Reis ist wohl die bekannteste Beilage im Hundenapf, spätestens wenn der Magen rebelliert, greifen die meisten zur Schonkost mit Hühnchen und Reis. Aber welcher Reis ist eigentlich der richtige, stimmt es, dass Basmati für Hunde ungeeignet sein soll, und wie viel darf es sein? In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, welcher Reis für Hunde geeignet ist, wie Sie ihn richtig zubereiten und was es mit der Schonkost bei Durchfall auf sich hat.

Reis für Hunde: Das Wichtigste in Kürze
Hunde dürfen Reis essen, er ist glutenfrei, leicht verdaulich und der Klassiker der Schonkost. Erlaubt sind alle Sorten, auch Basmati, das Gegenteil ist ein Mythos. Für die Schonkost eignet sich weich gekochter weißer Rundkornreis am besten, Vollkornreis liefert mehr Nährstoffe, ist aber schwerer verdaulich. Immer ungesalzen, gut gekocht und in Maßen füttern. Wann Schonkost sinnvoll ist und wann der Durchfall in die Tierarztpraxis gehört, lesen Sie in meinem Ratgeber „Durchfall beim Hund„.
- Alle Sorten erlaubt: weißer Reis, Vollkorn-, Basmati- und Jasminreis sind für gesunde Hunde geeignet
- Basmati-Mythos: Basmati ist nicht schädlich, als polierter Reis nur ballaststoffärmer als Vollkornreis
- Schonkost-Klassiker: sehr weich gekochter weißer Reis mit magerem Hühnchen ist die bewährte Kombination bei Durchfall
- Zubereitung: ohne Salz in reichlich Wasser gut weich kochen, vorher abspülen
- Menge: als Beilage höchstens rund 10 Prozent der Tagesration, bei Übergewicht besser weglassen
- Meine Empfehlung aus der Praxis: Reis ist eine gute Ergänzung und Schonkost-Hilfe, die Basis bleibt ein hochwertiges Fleischfutter.
Dürfen Hunde Reis essen?
Ja, Hunde dürfen Reis essen, und sie vertragen ihn in der Regel sehr gut. Reis ist ein glutenfreies Getreide, dessen aufgeschlossene Stärke der Hund als Allesfresser problemlos verwerten kann. Er liefert schnelle Energie, ist leicht verdaulich und deshalb der Klassiker in der Schonkost.
Gleichzeitig gilt: Reis ist eine Beilage, kein Hauptbestandteil. Er enthält kaum hochwertiges Eiweiß, und zu viele Kohlenhydrate liefern überschüssige Kalorien. Bei Hunden mit Diabetes oder Übergewicht sollte Reis nur zurückhaltend oder nach Rücksprache gefüttert werden. Ob auch Nudeln als Beilage taugen, klärt mein Ratgeber „Dürfen Hunde Nudeln essen?„. Warum der Hund Stärke gut verdauen kann und wie sich Reis unter den Getreiden einordnet, lesen Sie in meinen Ratgebern zu Getreide im Hundefutter und Kohlenhydraten im Hundefutter.
Welcher Reis ist für Hunde am besten?
Für die Schonkost ist sehr weich gekochter weißer Rundkornreis die beste Wahl, für gesunde Hunde ist auch nährstoffreicherer Vollkornreis geeignet. Grundsätzlich sind alle gängigen Sorten erlaubt, sie unterscheiden sich vor allem in Verdaulichkeit und Ballaststoffgehalt. Die Tabelle gibt den Überblick.
| Reissorte | Einordnung | Hinweis |
|---|---|---|
| Weißer Reis / Rundkornreis | sehr gut, ideal als Schonkost | besonders leicht verdaulich, sehr weich gekocht quillt er nicht nach |
| Vollkornreis (Naturreis) | gut für gesunde Hunde | mehr Ballaststoffe und Nährstoffe, aber schwerer verdaulich |
| Basmatireis | geeignet | polierter Reis, ballaststoffärmer als Vollkorn, kein Verbot |
| Jasminreis | geeignet | wie Basmati ein aromatischer weißer Reis |
| Parboiled Reis | geeignet | durch das Verfahren nährstoffreicher als normaler weißer Reis |
Mein Praxis-Tipp: Halten Sie es unkompliziert: Für den Alltag und die Schonkost hat sich bei mir schlichter weißer Rundkornreis bewährt, für gesunde, aktive Hunde darf es auch die Vollkorn-Variante sein. Wichtiger als die Sorte ist, dass der Reis richtig weich (matschig) gekocht ist.
Hinweis zum Thema Arsen: Reis nimmt aus dem Anbauwasser mehr Arsen auf als andere Getreide, weshalb er in der Humanernährung immer wieder Thema ist. Für die gelegentliche Fütterung ist das unproblematisch. Wer häufiger Reis gibt, kann ihn vor dem Kochen abspülen und in reichlich Wasser garen, das senkt den Gehalt deutlich.
Dürfen Hunde Basmati-Reis essen?
Ja, Hunde dürfen Basmati-Reis essen, die verbreitete Behauptung, Basmati sei für Hunde ungeeignet, ist ein Mythos. Basmati ist schlicht ein polierter, aromatischer weißer Reis. Er ist genauso gut verträglich wie anderer weißer Reis und sogar tendenziell geringer mit Arsen belastet als brauner oder parboiled Reis.
Die Basmati-Frage gehört zu den häufigsten, die mir in der Beratung zu Reis gestellt wird, so hartnäckig hält sich das Gerücht. Der wahre Kern dahinter: Als geschälter und polierter Reis enthält Basmati weniger Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Vollkornreis. „Weniger nährstoffreich“ wurde irgendwann zu „ungeeignet“ verdreht. Wenn Sie Basmati im Haus haben, können Sie ihn Ihrem Hund also bedenkenlos weich gekocht und ungesalzen anbieten.
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Ob Reis als Beilage zu Ihrem Hund passt, wie eine sinnvolle Schonkost aussieht und wie die Ration danach wieder ins Gleichgewicht kommt, hängt von Magen, Gewicht und Gesundheitszustand ab. Gemeinsam klären wir, welche Rolle Reis im Napf Ihres Hundes spielen kann, wie Sie ihn richtig dosieren und worauf Sie bei einer ausgewogenen Fütterung achten sollten.
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Hilft Reis bei Durchfall? Die Schonkost mit Hühnchen und Reis
Ja, weich gekochter Reis ist als kurzfristige Schonkost bei Durchfall bewährt, klassisch in Kombination mit magerem, ungewürztem Hühnchen. Hühnchen mit Reis ist auch in meiner Beratung der Klassiker, nach dem am häufigsten gefragt wird, und richtig eingesetzt leistet er gute Dienste. Als mildes Zusatz-Eiweiß passt auch etwas fettarmer Hüttenkäse dazu, mehr dazu in meinem Ratgeber „Hüttenkäse für Hunde„. Der leicht verdauliche Reis liefert Energie, ohne den gereizten Darm zusätzlich zu belasten. Am besten eignet sich weißer Rundkornreis, in reichlich Wasser richtig breiig gekocht.
| Schonkost mit Reis | So geht es |
|---|---|
| Reissorte | weißer Rundkornreis, breiig in reichlich Wasser gekocht |
| Verhältnis | etwa 1/3 Reis zu 2/3 magerem, ungewürztem Hühnchen |
| Portionen | mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt |
| Dauer | nur wenige Tage zur Überbrückung, dann schrittweise zurück zum gewohnten Futter |
| Zum Tierarzt | wenn der Durchfall länger als 1 bis 2 Tage anhält, Blut auftritt oder der Hund schlapp wirkt |
Beim Verhältnis hat sich etwa ein Drittel Reis zu zwei Dritteln magerem Fleisch bewährt, aufgeteilt auf mehrere kleine Portionen über den Tag. Wichtig: Eine solche Schonkost ist eine Überbrückung für wenige Tage, keine Dauerlösung, denn bedarfsdeckend ist sie nicht. Hält der Durchfall länger als ein bis zwei Tage an, kommt Blut hinzu oder wirkt der Hund schlapp, sollte er tierärztlich vorgestellt werden.
Wie koche ich Reis für meinen Hund und wie viel darf es sein?
Reis für Hunde wird ohne Salz und Gewürze in reichlich Wasser gut weich gekocht, gerne etwas länger als für den eigenen Teller. Als Beilage sollte er höchstens rund 10 Prozent der Tagesration ausmachen und nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Diese Punkte gehören zur richtigen Zubereitung:
- Abspülen und weich kochen: vor dem Kochen abspülen, in reichlich Wasser garen, für die Schonkost richtig breiig
- Ohne Salz und Gewürze: das übliche Salzwasser bleibt aus, Gewürze haben im Hundenapf nichts verloren
- Abkühlen lassen: auf Zimmertemperatur servieren, nicht heiß aus dem Topf
- Frisch füttern: gekochten Reis nicht lange ungekühlt stehen lassen, beim Aufwärmen gut durcherhitzen, sonst können sich Keime vermehren
- In die Ration einrechnen: die Reisportion beim Hauptfutter abziehen, damit sich keine Extra-Kalorien einschleichen
Wie Sie die passende Gesamtmenge bestimmen, zeige ich im Ratgeber „Wie viel Hundefutter pro Tag?“. Aus meiner Beratungspraxis empfehle ich als unkomplizierte Alternative zum Selberkochen die Anifit Reis-Pops aus 90 Prozent Reis und 10 Prozent Hirse: Sie sind bereits aufgeschlossen, müssen nur in warmem Wasser quellen und lassen sich gut dosieren. Die Basis der Fütterung bleibt ein hochwertiges Fleischfutter, ich selbst füttere Anifit-Nassfutter mit hohem Frischfleischanteil, in dem einige Sorten (wie zum Beispiel Zum Goldenen Ochsen) bereits einen kleinen, gut verträglichen Reisanteil enthalten.
Häufige Fragen zu Reis für Hunde
Dürfen Hunde Reis essen?
Ja, Hunde dürfen Reis essen und vertragen ihn in der Regel sehr gut. Reis ist glutenfrei, leicht verdaulich und liefert schnelle Energie. Er sollte gut gekocht, ungesalzen und nur als Beilage gefüttert werden, nicht als Hauptbestandteil der Ration.
Welcher Reis ist für Hunde am besten?
Für die Schonkost ist weich gekochter weißer Rundkornreis ideal, weil er besonders leicht verdaulich ist. Vollkornreis liefert mehr Ballaststoffe und Nährstoffe, ist aber schwerer verdaulich. Für gesunde Hunde sind alle gängigen Sorten geeignet.
Warum soll Basmati-Reis nicht für Hunde geeignet sein?
Das ist ein Mythos. Basmati ist ein polierter weißer Reis und für Hunde genauso geeignet wie anderer weißer Reis. Der wahre Kern: Er enthält weniger Ballaststoffe und Nährstoffe als Vollkornreis. Aus „weniger nährstoffreich“ wurde fälschlich „ungeeignet“.
Hilft Reis bei Durchfall beim Hund?
Ja, weich gekochter weißer Reis mit magerem Hühnchen ist die klassische kurzfristige Schonkost bei Durchfall. Bewährt hat sich etwa ein Drittel Reis zu zwei Dritteln Fleisch in mehreren kleinen Portionen. Hält der Durchfall länger an, gehört der Hund zum Tierarzt.
Wie koche ich Reis für meinen Hund?
Ohne Salz und Gewürze in reichlich Wasser gut weich kochen, gerne etwas länger als für den eigenen Verzehr, vorher abspülen. Für die Schonkost richtig breiig kochen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und frisch füttern.
Wie viel Reis darf mein Hund fressen?
Als Beilage höchstens rund 10 Prozent der Tagesration und nicht täglich. Reis liefert vor allem Kohlenhydrate und kaum Eiweiß. Bei übergewichtigen Hunden oder Hunden mit Diabetes sollte Reis nur zurückhaltend oder nach Rücksprache gefüttert werden.
Ist Reis gut für Hunde?
Reis ist eine gute, leicht verdauliche Energiequelle und als Schonkost bewährt, aber kein Nährstoffwunder. Er ist glutenfrei und gut verträglich. Die Basis der Ernährung sollte ein hochwertiges Fleischfutter sein, Reis ist die sinnvolle Ergänzung.
Ist Reis eigentlich Getreide?
Ja, Reis ist botanisch ein Getreide, aber ein glutenfreies. Deshalb ist er auch für Hunde geeignet, die auf glutenhaltige Sorten wie Weizen empfindlich reagieren. Hunde können die aufgeschlossene Stärke aus gekochtem Reis gut verdauen.
Ist Arsen im Reis ein Problem für Hunde?
Bei gelegentlicher Fütterung nicht. Reis nimmt zwar mehr Arsen aus dem Anbauwasser auf als andere Getreide, für die übliche Beilagen-Menge ist das aber unbedenklich. Wer häufiger Reis füttert, spült ihn vor dem Kochen ab und gart ihn in reichlich Wasser.
Darf ich aufgewärmten Reis an den Hund verfüttern?
Nur mit Vorsicht. In gekochtem Reis, der länger ungekühlt steht, können sich Keime vermehren, die Erbrechen und Durchfall auslösen. Reis deshalb zügig kühlen, innerhalb eines Tages verbrauchen und beim Aufwärmen gut durcherhitzen, besser noch frisch kochen.
Zusammenfassung
Reis für Hunde ist eine unkomplizierte, gut verträgliche Beilage und der bewährte Klassiker der Schonkost. Alle gängigen Sorten sind erlaubt, auch Basmati, dessen schlechter Ruf ein Mythos ist. Für empfindliche Mägen eignet sich weich gekochter weißer Rundkornreis am besten, Vollkornreis liefert mehr Nährstoffe für gesunde Hunde. Wer eine getreidefreie Beilage bevorzugt, kann auf gekochte Kartoffel ausweichen, mehr dazu in meinem Ratgeber „Kartoffeln für Hunde„.
Wichtig sind die Grundregeln: ohne Salz gut weich kochen, frisch füttern, als Beilage höchstens rund 10 Prozent der Tagesration und bei Durchfall nur als kurzfristige Überbrückung einsetzen. Mein Fazit aus der Beratung: Reis ist ein nützlicher Helfer im Napf, aber kein Hauptdarsteller. Die Grundlage bleibt ein hochwertiges Fleischfutter, der Reis kommt gezielt dann ins Spiel, wenn er gebraucht wird.
Quellen und weiterführende Informationen
- Meyer, H. & Zentek, J. (2010): „Ernährung des Hundes“, Enke Verlag, Standardwerk zur Hundeernährung mit Daten zu Kohlenhydraten, Verdaulichkeit und Schonkost
- Axelsson, E. et al. (2013): „The genomic signature of dog domestication reveals adaptation to a starch-rich diet“, Nature 495, 360 bis 364, zur Stärkeverdauung beim Hund
- FEDIAF (2024): „Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs“, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien für Hunde- und Katzenfutter







