Pute für Katzen: mageres, bekömmliches Geflügel

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Pute, oft auch Truthahn genannt, ist eines der magersten und bekömmlichsten Geflügel für Katzen. Das helle Fleisch liefert hochwertiges Eiweiß, ist mild im Geschmack und leicht verdaulich, was es zu einer guten Wahl für empfindliche oder übergewichtige Katzen macht. Viele Halter fragen sich, ob Pute roh in den Napf darf, wie man sie zubereitet und ob sie als Eiweißquelle genügt. In diesem Beitrag zeige ich, warum Pute so gut zur Katze passt, worauf Sie bei roh und gekocht achten sollten, welche Teile sich eignen und wo die Grenzen liegen.

Pute für Katzen: mageres, bekömmliches Geflügel
Pute für Katzen: mageres, bekömmliches Geflügel

Pute für Katzen: Das Wichtigste in Kürze

Pute ist für Katzen ein mageres, helles Geflügel mit hochwertigem Eiweiß, das mild und leicht verdaulich ist und sich daher gut für empfindliche oder übergewichtige Katzen eignet. Roh dürfen Katzen Pute fressen, da sie keine Aujeszky-Gefahr birgt, sie sollte aber frisch, hygienisch und am besten durchgefroren sein. Gekocht gehört sie pur und ungewürzt, ohne Salz, Zwiebeln oder Knoblauch und ohne gekochte Knochen. Putenherzen liefern wertvolles Taurin. Als alleinige Dauerernährung reicht pure Pute nicht, dafür müssen Calcium und Taurin ausgeglichen sein.

  • Mager und mild: fettarm, leicht verdaulich, gut verträglich
  • Für empfindliche Katzen: bekömmlich, auch bei Gewichtskontrolle beliebt
  • Roh erlaubt: keine Aujeszky-Gefahr, aber frisch und durchgefroren
  • Gekocht: pur, ohne Salz, Zwiebel und Knoblauch, ohne gekochte Knochen
  • Putenherzen: natürliche Taurinquelle

Dürfen Katzen Pute essen?

Ein klares Ja. Als reine Fleischfresser vertragen Katzen Geflügel sehr gut, und Pute gehört zu den magersten und bekömmlichsten Sorten überhaupt. Das helle Fleisch ist mild, eiweißreich und leicht verdaulich, was es zu einer guten Alltagswahl macht, auch für Katzen mit etwas empfindlichem Magen. Damit ist Pute ein hochwertiger Baustein, wenn es um gutes Fleisch im Katzenfutter geht. Anders als die fettere Ente eignet sie sich auch sehr gut, wenn das Gewicht der Katze im Blick behalten werden soll. Worauf es bei roh und gekocht ankommt, schauen wir uns als Nächstes an.

Rohe Pute für Katzen: Hygiene und Salmonellen

Katzen dürfen Pute auch roh fressen, denn anders als beim Schwein gibt es bei Geflügel keine Aujeszky-Gefahr. Wie bei jedem rohen Geflügel gelten aber die üblichen Hygieneregeln, denn Pute kann Keime wie Salmonellen oder Campylobacter tragen: möglichst frische Ware, sauberes Arbeiten, getrennte Schneidbretter und am besten ein vorheriges Durchfrieren über einige Tage, um die Keimlast zu senken. Lassen Sie rohe Pute nicht lange ungekühlt im Napf stehen und entfernen Sie Reste zügig. Bei jungen Kätzchen, alten oder kranken Tieren mit geschwächtem Immunsystem ist gegartes Fleisch die sicherere Wahl.

Pute für Katzen kochen

Gekochte Pute ist die schonende, sichere Variante und gerade bei empfindlichen Katzen beliebt. Garen Sie das Fleisch pur in Wasser, ohne Salz, ohne Gewürze und vor allem ohne Zwiebeln oder Knoblauch, die für Katzen giftig sind. Da Pute ohnehin mager ist, müssen Sie kaum Fett abschöpfen. Lassen Sie das Fleisch abkühlen und entfernen Sie unbedingt alle Knochen, denn gekochte Knochen werden brüchig und können splittern. So zubereitet ist Pute ein leichter, bekömmlicher Topper. Wer gern frisch zubereitet, findet weitere Hinweise dazu, wie sich ausgewogen Katzenfutter selber kochen lässt.

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Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
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Putenherzen und welche Teile sich eignen

Auch bei der Pute lohnt der Blick auf die einzelnen Teile. Putenherzen zählen zum Muskelfleisch und liefern, wie andere Geflügelherzen, wertvolles Taurin, das für Katzen lebenswichtig ist, sie sind also eine besonders sinnvolle Ergänzung. Mageres Brustfleisch ist gut verträglich und sehr fettarm, Putenmägen sind ein beliebter, eiweißreicher Snack. Die Haut ist fettreicher und sollte nur sparsam gegeben werden. Die folgende Übersicht zeigt, welche Teile sich wie eignen.

Teil der PuteEignung für Katzen
Putenbrust (mager)sehr gut geeignet, als Topper oder gegart
Putenherzensehr gut, natürliche Taurinquelle
Putenmagengut geeignet, eiweißreicher Snack
Putenhautnur sparsam, fettreicher
Gekochte Knochentabu, können splittern

Wie fettreich sind die einzelnen Teile der Pute?

Pute ist mager, je nach Teilstück aber unterschiedlich. Die folgenden Richtwerte (roh, pro 100 g) helfen bei der Auswahl:

TeilstückFett (ca. pro 100 g)Einordnung
Putenbrust (Filet)ca. 1 gsehr mager
Putenkeuleca. 9 gmittel
Pute mit Hautca. 15 gfett
Putenherzenca. 5 gmager bis mittel, liefert Taurin
Putenmägenca. 2 gmager

Die Werte sind Durchschnittswerte und schwanken je nach Tier, Haltung und Zuschnitt.

Pute für empfindliche oder übergewichtige Katzen

Weil Pute mager und mild ist, wird sie gern für Katzen gewählt, die einen empfindlichen Magen haben oder etwas Gewicht verlieren sollen. Das fettarme Fleisch ist leicht verdaulich und kalorienärmer als fettere Sorten. Wichtig ist trotzdem: Ob eine Katze abnimmt, hängt von der gesamten Futtermenge und der Ration ab, nicht von der Fleischsorte allein, und pure Pute ist kein vollständiges Diätfutter. Bei anhaltenden Verdauungsproblemen oder deutlichem Übergewicht oder Untergewicht sollte die Ursache in der Tierarztpraxis abgeklärt werden. Als bekömmliche, magere Eiweißquelle ist Pute aber ein guter Baustein.

Reicht Pute allein als Katzenfutter?

Nein. So bekömmlich Pute ist, als alleinige Dauerernährung reicht pures Muskelfleisch nicht aus. Es fehlt vor allem Calcium, und auch auf eine ausreichende Versorgung mit Taurin muss geachtet werden, das für Herz und Augen der Katze unverzichtbar ist. Über Putenherzen lässt sich zwar Taurin zuführen, eine reine Putenration muss aber trotzdem gezielt ausbalanciert werden. Wie eine artgerechte, vollständige Katzenmahlzeit aufgebaut ist, steckt in den Grundlagen der Katzenernährung. Als Beigabe oder ausgewogen zusammengestellte Mahlzeit ist Pute dagegen unkompliziert.

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle

Pute ist für mich eine der unkompliziertesten Eiweißquellen für Katzen: mager, mild und gut verträglich, ideal für sensible Tiere und zur Gewichtskontrolle. Mein Rat: Nutzen Sie sie als puren Topper oder als Teil einer ausgewogenen Mahlzeit. Wer Pute unkompliziert und vollständig füttern möchte, hat bei Anifit gleich zwei Sorten zur Auswahl, das fruchtig-milde Truthahn Tango und das herzhafte Puterichs Delight, beide als vollständiges Nassfutter bereits ausgewogen zusammengesetzt. Für die tägliche Versorgung setze ich generell auf ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil in Lebensmittelqualität, bei dem Taurin, Calcium und alle übrigen Nährstoffe bereits stimmen.

Vorteile der Anifit-Tiernahrung
Vorteile der Anifit-Tiernahrung

Häufige Fragen zu Pute für Katzen

Ist Pute für Katzen geeignet?

Ja, Pute ist für Katzen sehr gut geeignet. Sie ist ein mageres, helles Geflügel mit hochwertigem Eiweiß, das leicht verdaulich und mild im Geschmack ist. Gerade weil sie fettärmer ist als Ente oder Huhn, gilt sie als bekömmliche Sorte, die sich auch für empfindliche oder übergewichtige Katzen anbietet.

Dürfen Katzen rohe Pute essen?

Grundsätzlich ja, denn Pute birgt keine Aujeszky-Gefahr. Wie bei jedem rohen Geflügel sollte sie aber frisch sein, sauber verarbeitet und am besten vorher durchgefroren werden, da Geflügel Keime wie Salmonellen tragen kann. Bei Kitten sowie alten oder kranken Katzen ist gegarte Pute die sicherere Wahl.

Wie bereite ich Pute für meine Katze zu?

Am besten pur in Wasser garen, ohne Salz, ohne Gewürze und ohne Zwiebeln oder Knoblauch, die für Katzen giftig sind. Lassen Sie das Fleisch abkühlen und entfernen Sie alle gekochten Knochen, weil diese splittern können. So ist gegarte Pute ein bekömmlicher, magerer Topper.

Sind Putenherzen gut für Katzen?

Ja, Putenherzen zählen zum Muskelfleisch und liefern wie andere Geflügelherzen wertvolles Taurin, das für Katzen lebenswichtig ist. Sie sind eine sinnvolle, natürliche Ergänzung und bei vielen Katzen beliebt. In Maßen sind sie gut verträglich.

Ist Pute gut für übergewichtige Katzen?

Pute ist mager und kalorienärmer als fettere Sorten, deshalb passt sie gut, wenn das Gewicht im Blick behalten werden soll. Entscheidend bleibt aber die Gesamtration und die Futtermenge, nicht die Fleischsorte allein. Eine reine Pute ist außerdem kein vollständiges Diätfutter.

Ist Pute bei empfindlichem Magen sinnvoll?

Viele Halter machen mit magerer Pute bei empfindlichen Katzen gute Erfahrungen, weil sie leicht verdaulich und mild ist. Ob eine Katze ein bestimmtes Futter besser verträgt, ist aber individuell. Bei anhaltenden Magen-Darm-Problemen gehört die Ursache in die Tierarztpraxis abgeklärt.

Ist Pute allein ein vollwertiges Katzenfutter?

Nein. Pures Putenfleisch liefert hochwertiges Eiweiß, aber nicht alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis, vor allem fehlt Calcium, und auf ausreichend Taurin muss geachtet werden. Als alleinige Dauerernährung muss eine Ration sorgfältig ausbalanciert werden. Als Beigabe ist Pute unkompliziert.

Wie viel Pute darf eine Katze fressen?

Als Beigabe oder Leckerli sollten solche Extras rund zehn Prozent der Tagesration nicht überschreiten. Soll Pute Teil der Hauptmahlzeit sein, kommt es darauf an, dass die gesamte Ration bedarfsgerecht zusammengesetzt ist. Führen Sie neues Fleisch immer langsam ein.

Welches Anifit-Katzenfutter mit Pute gibt es?

Anifit bietet gleich zwei Pute-Sorten für Katzen: Truthahn Tango und Puterichs Delight. Beide sind vollständige Nassfutter, bei denen Taurin, Calcium und alle übrigen Nährstoffe bereits ausgewogen enthalten sind, sodass Sie sich um die Balance nicht selbst kümmern müssen.

Dürfen Katzen Putenknochen fressen?

Gekochte Putenknochen sind tabu, weil sie splittern und zu Verletzungen führen können. Rohe, weiche Geflügelknochen können in einer ausgewogenen Rohfütterung als Calciumquelle dienen, gehören aber nur in fachkundige Hände und passende Mengen. Im Zweifel lassen Sie sie besser weg.

Pute oder Huhn: was ist besser für Katzen?

Beide sind mageres, gut verträgliches Geflügel und eignen sich hervorragend. Pute ist tendenziell noch etwas magerer und milder, Huhn ist der klassische Allrounder. Für die meisten Katzen ist eine Abwechslung aus beiden ideal.

Welche anderen Fleisch- und Fischsorten eignen sich für Katzen?

Neben Pute kommen für Katzen noch einige weitere Sorten infrage. Gut verträglich sind außerdem Huhn, Ente, Kaninchen, Rind, Pferd, Schwein und Lamm. Für Abwechslung mit Fisch eignen sich Fisch allgemein , Lachs und Thunfisch in Maßen. Führen Sie neue Sorten immer langsam ein und achten Sie auf die Verträglichkeit Ihrer Katze.

Zusammenfassung

Pute ist für Katzen ein mageres, mildes und leicht verdauliches Geflügel mit hochwertigem Eiweiß, das sich besonders für empfindliche oder übergewichtige Katzen anbietet. Roh dürfen Katzen Pute fressen, da sie keine Aujeszky-Gefahr birgt, sie sollte aber frisch, hygienisch und am besten durchgefroren sein. Gekocht gehört sie pur und ungewürzt, ohne Salz, Zwiebeln, Knoblauch und ohne gekochte Knochen. Putenherzen liefern wertvolles Taurin. Als alleinige Dauerernährung reicht pure Pute nicht, weil Calcium und Taurin ausgeglichen werden müssen. Unkompliziert und vollständig füttert man sie mit Anifit-Sorten wie Truthahn Tango oder Puterichs Delight.

Mein Fazit aus der Beratung: Pute ist die bekömmliche, magere Allzweckwaffe unter dem Geflügel, gut für sensible Katzen und zur Gewichtskontrolle, solange die Ration insgesamt stimmt. Welche weiteren Fleischsorten sich für Katzen eignen und worauf es bei der Auswahl ankommt, ist eine eigene Betrachtung wert.

Quellen und weiterführende Informationen

  • National Research Council (NRC): „Nutrient Requirements of Dogs and Cats“, zum Eiweiß-, Taurin- und Calciumbedarf der Katze
  • FEDIAF (2024): „Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs“, zur ausgewogenen Zusammensetzung von Katzenrationen
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Hinweise zum hygienischen Umgang mit rohem Geflügelfleisch und zu Salmonellen
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.