Ein glänzendes, dichtes Fell ist nicht nur schön anzusehen, es ist oft auch ein Zeichen für eine gute Nährstoffversorgung. Umgekehrt kann stumpfes, schuppiges Fell auf eine unausgewogene Ernährung hindeuten, manchmal aber auch auf eine Erkrankung. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, welche Nährstoffe Haut und Fell brauchen, woran Sie einen Mangel erkennen und wann der Gang zur Tierarztpraxis wichtig ist.

Fell und Haut beim Hund: Das Wichtigste in Kürze
Haare bestehen fast vollständig aus dem Eiweiß Keratin, deshalb ist hochwertiges tierisches Eiweiß die Basis für ein gesundes Fell. Dazu kommen essenzielle Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6), Zink, Kupfer, Biotin sowie die Vitamine A und E. Anhaltende Hautprobleme oder Juckreiz sollten tierärztlich abgeklärt werden.
- Eiweiß zuerst: Haare sind Keratin, hochwertiges tierisches Eiweiß ist die Grundlage.
- Essenzielle Fettsäuren: Omega-3 und Omega-6 trägt zu Hautbarriere und Glanz bei.
- Spurenelemente: Zink und Kupfer sind an Keratinbildung und Fellfarbe beteiligt.
- Vitamine: Biotin, B-Vitamine sowie Vitamin A und E unterstützen Haut und Haar.
- Mangelzeichen: stumpfes Fell, Schuppen, vermehrtes Haaren oder Juckreiz.
- Wichtig: Hautprobleme können auch krankheitsbedingt sein, im Zweifel zum Tierarzt.
Warum gilt das Fell als Spiegel der Ernährung?
Am Fell lässt sich oft ablesen, wie es um die Versorgung eines Hundes steht: Ein glänzendes, dichtes Haarkleid spricht für eine gute Nährstoffversorgung, während stumpfes, trockenes oder übermäßig haarendes Fell auf Mängel hindeuten kann. Haare bestehen fast vollständig aus dem Eiweiß Keratin, der Aufbau neuer Haare ist also in erster Linie eine Frage der Eiweißversorgung. Besonders im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst steigt der Bedarf an Eiweiß und weiteren Nährstoffen deutlich, weil der Körper viel neues Haar bilden muss.
Diese Nährstoffe sind wichtig für Haut und Fell
- Hochwertiges tierisches Eiweiß: liefert die Bausteine für Keratin, wichtig sind auch die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystin.
- Essenzielle Fettsäuren: Omega-3 (ALA, EPA, DHA) und Omega-6 (Linolsäure) kann der Hund nicht selbst bilden, sie sind zentral für eine geschmeidige Hautbarriere und glänzendes Fell.
- Zink: an der Keratinbildung beteiligt und wichtig für den Schutz der Haut, ein Mangel zeigt sich oft an Haut und Fell.
- Kupfer: spielt eine Rolle für die Pigmentierung, also die Fellfarbe.
- Biotin und B-Vitamine: wichtige Helfer im Stoffwechsel von Haut und Haar.
- Vitamin A und E: Vitamin A steuert die Talgproduktion, Vitamin E wirkt als Antioxidans und unterstützt die Hautbarriere.
Woran erkenne ich einen Mangel?
Eine Unterversorgung mit diesen Nährstoffen kann sich auf verschiedene Weise zeigen:
- stumpfes, glanzloses Fell,
- trockene, schuppige Haut,
- vermehrtes Haaren oder Haarausfall,
- Juckreiz und eine empfindliche Hautbarriere.
Wichtig zu wissen: Genau dieselben Anzeichen können auch krankheitsbedingt sein, etwa durch Allergien, Parasiten wie Flöhe oder Milben, hormonelle Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Hautinfektionen. Wenn die Haut- oder Fellprobleme anhalten oder Ihr Hund sich stark kratzt, gehört das deshalb in die Tierarztpraxis, mehr dazu beim Thema Allergie und Juckreiz.
Kostenfreie Ernährungsberatung für Hunde
Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihres Hundes. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel für Haut und Fell) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihres Hundes zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihren Vierbeiner jederzeit bestmöglich zu versorgen.
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Öle als Ergänzung: Fettsäuren gezielt zuführen
Wenn das Futter wenig Fettsäuren liefert, können hochwertige Öle eine sinnvolle Ergänzung sein. Lachs- und Fischöl liefern die wertvollen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, Lein- und Algenöl sind pflanzliche Alternativen. Achten Sie auf ein gutes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 und auf kaltgepresste Qualität, und dosieren Sie sparsam, mehr ist nicht besser.
Den Fellwechsel unterstützen
Im Frühjahr und Herbst steht der Fellwechsel an, und der ist für den Körper echte Schwerstarbeit. Jetzt ist eine gute Versorgung mit Eiweiß und essenziellen Fettsäuren besonders wertvoll. Unterstützen können Sie zusätzlich von außen: Regelmäßiges Bürsten entfernt loses Haar, regt die Durchblutung an und hält das Fell geschmeidig. Etwas Geduld gehört dazu, ein Fellwechsel dauert meist einige Wochen.
Was ich als Ernährungsberaterin empfehle
Die Basis für gesundes Fell ist ein hochwertiges, fleischreiches Alleinfutter mit gut verfügbarem Eiweiß und ausgewogenen Fettsäuren, ich selbst füttere Anifit. Warum der Fleischanteil dabei so wichtig ist, lesen Sie beim Fleisch im Hundefutter. Bei Bedarf ergänzen Sie gezielt: ein gutes Öl wie Lachsöl liefert Omega-3-Fettsäuren, und Anifit Fell-Fit mit Biotin und Zink unterstützt Haut und Fell von innen. Bleibt das Fell trotz guter Fütterung stumpf oder kommen Hautprobleme dazu, lassen Sie die Ursache tierärztlich abklären. Grundlagen zur Fütterung finden Sie beim Anifit-Hundefutter und in den Grundlagen der Hundeernährung.

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Welche Nährstoffe sind für das Fell des Hundes wichtig?
Vor allem hochwertiges tierisches Eiweiß, denn Haare bestehen aus Keratin. Dazu kommen die essenziellen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6, die Spurenelemente Zink und Kupfer, Biotin und B-Vitamine sowie die Vitamine A und E. Zusammen tragen sie zu einer gesunden Haut und glänzendem Fell bei.
Warum hat mein Hund stumpfes Fell?
Stumpfes Fell kann auf eine unausgewogene Ernährung oder einen Nährstoffmangel hindeuten, etwa an Eiweiß oder essenziellen Fettsäuren. Es kann aber auch krankheitsbedingt sein. Hält der Zustand trotz guter Fütterung an, sollten Sie die Ursache tierärztlich abklären lassen.
Hilft Lachsöl für das Fell meines Hundes?
Lachs- und Fischöl liefern die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, die zu einer gesunden Hautbarriere und glänzendem Fell beitragen. Als Ergänzung zu einem guten Futter kann das sinnvoll sein. Dosieren Sie sparsam und achten Sie auf kaltgepresste Qualität, mehr ist nicht besser.
Ist Biotin für das Hundefell sinnvoll?
Biotin ist als B-Vitamin am Stoffwechsel von Haut und Haar beteiligt, und ein Mangel kann sich in stumpfem Fell zeigen. Bei einem ausgewogenen Alleinfutter ist der Bedarf in der Regel gedeckt. Eine gezielte Ergänzung kann im Einzelfall sinnvoll sein, besprechen Sie das am besten mit Ihrer Tierarztpraxis.
Was kann ich beim Fellwechsel füttern?
Im Fellwechsel steigt der Bedarf an Eiweiß und Nährstoffen, weil viel neues Haar gebildet wird. Ein hochwertiges, eiweißreiches Futter und eine gute Versorgung mit essenziellen Fettsäuren unterstützen diesen Prozess. Regelmäßiges Bürsten hilft zusätzlich von außen.
Mein Hund verliert viele Haare, woran liegt das?
Vermehrtes Haaren kann zum normalen Fellwechsel gehören oder auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Auch Stress, Allergien, Parasiten oder hormonelle Erkrankungen kommen infrage. Bei starkem oder ungewöhnlichem Haarausfall, kahlen Stellen oder zusätzlichem Juckreiz sollten Sie die Tierarztpraxis aufsuchen.
Kann die Ernährung Juckreiz beim Hund beeinflussen?
Eine gute Versorgung mit Eiweiß und essenziellen Fettsäuren unterstützt die Hautbarriere. Juckreiz selbst hat aber häufig andere Ursachen wie Allergien oder Parasiten und sollte tierärztlich abgeklärt werden. Die Ernährung ist ein Baustein, ersetzt aber keine Diagnose.
Welche Öle sind gut für Haut und Fell?
Gut geeignet sind Lachs- und Fischöl als Omega-3-Quellen sowie Lein- und Algenöl. Wichtig ist ein günstiges Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 und kaltgepresste Qualität. Da die Öle unterschiedliche Profile haben, kann ein Wechsel sinnvoll sein. Dosieren Sie immer sparsam.
Brauchen Hunde im Sommer eine andere Fellpflege?
Im Sommer steht oft ein Fellwechsel an, und regelmäßiges Bürsten hilft, loses Unterhaar zu entfernen. Ernährungsseitig bleibt die Versorgung mit Eiweiß und Fettsäuren wichtig. Sorgen Sie zusätzlich für ausreichend Schatten und Wasser, das hat zwar nichts mit dem Fell zu tun, gehört aber zum Wohlbefinden dazu.
Wie lange dauert es, bis sich das Fell durch besseres Futter bessert?
Da Haare nachwachsen müssen, zeigt sich eine Verbesserung meist erst nach einigen Wochen bis Monaten. Geben Sie der Umstellung also Zeit. Bleibt eine sichtbare Besserung ganz aus oder verschlechtert sich die Haut, lassen Sie die Ursache tierärztlich abklären.
Fazit: gesundes Fell beginnt im Napf
Ein glänzendes Fell und eine gesunde Haut sind zu einem großen Teil eine Frage der Ernährung: hochwertiges Eiweiß als Baustoff, essenzielle Fettsäuren für die Hautbarriere und der Glanz, dazu Zink, Kupfer, Biotin und die Vitamine A und E. Ein gutes, fleischreiches Alleinfutter deckt das ab, bei Bedarf können Sie mit einem hochwertigen Öl ergänzen. Wichtig bleibt: Stumpfes Fell oder Juckreiz können auch krankheitsbedingt sein, deshalb gehören anhaltende Probleme tierärztlich abgeklärt. Ich selbst füttere Anifit. Wenn Sie unsicher sind, was zu Ihrem Hund passt, schauen wir uns das gern gemeinsam an.
Quellen und weiterführende Informationen
- Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, zu Eiweiß, Fettsäuren und Spurenelementen.
- Tierärztliche Fachinformationen zu Haut und Fell sowie zum Fellwechsel beim Hund.
- FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs.







