Wenn es um Omega-3 geht, spielt die Makrele ganz vorne mit, kaum ein Speisefisch liefert mehr davon. Gleichzeitig ist die heimische Atlantische Makrele erfreulich quecksilberarm. Für Katzen ist sie damit ein wertvoller Fisch-Leckerbissen, sofern sie richtig ausgewählt und zubereitet wird. In diesem Beitrag erkläre ich, warum die Makrele so omega-3-reich ist, warum man Atlantische Makrele und Königsmakrele unterscheiden sollte, warum geräucherte Makrele nichts im Katzennapf zu suchen hat und wie viel Makrele Ihrer Katze guttut.

Makrele für Katzen: Das Wichtigste in Kürze
Die Makrele ist ein fettreicher Seefisch und einer der größten Omega-3-Lieferanten überhaupt. Die heimische Atlantische Makrele reichert dabei nur wenig Quecksilber an. Für Katzen ist sie ein wertvoller Leckerbissen, aber kein Hauptfutter, und geräucherte Makrele ist wegen des hohen Salzgehalts tabu.
- Geeignet: ja, als gelegentlicher Leckerbissen, nicht als Hauptfutter
- Omega-3: besonders hoch, unterstützt Haut, Fell und Gelenkfunktion
- Quecksilber: bei der Atlantischen Makrele gering, Königsmakrele dagegen stark belastet
- Geräuchert: tabu, viel zu salzig für Katzen
- Roh: nur sehr frisch und gegart, wegen Parasiten und Histamin
- Fettgehalt: hoch, daher nur kleine Mengen
Dürfen Katzen Makrele essen?
Ja, Katzen dürfen Makrele essen, in kleinen Mengen ist sie sogar besonders wertvoll. Makrele liefert hochwertiges Eiweiß, sehr viel Omega-3 sowie Vitamin D, Vitamin B12 und Selen. Wie Fisch grundsätzlich in die Katzenernährung passt, lesen Sie im Ratgeber zu Fisch für Katzen. Als Hauptfutter taugt frische Makrele nicht, als gelegentlicher Leckerbissen ist sie aber eine ausgezeichnete Wahl, vorausgesetzt, sie ist nicht geräuchert oder gesalzen.
Frische, geräucherte und rohe Makrele: worauf es ankommt
Bei der Makrele kommt es sehr auf die Form an. Geräucherte Makrele, wie man sie aus dem Supermarkt kennt, ist für Katzen tabu, sie enthält viel zu viel Salz. Geeignet ist nur frische oder tiefgekühlte, ungesalzene Makrele, schonend gegart und gut entgrätet. Roh ist Makrele kritisch: Sie enthält Thiaminase, ein Enzym, das Vitamin B1 abbaut, dazu mögliche Parasiten. Außerdem bildet Makrele bei schlechter Kühlung schnell Histamin. Wenn Sie Makrele füttern, dann sehr frisch, gegart und ohne Salz oder Gewürze.
Omega-3-Spitzenreiter mit wenig Quecksilber
Die Makrele ist einer der besten Omega-3-Lieferanten unter den Speisefischen und liefert oft sogar etwas mehr EPA und DHA als Lachs. Diese Omega-3-Fettsäuren unterstützen Haut, Fell und Gelenkfunktion. Wichtig ist die Art: Die heimische Atlantische Makrele gehört wie der Thunfisch zur Familie der Makrelenartigen, bleibt als kleiner Fisch aber deutlich quecksilberärmer. Die tropische Königsmakrele dagegen zählt zu den am stärksten mit Quecksilber belasteten Fischen und ist nicht geeignet.
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Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Katze. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel zur richtigen Menge bei fettem Seefisch wie Makrele) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihrer Katze zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihre Samtpfote jederzeit bestmöglich zu versorgen.
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Wie nährstoffreich ist die Makrele?
Makrele ist ein echtes Nährstoffpaket. Die folgenden Richtwerte beziehen sich auf 100 g Atlantische Makrele:
| Nährstoff | Gehalt (ca. pro 100 g) | Bedeutung für die Katze |
|---|---|---|
| Fett | ca. 13 bis 14 g | fettreicher Seefisch |
| Omega-3 (EPA und DHA) | ca. 2 bis 2,5 g | besonders hoch, unterstützt Haut, Fell und Gelenkfunktion |
| Vitamin D | ca. 600 IE (15 µg) | hoch, daher nur kleine Mengen |
| Eiweiß | ca. 19 bis 20 g | hochwertiges, leicht verdauliches Protein |
| Quecksilber (Atlantische Makrele) | gering | anders als die belastete Königsmakrele |
| Vitamin B12 und Selen | reichlich | Stoffwechsel und Zellschutz |
Die Werte schwanken je nach Art, Fanggebiet und Jahreszeit.
Ist Makrele ein Allergierisiko für Katzen?
Wie jeder Fisch kann auch Makrele eine Unverträglichkeit auslösen, denn Fisch zählt neben Rind und Huhn zu den häufiger dokumentierten Auslösern bei Katzen. Ein sicheres neues Eiweiß für eine Ausschlussdiät ist Makrele deshalb nicht. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie hilft nur eine konsequente, tierärztlich begleitete Ausschlussdiät mit einer Eiweißquelle, die Ihre Katze vorher nicht kannte.
Reicht Makrele allein als Katzenfutter?
Nein. Reine Makrele als einzige Zutat ist nicht ausgewogen, es fehlen unter anderem Calcium in passendem Verhältnis und ausreichend Taurin, dazu ist roher Fisch ohnehin kritisch. Auch der hohe Fett- und Vitamin-D-Gehalt spricht gegen große Mengen frischen Fischs. Eine Katze braucht eine vollständige Ration, wie sie ein gutes Alleinfutter oder eine fachkundig berechnete selbst gekochte Mahlzeit liefert. Ein fertiges, fischbasiertes Alleinfutter dagegen ist ausbalanciert und als Hauptmahlzeit geeignet. Die Grundlagen erkläre ich in den Grundlagen der Katzenernährung.
Warum Makrele nur in kleinen Mengen in den Napf gehört
Makrele ist einer der fettesten Speisefische, und genau beim Fett ist Zurückhaltung wichtig. Wer über Wochen sehr viel fetten Fisch füttert, ohne dass genug Vitamin E in der Ration steckt, riskiert die Gelbfettkrankheit (Steatitis), bei der sich das Körperfett schmerzhaft entzündet. Die vielen ungesättigten Fettsäuren verbrauchen zusätzliches Vitamin E. Als kleine Portion ist Makrele unbedenklich, als fischlastige Dauerkost nicht.
Wie viel Makrele darf eine Katze fressen?
Makrele ist ein Leckerbissen, keine Mahlzeit. Wegen des hohen Fett- und Vitamin-D-Gehalts reichen kleine Mengen, ein bis zwei Mal pro Woche. Die folgende Tabelle gibt grobe Richtwerte:
| Körpergewicht der Katze | Makrele als Leckerbissen | Häufigkeit |
|---|---|---|
| 3 bis 4 kg | ca. 1 kleines Stück (Teelöffelgröße) | etwa 1x pro Woche |
| 4 bis 5 kg | ca. 1 bis 2 kleine Stücke | etwa 1x pro Woche |
| über 5 kg | individuell | maximal 1 bis 2x pro Woche |
So bereiten Sie Makrele für die Katze zu
Damit Makrele für Ihre Katze sicher und bekömmlich ist, gehen Sie am besten so vor:
- Frische oder tiefgekühlte, ungesalzene Atlantische Makrele wählen, keine geräucherte Ware.
- Tiefgekühlte Makrele langsam im Kühlschrank auftauen und zügig verarbeiten, da Makrele schnell Histamin bildet.
- Schonend dünsten, das gart sanft und bewahrt die Inhaltsstoffe am besten, immer ohne Salz und Gewürze.
- Danach gut abkühlen lassen, bevor der Napf zur Katze kommt.
- Die größeren, festen Gräten der Makrele sorgfältig entfernen.
- In mundgerechte Stücke zupfen und nur so viel geben, wie die Katze direkt frisst, Reste zeitnah entfernen.
Was ich als Ernährungsberaterin empfehle
Ich gebe Makrele nur frisch oder tiefgekühlt, gegart, ungesalzen und gut entgrätet, niemals geräuchert. Für die regelmäßige Omega-3-Versorgung ist ein Lachsöl in passender Menge oft praktischer als häufige Fischmahlzeiten. Wer Fisch dauerhaft im Napf möchte, ist mit einem fischbasierten Alleinfutter besser beraten, etwa dem Nautilus Ragout aus dem Anifit-Katzenfutter, das Hering und Lachs als Fischquellen kombiniert. Und wer mageren Fisch selbst zubereiten mag, findet Anregungen im Ratgeber zum Katzenfutter selber kochen.
Häufige Fragen zu Makrele für Katzen
Dürfen Katzen geräucherte Makrele essen?
Nein. Geräucherte Makrele enthält viel zu viel Salz und ist für Katzen ungeeignet. Geben Sie nur frische oder tiefgekühlte, ungesalzene Makrele, schonend gegart.
Ist Makrele aus der Dose für Katzen geeignet?
Nur, wenn sie im eigenen Saft oder in Wasser eingelegt und gut abgetropft ist. Makrele in Öl, Lake oder Sauce ist zu fett und zu salzig.
Müssen die Gräten der Makrele entfernt werden?
Ja. Makrele hat größere und festere Gräten als zum Beispiel die Sardine, diese sollten Sie vor dem Füttern sorgfältig entfernen, um Verletzungen zu vermeiden.
Ist Makrele besser als Thunfisch für Katzen?
Für den regelmäßigen Leckerbissen ja. Die Atlantische Makrele liefert mehr Omega-3 und reichert weniger Quecksilber an als Thunfisch. Die tropische Königsmakrele ist dagegen stark belastet.
Dürfen Kitten Makrele fressen?
Nur in winzigen Mengen, gegart und ohne Salz. Kitten brauchen eine besonders ausgewogene Ernährung, Makrele ist allenfalls ein seltener Leckerbissen.
Können Katzen rohe Makrele fressen?
Besser nicht. Roher Fisch enthält Thiaminase, die Vitamin B1 zerstört, dazu mögliche Parasiten, und Makrele bildet bei schlechter Kühlung schnell Histamin. Gegarte Makrele ist die sichere Wahl.
Wie oft darf eine Katze Makrele bekommen?
Als kleiner Leckerbissen ein bis zwei Mal pro Woche. Wegen des hohen Fett- und Vitamin-D-Gehalts sollte Makrele nicht täglich und nicht in großen Mengen gegeben werden.
Worauf muss ich beim Salzgehalt achten?
Geben Sie ausschließlich ungesalzene Makrele. Geräucherte, marinierte oder eingelegte Ware ist zu salzig und für Katzen nicht geeignet.
Ist Makrele zu fett für Katzen?
Makrele ist fettreich, deshalb eignet sie sich nur als kleine Beigabe. Bei Katzen mit Übergewicht würde ich sie besonders sparsam einsetzen.
Was tun, wenn meine Katze keine Makrele mag?
Zwingen Sie nichts auf. Bieten Sie kleine Mengen lauwarm an oder bleiben Sie bei den Fisch- und Fleischsorten, die Ihre Katze gut annimmt.
Zusammenfassung
Makrele ist für Katzen ein wertvoller Fisch-Leckerbissen mit besonders viel Omega-3 für Haut, Fell und Gelenkfunktion. Wählen Sie die quecksilberarme Atlantische Makrele, nicht die belastete Königsmakrele, und auf keinen Fall geräucherte oder gesalzene Ware. Roh ist Makrele wegen Parasiten und Histamin kritisch, besser ist frische, gegarte und gut entgrätete Makrele. Als Hauptfutter taugt sie nicht, als maßvoller Leckerbissen ein bis zwei Mal pro Woche aber sehr gut.
Quellen und weiterführende Informationen
- Iben C., Liesegang A., Wichert B., Wolf P. (2021): Ernährung der Katze, Thieme Verlag, Standardwerk zur Katzenernährung
- FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien für Hunde- und Katzenfutter
- Mueller R.S., Olivry T., Prélaud P. (2016): Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats, BMC Vet Res 12:9, Fisch als häufiges Allergen
- US FDA und EFSA, Daten zur Quecksilberbelastung von Speisefischen (Atlantische Makrele und Königsmakrele), sowie USDA FoodData Central, Nährwertdaten zu Makrele








