Leberwurst für Hunde: Rezept zum Selbermachen und Tipps

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Leberwurst ist für viele Hunde der Inbegriff von Lieblingsleckerli und beim Tierarzt oder im Training leistet sie gute Dienste. Aber darf der Hund die Leberwurst aus dem Supermarkt überhaupt fressen, und wie sieht eine gesunde Variante aus? In diesem Beitrag erkläre ich, worauf Sie achten müssen, gebe Ihnen ein einfaches Rezept zum Selbermachen und stelle eine fertige Alternative ohne bedenkliche Zusätze vor.

Dürfen Hunde Leberwurst essen?
Dürfen Hunde Leberwurst essen?

Leberwurst für Hunde: Das Wichtigste in Kürze

Hunde dürfen Leberwurst fressen, aber nur in Maßen und am besten in einer hundegerechten Variante. Klassische Leberwurst aus dem Supermarkt ist sehr fett- und salzhaltig und enthält oft Zwiebel- oder Knoblauchpulver, das für Hunde giftig ist. Als kleine Belohnung ist eine geeignete Leberwurst aber bestens als Trainings- oder Tablettenhilfe nutzbar.

  • Nur als Leckerli, nicht als Mahlzeit: Leberwurst ist energiereich und ergänzt die Ration, ersetzt aber kein bedarfsdeckendes Hundefutter
  • Vorsicht bei Supermarkt-Wurst: Zwiebel- und Knoblauchpulver sind giftig, dazu kommen viel Salz, Fett und Konservierungsstoffe
  • Leber ist reich an Vitamin A: in kleinen Mengen wertvoll, im Übermaß kann zu viel Vitamin A schaden
  • Selbst gemacht haben Sie die Kontrolle: mit wenigen Zutaten lässt sich eine hundegerechte Leberwurst einfach herstellen
  • Die 10-Prozent-Regel: Leckerlis sollten zusammen höchstens rund 10 Prozent der täglichen Energie ausmachen
  • Fertige Alternative: eine natürliche Leberwurst ohne Zusätze, zum Beispiel die Anifit-Leberwurst Landstreicher, spart Aufwand

Dürfen Hunde Leberwurst essen?

Grundsätzlich ja, Leberwurst ist für Hunde nicht giftig und wird wegen ihres intensiven Geruchs heiß geliebt. Entscheidend ist aber die Art der Leberwurst und die Menge. Eine kleine Menge einer geeigneten Wurst ist unproblematisch, große Mengen fetter Supermarkt-Leberwurst können dagegen zu Magen-Darm-Problemen führen.

Leberwurst eignet sich besonders gut als hochwertiges Motivationsleckerli: zum Verstecken von Tabletten, als Belohnung im Training oder als Betthupferl. Wichtig ist, dass sie die Ausnahme bleibt und nicht zur heimlichen Hauptmahlzeit wird. Die Grundlagen der Hundeernährung habe ich in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst.

Warum klassische Leberwurst für Hunde problematisch ist

Leberwurst aus dem Supermarkt ist für Menschen gemacht, nicht für Hunde. Diese vier Punkte machen sie zur schlechten Dauerlösung:

  • Zwiebel und Knoblauch: viele Sorten enthalten Zwiebel- oder Knoblauchpulver, das die roten Blutkörperchen des Hundes schädigen und zu Blutarmut führen kann; getrocknete Pulver sind besonders konzentriert
  • Hoher Salzgehalt: die Mengen sind auf den menschlichen Geschmack abgestimmt und für Hunde deutlich zu hoch
  • Viel Fett: der hohe Fettanteil belastet Verdauung und Bauchspeicheldrüse und fördert Übergewicht
  • Zusatzstoffe: Konservierungs- und Gewürzstoffe gehören nicht in den Hundenapf

Gerade die Allium-Gewürze (Zwiebel, Knoblauch, Lauch) sind der Knackpunkt: Schon dafür gibt es keine sichere Dosis für Hunde, und in Wurstwaren stecken sie oft als Pulver. Wenn Sie Leberwurst füttern möchten, sollte sie deshalb frei von Zwiebel und Knoblauch sein. Mehr zu Lebensmitteln, die für Hunde tabu oder nur eingeschränkt geeignet sind, lesen Sie im Ratgeber Dürfen Hunde Käse essen?.

Leberwurst für Hunde selber machen: Das Rezept

Selbst gemachte Leberwurst hat einen großen Vorteil: Sie wissen genau, was drin ist, und können Zwiebel, Knoblauch, Salz und Gewürze einfach weglassen. Das folgende Rezept ist unkompliziert und ergibt eine streichfähige Leberwurst, die sich gut zum Befüllen von Schleckmatten oder Kongs eignet.

Zutaten

  • 400 g Hühnerleber (alternativ Rinder- oder Putenleber)
  • 400 g Hühnerbrust (alternativ anderes Muskelfleisch wie Rind oder Pute)
  • 200 g Karotten
  • Wasser

Zubereitung

  1. Eventuell vorhandenes Karottengrün entfernen, die Karotten waschen und in Scheiben schneiden (Schälen ist nicht nötig).
  2. Die Hühnerbrust in kleine Stücke schneiden (oder bereits geschnetzeltes Fleisch kaufen) und zusammen mit der Hühnerleber und den Karotten in einen großen Topf geben.
  3. Den Topf so weit mit heißem Wasser füllen, bis alle Zutaten bedeckt sind, und alles etwa 30 Minuten kochen, bis die Karotten weich sind und die Leber beginnt, sich aufzulösen.
  4. Die Brühe abgießen und auffangen, sie wird gleich noch gebraucht.
  5. Die gekochten Zutaten mit dem Pürierstab oder im Mixer zu einer Paste zerkleinern und je nach gewünschter Konsistenz Brühe untermischen.
  6. Die fertige Leberwurst in verschließbare Gefäße abfüllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern.

Die selbst gemachte Leberwurst hält sich im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage. Portionsweise eingefroren bleibt sie mehrere Wochen frisch, ideal, um immer eine kleine Menge zur Hand zu haben. Bitte denken Sie daran: Auch die selbst gemachte Variante ist ein Leckerli und sollte die 10-Prozent-Regel nicht sprengen.

Kleiner Zusatztipp: Die aufgefangene Brühe müssen Sie nicht wegschütten. Abgekühlt eignet sie sich wunderbar als Topping über dem normalen Futter oder als Basis für Hundeeis an warmen Tagen.

So vielseitig lässt sich die Leberwurst verwenden

Die selbst gemachte Leberwurst ist weit mehr als ein Leckerli aus dem Glas. In meiner Beratung empfehle ich sie gern für diese Einsätze:

  • In der Futtertube: Im Fachhandel gibt es spezielle, wiederbefüllbare Futtertuben für Hunde. Mischen Sie etwas mehr Brühe unter, bis die Masse geschmeidig ist, und füllen Sie die Tube damit. So haben Sie unterwegs eine saubere Belohnung, die sich portionsweise herausdrücken lässt.
  • Auf der Schleckmatte: Dünn aufgestrichen beschäftigt die Leberwurst Ihren Hund minutenlang, ideal zum Runterfahren nach dem Spaziergang oder als Ablenkung beim Krallenschneiden und Bürsten.
  • Im Kong: In ein Futterspielzeug gefüllt (und im Sommer gern eingefroren) wird daraus eine langanhaltende Beschäftigung, an der Ihr Hund arbeiten muss.
  • Als Hundeeis: Mit Brühe etwas verdünnt in Eiswürfelformen oder kleine Silikonförmchen gefüllt und eingefroren, entsteht eine sommerliche Abkühlung ohne Zucker und Zusatzstoffe.
  • In Hundekeksen: Die Leberwurst eignet sich auch als geschmacksintensive Zutat im Keksteig. Schon ein kleiner Anteil macht selbst gebackene Hundekekse unwiderstehlich.

Bei allen Varianten gilt dieselbe Regel wie beim direkten Verfüttern: Die Menge zählt zur Leckerli-Bilanz des Tages dazu, auch wenn sie über Schleckmatte, Tube oder Keks verteilt ankommt.

Wie viel Leberwurst ist für Hunde okay?

Als Faustregel gilt: Leckerlis aller Art sollten zusammen höchstens rund 10 Prozent der täglichen Energie ausmachen, der Rest entfällt auf das Hauptfutter. Bei Leberwurst kommt der hohe Vitamin-A-Gehalt der Leber hinzu, weshalb sie sparsam dosiert werden sollte. Eine grobe Orientierung:

HundegrößeRichtwert Leberwurst als Leckerli pro Tag
klein (bis 10 kg)etwa 1 bis 2 Teelöffel
mittel (10 bis 25 kg)etwa 1 bis 2 Esslöffel
groß (über 25 kg)etwas mehr, immer im Rahmen der 10-Prozent-Regel

Diese Werte sind bewusst grob gehalten, der genaue Bedarf hängt von Gewicht, Aktivität und dem übrigen Futter ab. Wie Sie die passende Tagesmenge und damit den Leckerli-Spielraum bestimmen, zeige ich im Ratgeber Wie viel Hundefutter pro Tag. Wer ohnehin frisch füttert, findet Hintergründe im Ratgeber BARF für Hunde.

Kostenfreie Ernährungsberatung für Hunde

Wie viele Leckerlis tatsächlich ins Tagesbudget Ihres Hundes passen, hängt von Gewicht, Aktivität und dem Hauptfutter ab. Als zertifizierte Ernährungsberaterin schaue ich mir das gemeinsam mit Ihnen an, kostenlos und persönlich. Wir klären zum Beispiel:

  • wie viel Leckerli neben dem Hauptfutter wirklich drin ist,
  • welche Belohnungen zu einem empfindlichen oder übergewichtigen Hund passen,
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Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in unserem Ernährungsratgeber. Außerdem haben wir für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger, Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Anifit-Leberwurst Landstreicher: Die fertige Alternative

Wenn Ihnen das Selbermachen zu aufwendig ist, gibt es eine natürliche Fertigvariante: die Anifit-Leberwurst Landstreicher. Es handelt sich um eine Kalbsleberwurst als Leckerli für Hunde und Katzen, die ohne die typischen Problemstoffe der Supermarkt-Wurst auskommt.

Anifit Leberwurst für Hunde und Katzen

Leberwurst „Landstreicher“

Leckere Kalbsleberwurst als Leckerli für Hunde & Katzen (10 Stück zu je 40 g)

  • 100 % Natürliche Zutaten
  • Frei von Konservierungsstoffen
  • Frei von sonstigen Zusätzen wie Farbstoffen, Gewürzen etc.
  • Intensiver Geschmack
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  • Zutaten in Lebensmittelqualität
Zusammensetzung:99,8 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (Rind und Pute, mind. 20 % Leber), 0,2 % Mineralstoffe
FütterungsempfehlungAls Leckerli für Hunde und Katzen, nach Bedarf verfüttern.
Fleischanteil: 99,8 %

ACHTUNG: Nur in der kalten Jahreszeit erhältlich!

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Häufige Fragen zu Leberwurst für Hunde

Dürfen Hunde Leberwurst essen?

Ja, Leberwurst ist für Hunde nicht giftig und als Leckerli beliebt. Entscheidend sind Art und Menge: Eine kleine Portion einer geeigneten, gewürzfreien Leberwurst ist unproblematisch, große Mengen fetter Supermarkt-Leberwurst können dagegen Magen-Darm-Probleme verursachen.

Warum ist Supermarkt-Leberwurst für Hunde problematisch?

Sie ist für den menschlichen Geschmack gemacht und enthält oft Zwiebel- oder Knoblauchpulver, das für Hunde giftig ist, dazu viel Salz, Fett und Konservierungsstoffe. Diese Zusammensetzung eignet sich nicht für die regelmäßige Fütterung an Hunde.

Ist Zwiebel oder Knoblauch in Leberwurst gefährlich für Hunde?

Ja. Zwiebeln, Knoblauch und Lauch enthalten schwefelhaltige Verbindungen, die die roten Blutkörperchen schädigen und eine Blutarmut auslösen können. Getrocknete Pulver, wie sie in Wurst vorkommen, sind besonders konzentriert. Leberwurst für Hunde sollte deshalb frei von diesen Gewürzen sein.

Wie viel Leberwurst darf ein Hund am Tag fressen?

Als Faustregel sollten alle Leckerlis zusammen höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen. Bei kleinen Hunden sind das etwa ein bis zwei Teelöffel Leberwurst, bei mittelgroßen ein bis zwei Esslöffel. Wegen des Vitamin-A-Gehalts der Leber sollte sie sparsam dosiert werden.

Kann ich Leberwurst für meinen Hund selber machen?

Ja, und das ist die beste Kontrolle über die Zutaten. Sie kochen Leber, Muskelfleisch und Karotten etwa 30 Minuten weich, pürieren alles zu einer Paste und mischen nach Bedarf etwas von der Kochbrühe unter. Wichtig ist, auf Zwiebel, Knoblauch, Salz und Gewürze vollständig zu verzichten.

Wie lange hält selbst gemachte Leberwurst für Hunde?

Im Kühlschrank hält sie sich etwa drei bis vier Tage. Portionsweise eingefroren bleibt sie mehrere Wochen frisch, so haben Sie immer eine kleine Menge als Trainings- oder Tablettenhilfe zur Hand.

Wie fülle ich Leberwurst in eine Futtertube für Hunde?

Im Fachhandel gibt es wiederbefüllbare Futtertuben speziell für Hunde. Mischen Sie etwas mehr Kochbrühe unter die Leberwurst, bis sie geschmeidig genug ist, und füllen Sie die Tube damit. Unterwegs lässt sich die Belohnung dann sauber und portionsweise herausdrücken, praktisch für Training und Tierarztbesuch.

Kann ich aus der Leberwurst Hundeeis oder Hundekekse machen?

Ja, beides funktioniert gut. Für Hundeeis verdünnen Sie die Leberwurst mit etwas Brühe und frieren sie in Eiswürfel- oder Silikonförmchen ein. Für Hundekekse geben Sie einen kleinen Anteil als geschmacksintensive Zutat in den Teig. In beiden Fällen zählt die Menge zur täglichen Leckerli-Bilanz.

Ist zu viel Leber für Hunde schädlich?

Leber ist sehr reich an Vitamin A. In kleinen Mengen ist sie wertvoll, regelmäßig in großen Mengen gefüttert kann jedoch zu viel Vitamin A aufgenommen werden. Deshalb gehört Leberwurst zu den Leckerlis, die nur sparsam und nicht als Hauptmahlzeit gefüttert werden.

Dürfen Katzen auch Leberwurst fressen?

Eine geeignete, gewürzfreie Leberwurst können auch Katzen als Leckerli bekommen. Es gelten dieselben Grundsätze wie beim Hund: keine Zwiebel und kein Knoblauch, nur kleine Mengen und nicht als Ersatz für das Hauptfutter. Die Anifit-Landstreicher-Leberwurst ist für Hunde und Katzen gedacht.

Fazit

Leberwurst darf für Hunde ein besonderes Leckerli sein, solange sie frei von Zwiebel, Knoblauch und Gewürzen ist und nur in kleinen Mengen auf den Speiseplan kommt. Wer auf Nummer sicher gehen will, macht sie selbst oder greift zu einer natürlichen Fertigvariante. So bleibt das Lieblingsleckerli ein Genuss, ohne der Gesundheit zu schaden.

Quellen und weiterführende Informationen

  • MSD Veterinary Manual (Merck): Garlic and Onion (Allium spp) Toxicosis in Animals, msdvetmanual.com, fachliche Grundlage zur Giftigkeit von Zwiebel und Knoblauch bei Hund und Katze
  • FEDIAF (2025): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, europeanpetfood.org, Richtwerte zum Nährstoff- und Vitamin-A-Bedarf
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.

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