Selbst gebackene Hundekekse sind ein toller Snack, bei dem Sie genau wissen, was drinsteckt, und mit Ausstechformen wird das Ganze zum echten Vergnügen. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, wie Sie einen klassischen Keksteig zum Ausrollen und Ausstechen zubereiten, welche Zutaten sich eignen, wie die Kekse schön knusprig werden und wie lange sie halten.

Hundekekse selber backen: Das Wichtigste in Kürze
Für klassische Hundekekse zum Ausstechen brauchen Sie einen festen Knetteig aus wenigen Zutaten, etwa Hafermehl, Ei und einem Geschmacksgeber wie Leberwurst. Der Teig wird ausgerollt, ausgestochen und knusprig gebacken. So haben Sie volle Kontrolle, ganz ohne Zucker und Zusätze.
- Fester Knetteig: zum Ausrollen und Ausstechen, anders als die streichfähige Backmatten-Masse.
- Wenige Zutaten: Mehl oder Haferflocken, Ei und ein Geschmacksgeber wie Leberwurst.
- Getreidefrei möglich: mit Buchweizenmehl, Kokosmehl oder Kartoffelmehl.
- Knusprig backen: je trockener, desto länger haltbar.
- Nur ein Snack: in Maßen und in die Tagesration eingerechnet.
- Tabu: Zucker, Schokolade, Xylit, Rosinen und Zwiebeln.
Warum Hundekekse selber backen?
Viele gekaufte Leckerlis enthalten Zucker, Lockstoffe oder undurchsichtige Zutaten. Wer selbst backt, bestimmt jede Zutat, verzichtet auf Zucker und Zusätze und kann das Rezept anpassen, etwa getreidefrei bei empfindlichen Hunden. Dazu ist es günstig und macht Freude, gerade mit Ausstechformen. Selbst gemachte Snacks lassen sich übrigens schön abwechseln, neben Keksen zum Beispiel mit Eis, einem befüllten Kong oder einer befüllten Schleckmatte.
Der Teig: ausrollen und ausstechen
Für klassische Kekse zum Ausstechen brauchen Sie einen festen, gut formbaren Knetteig, anders als die eher flüssige, streichfähige Masse für das Backen in der Backmatte. Rollen Sie den Teig etwa einen halben Zentimeter dick aus und stechen Sie mit Ausstechformen, etwa Knochen oder Herzen, Ihre Kekse aus. Wenn Sie keine Förmchen haben, schneiden Sie mit dem Messer einfach kleine Formen. Legen Sie die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backen Sie sie bei etwa 160 bis 180 Grad rund 20 bis 30 Minuten, bis sie fest sind. Je trockener Sie die Kekse backen und nachtrocknen lassen, desto knuspriger werden sie und desto länger sind sie haltbar.
Welche Zutaten eignen sich?
Gute Hundekekse brauchen nur wenige, hochwertige Zutaten:
- Mehlbasis: klassisch Dinkel- oder Weizenmehl, glutenfrei zum Beispiel Haferflocken beziehungsweise Hafermehl (siehe auch Getreide im Hundefutter), getreidefrei zum Beispiel Kichererbsenmehl, Buchweizenmehl, Hirsemehl, Kokosmehl, Hanfmehl, Kartoffelmehl oder gekochte Kartoffel, .
- Bindung: ein Ei oder 75 g Apfelmus bzw. eine halbe reife Banane als Ei-Ersatz halten den Teig zusammen.
- Geschmack und Eiweiß: Leberwurst, Thunfisch, Hüttenkäse, Naturjoghurt oder Quark, püriertes Obst oder etwas Kürbis.
- Flüssigkeit: etwas Wasser oder ein Schuss hitzebeständiges Öl, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
- Tabu: Zucker, Schokolade und Kakao, Xylit (Birkenzucker), Rosinen, Weintrauben und Zwiebeln, siehe giftig für Hunde.
Kostenfreie Ernährungsberatung für Hunde
Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihres Hundes. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel zu selbst gemachten Snacks) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihres Hundes zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihren Vierbeiner jederzeit bestmöglich zu versorgen.
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Rezept Leberwurst-Kekse zum Ausstechen
Mit diesem einfachen Grundrezept gelingen die Kekse sicher: Verkneten Sie etwa 200 g Hafer- oder Dinkelmehl mit einem Ei und drei Esslöffeln Leberwurst zu einem festen Teig, geben Sie bei Bedarf etwas Wasser dazu. Rollen Sie den Teig einen halben Zentimeter dick aus, stechen Sie die Kekse aus und backen Sie sie bei etwa 160 Grad rund 20 bis 30 Minuten, bis sie fest und leicht goldbraun sind. Anschließend gut auskühlen und nachtrocknen lassen. Variieren können Sie nach Belieben, statt Leberwurst zum Beispiel mit Thunfisch, pürierter Banane oder etwas Kürbis.
Rezept für Hundekekse mit Baby-Nahrung
Für die getreidefreien Hundekekse mit Baby-Nahrung werden 200 g Babynahrung nach Wahl, zum Beispiel Karotte, Lachs, Gemüse oder Huhn, 350 g Kartoffelmehl, 1 Ei und 1 Teelöffel Öl benötigt. Alle Zutaten werden in eine Schüssel gegeben und gründlich miteinander vermischt, bis ein fester Teig entsteht. Sollte der Teig zu fest sein, kann etwas Wasser hinzugegeben werden. Anschließend wird der fertige Teig etwa 0,5 cm dick ausgerollt. Danach werden die Hundekekse mit Ausstechformen ausgestochen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Die Kekse werden bei 160 °C etwa 20 bis 30 Minuten im Backofen gebacken.
Rezept für Hackfleisch-Hundekekse
Für die getreidefreien Kartoffel-Hackfleisch-Hundekekse werden 200 g Buchweizenmehl, 100 g Hackfleisch nach Wahl, zum Beispiel Rind, Geflügel, Schwein oder gemischtes Hackfleisch, 2 Eier, 1 Esslöffel Öl und eventuell etwas Wasser benötigt. Alle Zutaten werden in eine Schüssel gegeben und gut miteinander vermischt, bis ein fester Teig entsteht. Sollte der Teig zu fest sein, kann etwas Wasser hinzugegeben werden. Anschließend wird der fertige Teig etwa 0,5 cm dick ausgerollt. Danach werden die Hundekekse mit Ausstechformen ausgestochen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Die Kekse werden bei 160 °C etwa 20 bis 30 Minuten im Backofen gebacken.
Haltbarkeit, Menge und Lagerung
Damit die Kekse lange frisch bleiben, sollten Sie sie nach dem Backen gut durchtrocknen lassen und in einer luftdichten Dose aufbewahren. Knusprig durchgebackene Kekse halten am längsten, weichere Kekse lagern Sie besser im Kühlschrank und verbrauchen sie innerhalb etwa einer Woche, größere Mengen können Sie einfrieren. Denken Sie daran: Kekse sind ein Snack und kein Futterersatz. Als Faustregel sollten Leckerlis höchstens etwa zehn Prozent der Tagesration ausmachen, mehr dazu unter wie viel Hundefutter pro Tag.
Was ich als Ernährungsberaterin empfehle und mein Buch
Selbst gebackene Kekse sind eine schöne, kontrollierbare Belohnung, gerade fürs Training. Die Basis der Ernährung bleibt natürlich ein gutes Hauptfutter, ich selbst füttere Anifit. Grundlagen zu Fütterung finden Sie in den Grundlagen der Hundeernährung.
Wenn Sie lieber kleine, weiche Kekse mögen, lohnt sich die Backmatte, dazu habe ich ein eigenes Backbuch mit vielen Rezepten geschrieben. Bei Fragen zu Snacks und Mengen schauen wir uns das gern gemeinsam an.
Wer lieber einen herzhaften, fleischigen Snack selbst macht, findet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung unter Trockenfleisch für Hunde selber machen.
Selbst gebackene Leckerli kommen ganz ohne Zucker aus, warum das wichtig ist, lesen Sie unter Zucker für Hunde.
FAQ: Häufige Fragen zum Hundekekse-Backen
Wie mache ich Teig für Hundekekse zum Ausstechen?
Verkneten Sie eine Mehlbasis wie Hafermehl mit einem Ei und einem Geschmacksgeber wie Leberwurst zu einem festen Teig, bei Bedarf mit etwas Wasser. Der Teig sollte gut formbar sein, sodass Sie ihn ausrollen und mit Förmchen ausstechen können, ohne dass er klebt.
Welches Mehl eignet sich für Hundekekse?
Klassisch funktionieren Dinkel- oder Weizenmehl. Glutenfrei eignen sich Haferflocken beziehungsweise Hafermehl, Kichererbsenmehl oder gekochte, zerdrückte Kartoffel. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob Ihr Hund empfindlich auf Getreide reagiert.
Bei welcher Temperatur backe ich Hundekekse?
Backen Sie die ausgestochenen Kekse bei etwa 160 Grad Ober-/Unterhitze rund 20 bis 30 Minuten, bis sie fest sind. Die genaue Zeit hängt von Größe und Dicke ab. Je länger und trockener Sie backen, desto knuspriger und haltbarer werden die Kekse.
Wie werden Hundekekse schön knusprig?
Rollen Sie den Teig nicht zu dick aus und backen Sie die Kekse gut durch. Lassen Sie sie anschließend im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen oder bei Zimmertemperatur nachtrocknen. Je mehr Feuchtigkeit entweicht, desto knuspriger werden sie.
Kann ich Leberwurst für Hundekekse verwenden?
Ja, Leberwurst gibt den Keksen einen herzhaften Geschmack, den viele Hunde lieben. Verwenden Sie am besten eine selbst gemachte Leberwurst ohne Zwiebeln und Salz und dosieren Sie sparsam, da sie sehr fettreich ist. Zwei bis drei Esslöffel im Teig genügen.
Wie lange sind selbst gebackene Hundekekse haltbar?
Gut durchgetrocknete, knusprige Kekse halten in einer luftdichten Dose mehrere Wochen. Weichere Kekse bewahren Sie im Kühlschrank auf und verbrauchen sie innerhalb etwa einer Woche. Größere Mengen lassen sich problemlos einfrieren.
Wie viele Kekse darf mein Hund am Tag fressen?
Kekse sind ein Snack und kein Futterersatz. Als Faustregel sollten Leckerlis höchstens etwa zehn Prozent der Tagesration ausmachen. Ziehen Sie die Menge gegebenenfalls vom Hauptfutter ab, damit Ihr Hund nicht zu viele Kalorien aufnimmt.
Welche Zutaten darf ich auf keinen Fall verwenden?
Tabu sind Zucker, Schokolade und Kakao, der Süßstoff Xylit (Birkenzucker), Weintrauben und Rosinen sowie Zwiebeln und Knoblauch, sie sind für Hunde giftig. Verzichten Sie außerdem auf stark gesalzene oder gewürzte Zutaten.
Was ist der Unterschied zum Backen in der Backmatte?
Für klassische Kekse zum Ausstechen brauchen Sie einen festen Knetteig. In der Backmatte arbeiten Sie dagegen mit einer weicheren, streichfähigen Masse, die Sie in kleine Mulden streichen. Das ergibt eher kleine, weichere Häppchen statt knuspriger Kekse.
Kann ich Hundekekse einfrieren?
Ja, Hundekekse lassen sich gut einfrieren. So können Sie auf Vorrat backen und bei Bedarf eine Portion auftauen. Lassen Sie die Kekse vor dem Einfrieren vollständig auskühlen und bewahren Sie sie portionsweise in geeigneten Behältern auf.
Fazit: ausgestochen, knusprig, selbst gemacht
Klassische Hundekekse zum Ausstechen sind schnell gemacht und Sie wissen genau, was drinsteckt. Mit einem festen Teig aus Hafer- oder Dinkelmehl, Ei und einem Geschmacksgeber wie Leberwurst, ausgerollt, ausgestochen und knusprig gebacken, gelingen sie zuverlässig, ganz ohne Zucker und Zusätze. Lassen Sie die Kekse gut durchtrocknen, dann halten sie lange, und rechnen Sie sie als Snack in die Tagesration ein. Mögen Sie lieber kleine, weiche Kekse, ist die Backmatte das Richtige, viele Rezepte dazu finden Sie in meinem Backbuch. Bei Fragen zu Snacks und Mengen schauen wir uns das gern gemeinsam an.
Quellen und weiterführende Informationen
- Tierärztliche Fachinformationen zu für Hunde giftigen Lebensmitteln (u.a. Xylit/Birkenzucker, Schokolade, Weintrauben, Zwiebeln).
- Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, zu Snacks und Leckerlis.
- Christina Williger: Backbuch zum Hundekekse-Backen in der Backmatte.







