Schilddrüse beim Hund: Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion

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Die Schilddrüse steuert den Stoffwechsel, und beim Hund ist vor allem die Unterfunktion ein Thema, die sogenannte Hypothyreose. Sie ist die häufigste Hormonstörung beim Hund und zeigt sich oft schleichend mit Gewichtszunahme, Müdigkeit und Fellproblemen. Wichtig vorweg: Diagnose und Therapie gehören in die Tierarztpraxis. Die Ernährung kann den Hund aber gut begleiten. In diesem Ratgeber erkläre ich, woran Sie eine Schilddrüsenunterfunktion erkennen und wie die Fütterung sie unterstützt.

Schilddrüse beim Hund: Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion
Schilddrüse beim Hund: Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion

Schilddrüse beim Hund: Das Wichtigste in Kürze

Eine Schilddrüsenunterfunktion verlangsamt den Stoffwechsel des Hundes. Typisch sind Gewichtszunahme bei gleichbleibender Fütterung, Lethargie sowie Haut- und Fellprobleme. Behandelt wird sie tierärztlich mit Schilddrüsenhormonen, die Ernährung begleitet die Therapie, ersetzt sie aber nicht.

  • Unterfunktion ist häufig: Die Hypothyreose ist die häufigste Hormonstörung beim Hund.
  • Typische Zeichen: Gewichtszunahme trotz normaler Fütterung, Müdigkeit, stumpfes Fell, Hautprobleme, Kälteempfindlichkeit.
  • Therapie beim Tierarzt: Diagnose per Bluttest, Behandlung mit Schilddrüsenhormonen, meist lebenslang.
  • Gewicht im Blick: Betroffene Hunde neigen zu Übergewicht, eine moderate Energiedichte hilft.
  • Haut und Fell unterstützen: Omega-3-Fettsäuren tun dem Fell gut.
  • Ernährung begleitet: Ein hochwertiges Alleinfutter unterstützt, die Erkrankung selbst wird tierärztlich therapiert.

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Da diese den Stoffwechsel steuern, arbeiten die Zellen langsamer, der Körper verbraucht weniger Energie. Meist steckt eine chronische Entzündung dahinter, die das Organ schrumpfen lässt, seltener ein Tumor. Die Unterfunktion entwickelt sich langsam, weshalb die ersten Anzeichen oft übersehen werden.

Symptome erkennen

Die Beschwerden sind vielfältig und nicht eindeutig, weil die Schilddrüse so viele Funktionen beeinflusst. Häufig sind:

  • Gewichtszunahme, obwohl Futtermenge und Bewegung gleich bleiben,
  • Lethargie, Müdigkeit und weniger Freude an Bewegung,
  • stumpfes Fell, vermehrter Haarausfall, teils beidseitig kahle Stellen oder ein dünner Rutenansatz,
  • Hautprobleme, Schuppen, Hautinfektionen und dadurch teils ein veränderter Geruch,
  • Kälteempfindlichkeit, seltener Verhaltensänderungen.

Diese Anzeichen können auch andere Ursachen haben, eine sichere Diagnose ist nur über eine tierärztliche Untersuchung möglich.

Diagnose und Therapie gehören in die Tierarztpraxis

Festgestellt wird die Hypothyreose über eine Blutuntersuchung. Therapiert wird sie mit dem Schilddrüsenhormon Levothyroxin, das in der Regel lebenslang gegeben wird und meist gut anschlägt: Viele Hunde werden schon nach ein bis zwei Wochen munterer, Haut und Fell brauchen länger. Ein wichtiger Praxistipp: Futter kann die Aufnahme des Wirkstoffs deutlich verringern. Deshalb wird das Medikament am besten auf nüchternen Magen oder mit zeitlichem Abstand zum Futter gegeben, vor allem aber jeden Tag auf die gleiche Weise und zur gleichen Zeit. Halten Sie sich dabei genau an die Vorgabe Ihrer Tierarztpraxis. Über das Futter allein lässt sich eine echte Unterfunktion nicht beheben.

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Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihres Hundes. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel zur Schilddrüse) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihres Hundes zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihren Vierbeiner jederzeit bestmöglich zu versorgen.

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Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger, Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Wie die Ernährung den Hund mit Schilddrüsenunterfunktion begleitet

Eine spezielle Diät ist meist nicht nötig, eine durchdachte Fütterung unterstützt die Therapie aber spürbar:

  • Gewicht im Blick behalten: Weil der Energiebedarf sinkt, neigen betroffene Hunde zu Übergewicht. Ein Futter mit moderater Energiedichte und passende Mengen helfen, mehr dazu bei Übergewicht beim Hund.
  • Haut und Fell unterstützen: Omega-3-Fettsäuren aus Fisch- oder Lachsöl tun dem oft strapazierten Fell gut, siehe Öl für Hunde.
  • Hochwertiges, bedarfsdeckendes Alleinfutter: mit gut verwertbarem Eiweiß und einer bedarfsgerechten Versorgung an Spurenelementen.
  • Keine eigenmächtigen Jodkuren: Stark jodreiche Zusätze wie Algenmehl sollten Sie nicht ohne Absprache mit der Tierarztpraxis geben.

Und die Schilddrüsenüberfunktion beim Hund?

Eine Überfunktion ist beim Hund selten und steht oft mit einem Tumor in Verbindung. Sie äußert sich eher mit Unruhe, Gewichtsverlust und gesteigertem Durst. Auch hier gilt: Abklärung und Therapie gehören in die Tierarztpraxis, die Ernährung spielt eine begleitende Rolle.

Was ich empfehle

Setzen Sie auf ein hochwertiges, gut verträgliches Alleinfutter, halten Sie das Gewicht im Blick und stimmen Sie alles mit der behandelnden Tierarztpraxis ab. Ich selbst füttere Anifit, ein fleischreiches Nassfutter mit klarer Deklaration und moderater Energiedichte, das sich gut an einen Hund mit verlangsamtem Stoffwechsel anpassen lässt. Mehr dazu beim Anifit-Hundefutter und in den Grundlagen der Hundeernährung.

Vorteile der Anifit-Tiernahrung
Vorteile der Anifit-Tiernahrung

Stumpfes Fell und Hautveränderungen haben oft auch ernährungsbedingte Ursachen, mehr dazu im Ratgeber Ernährung für Fell und Haut beim Hund.

FAQ: Häufige Fragen zur Schilddrüse beim Hund

Was sind die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund?

Typisch sind Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Fütterung, Müdigkeit und Lethargie, stumpfes Fell mit Haarausfall, Hautprobleme und Kälteempfindlichkeit. Die Anzeichen entwickeln sich langsam und sind nicht eindeutig, deshalb ist eine tierärztliche Untersuchung für die Diagnose nötig.

Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund behandelt?

Über eine Blutuntersuchung gestellt, wird sie mit dem Schilddrüsenhormon Levothyroxin therapiert, meist lebenslang. Die Behandlung schlägt in der Regel gut an. Die Ernährung kann die Therapie begleiten, ersetzt sie aber nicht.

Welches Futter ist bei Schilddrüsenunterfunktion beim Hund sinnvoll?

Ein hochwertiges, bedarfsdeckendes Alleinfutter mit moderater Energiedichte, damit der Hund bei gesunkenem Energiebedarf nicht zunimmt. Gut verwertbares Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren für Haut und Fell sind sinnvoll. Eine spezielle Diät ist meist nicht nötig.

Nimmt mein Hund mit Schilddrüsenunterfunktion zwangsläufig zu?

Unbehandelt neigen betroffene Hunde durch den verlangsamten Stoffwechsel zur Gewichtszunahme. Mit der richtigen Therapie verlieren viele Hunde innerhalb der ersten Monate wieder an Gewicht. Eine angepasste Futtermenge und moderate Energiedichte unterstützen das.

Sollte ich bei Schilddrüsenunterfunktion Jod zufüttern?

Nicht eigenmächtig. Zwar wird Jod für die Hormonbildung gebraucht, stark jodreiche Zusätze wie Algenmehl sollten Sie aber nur nach Absprache mit der Tierarztpraxis geben. Ein hochwertiges Alleinfutter deckt den Jodbedarf in der Regel bedarfsgerecht ab.

Wie gebe ich meinem Hund die Schilddrüsentabletten richtig?

Futter kann die Aufnahme des Schilddrüsenhormons deutlich verringern. Deshalb gibt man es am besten auf nüchternen Magen oder mit zeitlichem Abstand zum Futter, vor allem aber jeden Tag auf die gleiche Weise und zur gleichen Zeit. Die genaue Handhabung gibt Ihre Tierarztpraxis vor.

Kann ich die Schilddrüsenunterfunktion meines Hundes über das Futter heilen?

Nein. Eine echte Hypothyreose ist nicht über das Futter zu beheben, sie wird tierärztlich mit Hormonen therapiert. Die Ernährung kann die Therapie nur begleiten, etwa beim Gewicht und bei Haut und Fell.

Verursacht eine Schilddrüsenunterfunktion Geruch beim Hund?

Indirekt ja. Durch die geschwächte Hautabwehr kommt es häufiger zu Hautinfektionen, die einen veränderten Geruch verursachen können. Mit erfolgreicher Therapie und unterstützender Haut- und Fellpflege bessert sich das meist.

Wie oft muss der Schilddrüsenwert beim Hund kontrolliert werden?

Nach der Einstellung wird der Wert anfangs engmaschiger, später meist ein- bis zweimal jährlich kontrolliert. Die genauen Abstände legt die Tierärztin fest, abhängig von Dosis und Befinden. Verändert sich Gewicht oder Aktivität deutlich, sollten Sie früher nachmessen lassen.

Hilft Omega-3 bei Schilddrüsenproblemen des Hundes?

Omega-3-Fettsäuren können Haut und Fell unterstützen, die unter einer Unterfunktion häufig leiden. Sie sind eine sinnvolle Begleitung der Fütterung, aber kein Ersatz für die tierärztliche Therapie der Erkrankung.

Fazit: Therapie beim Tierarzt, Ernährung als gute Begleitung

Die Schilddrüsenunterfunktion ist beim Hund häufig, gut erkennbar und tierärztlich gut therapierbar. Die Diagnose und die Gabe von Schilddrüsenhormonen gehören in die Tierarztpraxis, über das Futter allein lässt sich die Erkrankung nicht beheben. Eine durchdachte Ernährung begleitet die Therapie aber wirkungsvoll: mit einem hochwertigen Alleinfutter, einem wachen Auge auf das Gewicht und Omega-3 für Haut und Fell. Ich selbst füttere Anifit und passe die Menge an den Bedarf an. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihren Hund begleitend füttern, schauen wir uns das gern gemeinsam an.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, zu stoffwechselbegleitender Fütterung.
  • Tierärztliche Fachinformationen zur Hypothyreose des Hundes (Symptome, Diagnose, Levothyroxin-Therapie).
  • FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, zu Jod und Spurenelementen.
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.

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