und Gewicht Ihres Kittens passt, lässt sich bequem mit dem Anifit-Futterrechner bestimmen. Wie ich die Kittenfütterung im Detail handhabe, beschreibe ich beim Anifit-Kittenfutter, und warum der hohe Fleischanteil so zentral ist, lesen Sie beim Fleisch im Katzenfutter.

Zusätzliche Nahrungsergänzungen sind bei einem guten Alleinfutter normalerweise nicht nötig. In der Umstellungs- und Wachstumsphase, in der die Verdauung empfindlich reagieren kann, empfehle ich allerdings gern Anifit Power-Darm zur Unterstützung einer stabilen Darmflora. Behalten Sie das Gewicht im Blick, und wenn Sie bei der Menge unsicher sind, schauen wir uns das gern gemeinsam an.

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FAQ: Häufige Fragen zur Kittenfütterung

Wie oft sollte ich mein Kitten füttern?

Wegen ihres kleinen Magens brauchen Kitten viele kleine Mahlzeiten. Bis etwa zum sechsten Monat sind vier bis fünf Mahlzeiten am Tag ideal, danach können Sie allmählich auf zwei bis drei reduzieren. So ist das Kätzchen gleichmäßig mit Energie versorgt.

Welches Futter ist für Kitten das richtige?

Ein hochwertiges Kitten- oder Wachstumsfutter, das als Alleinfuttermittel deklariert ist. Es liefert besonders viel tierisches Eiweiß, das lebenswichtige Taurin und mehr Mineralstoffe für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Ein hochwertiges Nassfutter ist dabei eine ideale Basis.

Warum ist Taurin für Kitten so wichtig?

Taurin ist eine für Katzen lebensnotwendige Aminosäure, die sie über die Nahrung aufnehmen müssen. Ein Mangel kann ernste Folgen haben. Gutes Kittenfutter enthält ausreichend Taurin, weshalb Sie niemals Hundefutter füttern sollten, das den Taurinbedarf der Katze nicht deckt.

Wie viel sollte ein Kitten fressen?

Orientieren Sie sich an der Fütterungstabelle auf der Verpackung und an der Gewichtsentwicklung. Kitten dürfen reichlich fressen, da sie viel Energie brauchen. Behalten Sie das Gewicht im Blick und passen Sie die Menge an, wenn Ihr Kätzchen zu schnell oder zu langsam zunimmt.

Darf mein Kitten Kuhmilch trinken?

Nein. Nach der Entwöhnung braucht ein Kitten keine Milch mehr, und viele vertragen den Milchzucker in Kuhmilch nicht und bekommen Durchfall. Geben Sie stattdessen immer frisches Wasser. Spezielle Aufzuchtmilch ist nur für mutterlose Kitten gedacht.

Ab wann dürfen Kitten festes Futter fressen?

Ab etwa der dritten bis vierten Lebenswoche können Kitten langsam an feste Nahrung gewöhnt werden, am besten mit Kitten-Nassfutter, anfangs als weichen Brei. Mit rund acht Wochen sind sie in der Regel vollständig entwöhnt und fressen feste Nahrung.

Nass- oder Trockenfutter für Kitten?

Ein hochwertiges Nassfutter ist eine ideale Basis, weil es gut verdaulich ist und viel Feuchtigkeit liefert, was Katzen wenig über das Trinken aufnehmen. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Futter als Alleinfuttermittel für das Wachstum geeignet und hochwertig ist.

Bis wann sollte ich Kittenfutter geben?

Bis das Kätzchen ausgewachsen ist, in der Regel etwa bis zum Alter von zwölf Monaten. Danach stellen Sie langsam auf ein Futter für erwachsene Katzen um. Große Rassen wie die Maine Coon wachsen länger und brauchen teils bis zu etwa zwei Jahren ein Wachstumsfutter.

Mein Kitten ist gerade eingezogen, soll ich das Futter sofort wechseln?

Nein, behalten Sie zunächst das gewohnte Futter bei. Der Umzug ist für das Kätzchen ohnehin aufregend. Erst wenn es sich eingelebt hat, sollten Sie behutsam über mehrere Tage auf ein neues Futter umstellen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Braucht mein Kitten zusätzliche Nahrungsergänzungen?

In der Regel nicht. Ein hochwertiges Kitten- oder Wachstumsfutter, das als Alleinfuttermittel deklariert ist, enthält alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge. Eigenmächtige Ergänzungen sind nicht nötig und können das Gleichgewicht stören. Im Zweifel fragen Sie in der Tierarztpraxis nach.

Fazit: hochwertig füttern und das Gewicht im Blick behalten

Kitten richtig zu füttern bedeutet: ein hochwertiges, fleischreiches Kitten- oder Wachstumsfutter mit viel tierischem Eiweiß und Taurin, am besten als Nassfutter, und das in vielen kleinen Mahlzeiten über den Tag. Verzichten Sie auf Hundefutter und auf Kuhmilch, und behalten Sie die Gewichtsentwicklung im Blick. Mit etwa zwölf Monaten ist Ihr Kätzchen ausgewachsen und kann langsam auf Erwachsenenfutter umgestellt werden. Ich selbst füttere meinen Katzen Anifit. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihr Kitten am besten versorgen, schauen wir uns das gern gemeinsam an.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Iben, Liesegang, Wichert, Wolf: Ernährung der Katze: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Thieme, 1. Auflage 2021, zu Wachstum und Kittenfütterung.
  • Tierärztliche Fachinformationen zur Kittenernährung, zum Taurinbedarf und zur Futterumstellung.
  • FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, zum Wachstum.
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.