Im Beitrag zum Lamm habe ich erklärt, dass Lamm seinen Ruf als allergiearmes Fleisch längst verloren hat. Pferd ist heute genau das, was Lamm einmal war: ein echtes Novel Protein, also eine Eiweißquelle, mit der die meisten Hunde noch nie in Kontakt waren. Genau das macht Pferdefleisch für Allergiker so wertvoll. Dazu ist es sehr mager, leicht verdaulich und schmeckt durch seinen Glykogengehalt leicht süßlich, was viele Hunde lieben. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, was Pferdefleisch ernährungsphysiologisch leistet, warum es bei Allergien so gefragt ist, für welche Hunde es passt und wie es als Leckerli und Kauartikel punktet.

Pferdefleisch für Hunde: Das Wichtigste in Kürze
Pferdefleisch ist für Hunde sehr gut geeignet, mager, eiweißreich und leicht verdaulich. Sein größter Vorteil: Als selten gefüttertes Novel Protein ist es eine der verträglichsten Eiweißquellen und damit ideal für Allergiker und sensible Hunde. Durch den Glykogengehalt schmeckt Pferd leicht süßlich, was die Akzeptanz erhöht. Roh wie gegart ist es unbedenklich, eine besondere Gefahr wie beim Schwein gibt es nicht. Auch als Leckerli und Kauartikel ist Pferd beliebt.
- Echtes Novel Protein: selten gefüttert, daher geringes Allergierisiko, ideal für Ausschlussdiäten
- Sehr mager: wenig Fett, viel Eisen, leicht verdaulich und gut für sensible Hunde
- Beliebt im Geschmack: durch Glykogen leicht süßlich, auch für wählerische Esser interessant
- Unkompliziert: roh oder gegart möglich, keine besondere Infektionsgefahr wie beim Schwein
- Auch als Snack: Pferde-Leckerlis und Kauartikel sind mager und gut verträglich
- Mein Rat: bei Allergieverdacht eine sehr gute neue Eiweißquelle, immer als Teil einer ausgewogenen Ration
Ist Pferdefleisch gesund für Hunde?
Ja, Pferdefleisch ist eine sehr gesunde Eiweißquelle für Hunde. Es liefert hochwertiges, gut verfügbares Protein, ist dabei besonders fettarm und reich an Eisen. Diese Kombination macht es leicht verdaulich und gut bekömmlich, auch für Hunde, die schlank bleiben sollen. Eine Besonderheit ist der vergleichsweise hohe Glykogengehalt, der dem Fleisch einen leicht süßlichen Geschmack gibt, den viele Hunde mögen. Die folgende Übersicht zeigt, was in Pferdefleisch ungefähr steckt.
| Nährwert (100 g Pferdefleisch) | Gehalt (Richtwert) |
|---|---|
| Eiweiß | etwa 21 bis 22 g |
| Fett | etwa 3 bis 5 g, sehr mager |
| Eisen | besonders reichlich |
| Glykogen | vergleichsweise hoch, leicht süßlich |
Pferd als Novel Protein: ideal bei Allergien
Der wichtigste Grund, warum Pferd in der Hundeernährung so geschätzt wird, ist sein Status als Novel Protein. Damit ist eine Eiweißquelle gemeint, mit der ein Hund noch nie in Kontakt war. Weil Pferd nur selten gefüttert wird, hat das Immunsystem der allermeisten Hunde es nie als Allergen kennengelernt, und das Risiko einer Reaktion ist entsprechend gering. Genau deshalb eignet sich Pferd hervorragend für eine Ausschlussdiät beim Hund, bei der zeitweise auf eine neue, unbekannte Eiweißquelle umgestellt wird, oft in Form eines Monoprotein-Hundefutters.
Reagiert Ihr Hund mit Juckreiz oder Hautproblemen auf gängige Sorten, kann Pferd also eine echte Lösung sein, mehr zur Einordnung im Ratgeber zu Allergie und Juckreiz. Wie gut ein reines Pferde- und Ziegenmenü abschneiden kann, zeigt mein Testbericht zum RyDog Vitalmenü Ziege & Pferd. Wichtig bleibt: Komplett allergiefrei ist kein Eiweiß, aber als selten gefüttertes Protein gehört Pferd zu den verträglichsten Optionen.
| Pferd ist besonders geeignet für | Warum |
|---|---|
| Hunde mit Allergie gegen gängige Proteine | neue, selten gefütterte Eiweißquelle für die Ausschlussdiät |
| Sensible Hunde mit empfindlichem Magen | mager und leicht verdaulich |
| Übergewichtige Hunde | sehr fettarm bei hohem Eiweißgehalt |
| Wählerische Esser | leicht süßlicher Geschmack, gute Akzeptanz |
Pferd als Leckerli und Kauartikel
Neben dem Nassfutter ist Pferd auch als Snack sehr beliebt, und das aus gutem Grund: Pferde-Leckerlis und Kauartikel sind mager, gut verträglich und werden wegen des leicht süßlichen Geschmacks gern angenommen. Gerade für Allergiker sind reine Pferde-Snacks praktisch, weil sie zur seltenen Eiweißquelle passen und die Ausschlussdiät nicht durcheinanderbringen. Eine magere Variante als Leckerli oder Topper ist zum Beispiel das Anifit Trockenfleisch Pferd. Achten Sie wie immer auf reine Produkte ohne Zucker, Getreide und künstliche Zusätze und rechnen Sie Snacks in die Tagesration ein.
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Ob Pferd die richtige Eiweißquelle für Ihren Hund ist, gerade bei Allergieverdacht oder sensiblem Magen, und wie Sie eine Ausschlussdiät sauber aufbauen, schauen wir uns gern gemeinsam an. Ich helfe Ihnen, das Futter passend zu Verträglichkeit, Gewicht und Gesundheit Ihres Hundes aufzustellen.
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Pferdefleisch roh oder gekocht für Hunde?
Beides ist möglich, denn anders als beim Schwein gibt es bei Pferd keine besondere Infektionsgefahr. Roh bleibt Pferdefleisch nährstoffreich, erfordert aber wie jedes rohe Fleisch saubere Hygiene und in der Abwägung unter BARF für Hunde. Gegart ist Pferd keimärmer und für empfindliche Hunde oft bekömmlicher. Füttern Sie es ungewürzt, ohne Salz, Zwiebel und Knoblauch, und lassen Sie gekochte Knochen weg, da diese splittern können.
Wie viel Pferdefleisch darf mein Hund fressen?
Wie viel Pferd passt, hängt davon ab, ob es Beilage oder Teil der Hauptration ist. Als gelegentliche Beilage zu einem Alleinfutter reichen kleine Mengen, die Sie in die Tagesration einrechnen. Wird selbst zusammengestellt oder gebarft, macht Fleisch einen großen Teil der Ration aus, muss dann aber gezielt mit Innereien, Knochen oder Calciumquelle und weiteren Komponenten ergänzt werden, damit nichts fehlt. Weil Pferd so mager ist, eignet es sich auch gut für schlankheitsbewusste Rationen. Wie viel davon im Napf landet, richtet sich nach der passenden Futtermenge pro Tag.
Was ich als Ernährungsberaterin empfehle
Aus meiner Beratungspraxis empfehle ich Pferd vor allem dann, wenn ein Hund auf gängige Sorten empfindlich reagiert oder ein mageres, gut verträgliches Futter braucht. Als selten gefüttertes Protein ist es bei Allergieverdacht meine bevorzugte Wahl für den Einstieg in eine Ausschlussdiät. Wichtig ist mir die Qualität: Die Basis ist bei mir immer ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Frischfleischanteil in Lebensmittelqualität, ohne Zucker, Getreide sowie Lock-, Farb- und Konservierungsstoffe. Eine reine Pferde-Variante im Sortiment sind zum Beispiel die Anifit Pferdebrocken.
Wichtig: Pferdefleisch ist eine sehr gute, magere Eiweißquelle, aber kein Heilmittel und kein Alleinfutter. Ob Pferd ins eigene Wertebild passt, entscheidet jede Halterin und jeder Halter selbst. Bei anhaltendem Juckreiz, Hautproblemen oder Verdauungsbeschwerden sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden, am besten begleitet von einer fachgerechten Ausschlussdiät.

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Direkt bestellen Weitere Details ansehenHäufige Fragen zu Pferdefleisch für Hunde
Ist Pferdefleisch wirklich hypoallergen?
Pferd gilt als Novel Protein, also als eine Eiweißquelle, mit der die meisten Hunde noch nie in Kontakt waren, deshalb ist das Allergierisiko gering. Komplett allergiefrei ist kein Eiweiß, denn theoretisch kann ein Hund auf fast alles reagieren. Solange Ihr Hund vorher kein Pferd bekommen hat, ist es aber eine der verträglichsten Optionen.
Schmeckt Pferdefleisch süßlich?
Ja, Pferdefleisch hat durch seinen vergleichsweise hohen Glykogengehalt einen leicht süßlichen Geschmack. Viele Hunde mögen es deshalb besonders gern, was Pferd auch für wählerische Esser interessant macht. Für die Fütterung spielt der Geschmack keine nachteilige Rolle, im Gegenteil, er erhöht oft die Akzeptanz.
Wie oft darf mein Hund Pferde-Leckerlis bekommen?
Hochwertige Pferde-Leckerlis und Kauartikel sind eine gute, magere Wahl, sollten aber wie alle Leckerlis in Maßen gegeben und in die Tagesration eingerechnet werden. Als Faustregel sollten Leckerlis nur einen kleinen Teil der täglichen Energie ausmachen. Achten Sie auf reine Produkte ohne Zucker und künstliche Zusätze.
Ist Pferd magerer als Rind?
Ja, Pferdefleisch ist in der Regel magerer als Rind und liefert trotzdem reichlich hochwertiges Eiweiß und viel Eisen. Das macht es leicht verdaulich und auch für Hunde interessant, die schlank bleiben sollen. Wegen des geringen Fettgehalts ist Pferd eine gute Wahl für sensible und für übergewichtige Hunde.
Dürfen Welpen Pferdefleisch essen?
Ja, Pferd ist als mageres, leicht verdauliches und selten allergenes Eiweiß auch für Welpen gut geeignet. Wichtiger als die Sorte ist beim Welpen ein insgesamt bedarfsdeckendes, altersgerechtes Futter mit richtigem Calcium-Phosphor-Verhältnis. Führen Sie neue Komponenten langsam ein.
Ist Pferdefleisch für Hunde mit empfindlichem Magen geeignet?
Sehr gut sogar, denn Pferd ist mager, leicht verdaulich und wird von den meisten Hunden problemlos vertragen. Gerade bei sensiblen Hunden, die auf andere Sorten empfindlich reagieren, ist Pferd oft einen Versuch wert. Bei anhaltend empfindlichem Magen lohnt zusätzlich ein Blick auf die gesamte Ration und eine tierärztliche Abklärung.
Muss ich Pferdefleisch für meinen Hund kochen?
Nein, Pferd kann roh oder gegart gefüttert werden, anders als beim Schwein gibt es hier keine besondere Infektionsgefahr. Roh bleibt es nährstoffreicher, erfordert aber Hygiene, gegart ist es keimärmer. Füttern Sie es ungewürzt und lassen Sie gekochte Knochen weg, da diese splittern können.
Ist es vertretbar, dem Hund Pferd zu füttern?
Das ist für viele eine Gefühlsfrage, und das ist verständlich. Sachlich ist Pferdefleisch ein normales, lebensmitteltaugliches Fleisch, das oft eine sinnvolle Lösung für Allergiker ist. Ob es ins eigene Wertebild passt, entscheidet jede Halterin und jeder Halter selbst, eine ernährungsphysiologische Notwendigkeit ist es nicht.
Ist Pferdeleberwurst für Hunde geeignet?
Reine Pferdeleberwurst ohne Salz, Zwiebel und Gewürze kann als Leckerli oder zum Befüllen von Spielzeug genutzt werden, achten Sie aber auf die Zutaten. Viele Wurstprodukte enthalten zu viel Salz und Zusätze und sind dann ungeeignet. Als reine Eiweißquelle ist mageres Pferdefleisch die bessere Wahl.
Kann ich bei Hühnchen-Allergie auf Pferd umsteigen?
Ja, das ist sogar ein klassischer Einsatz: Weil Pferd ein selten gefüttertes Protein ist, eignet es sich gut als neue Eiweißquelle, wenn ein Hund auf Huhn oder andere gängige Sorten reagiert. Sicher klären lässt sich die Verträglichkeit über eine Ausschlussdiät, am besten begleitet von der Tierarztpraxis.
Welche anderen Fleischsorten eignen sich für Hunde?
Pferd ist eine von vielen Eiweißquellen für Hunde. Bei den gängigen Sorten eignen sich Rind, Hähnchen und Pute, wobei Rind und Huhn zu den häufigeren Allergenen gehören. Magere oder seltenere Alternativen sind mageres Wild wie Hirsch, außerdem Lamm, Ziege, Kaninchen oder Känguru, dazu fettreichere Geflügelsorten wie Ente und Gans. Schwein ist nur gegart geeignet. Welche Sorte am besten passt, hängt von Verträglichkeit und möglichen Allergien Ihres Hundes ab.
Eignet sich Pferdefleisch für eine Ausschlussdiät?
Ja, Pferd ist eine eher seltene Eiweißquelle, mit der viele Hunde noch keinen Kontakt hatten, und damit für Ausschlussdiäten interessant. Es ist zudem mager und gut verträglich. Wichtig ist eine eindeutige, sortenreine Deklaration.
Zusammenfassung
Pferdefleisch ist heute das, was Lamm einmal war: ein echtes Novel Protein und damit eine der verträglichsten Eiweißquellen für Hunde. Weil es nur selten gefüttert wird, ist das Allergierisiko gering, was Pferd zur idealen Wahl für Ausschlussdiäten und sensible Hunde macht. Dazu ist es sehr mager, eisenreich, leicht verdaulich und durch den Glykogengehalt angenehm süßlich im Geschmack. Roh wie gegart ist es unkompliziert, und auch als Leckerli oder Kauartikel ist Pferd eine gute, magere Wahl.
Mein Fazit aus der Beratung: Bei Allergieverdacht ist Pferd meine bevorzugte neue Eiweißquelle, und auch sonst eine wunderbar magere, gut verträgliche Option, immer als Teil einer ausgewogenen Ration. Wie sich die einzelnen Fleischsorten unterscheiden, lohnt einen genaueren Blick.
Quellen und weiterführende Informationen
- Mueller R.S., Olivry T., Prélaud P. (2016): „Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats“, BMC Veterinary Research, zur Einordnung der häufigsten Allergene und der Rolle seltener Eiweißquellen
- MSD Veterinary Manual, tierärztliche Fachinformationen zu Futtermittelallergien und zum Einsatz neuer Eiweißquellen (Novel Protein) in der Ausschlussdiät
- Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, Standardwerk zur Hundeernährung mit Daten zu Eiweißquellen
- FEDIAF (2024): „Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs“, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien für Hunde- und Katzenfutter







