In den ersten Lebensmonaten wächst ein Welpe rasant, und mit der richtigen Fütterung legen Sie den Grundstein für ein gesundes Hundeleben. Dabei geht es nicht nur ums Futter selbst, sondern auch um die richtige Menge, die Häufigkeit und ein paar typische Fehler, die Sie besser vermeiden. In diesem Ratgeber erkläre ich Ihnen, was ein Welpe im Wachstum braucht, wie oft Sie füttern, warum Sie kein Calcium zufüttern sollten und was bei großen Rassen besonders wichtig ist.

Welpen richtig füttern: Das Wichtigste in Kürze
Welpen haben im Wachstum einen viel höheren Bedarf an Energie und Nährstoffen als erwachsene Hunde und brauchen deshalb ein hochwertiges, fleischreiches Futter, das ihren erhöhten Bedarf deckt. Wichtig sind mehrere kleine Mahlzeiten, die richtige Menge ohne Überfütterung und der Verzicht auf eigenmächtige Calciumgaben.
- Bedarfsgerechtes Futter: energie- und nährstoffreich, mit passendem Calcium-Phosphor-Verhältnis.
- Mehrere Mahlzeiten: anfangs drei bis vier kleine Portionen am Tag.
- Nicht überfüttern: zu schnelles Wachstum schadet Knochen und Gelenken.
- Kein Calcium zufüttern: ein gutes Welpenfutter deckt den Bedarf vollständig.
- Große Rassen: brauchen maßvolle Energie, kontrolliertes Calcium und langsames Wachstum.
- Keine Kuhmilch: sie kann Durchfall verursachen, frisches Wasser genügt.
Was brauchen Welpen im Wachstum wirklich?
Welpen müssen in kurzer Zeit sehr viel neues Gewebe bilden, ihr Bedarf an Energie und bestimmten Nährstoffen ist daher um ein Vielfaches höher als bei erwachsenen Hunden, bei manchen Mineralstoffen bis zu fünfmal so hoch. Entscheidend ist deshalb nicht ein eigens als „Welpenfutter“ beworbenes Produkt, sondern ein hochwertiges Alleinfuttermittel mit hohem Fleischanteil, das diesen erhöhten Bedarf deckt. Einfach Adultfutter mit etwas mehr Fleisch zu strecken reicht dagegen nicht aus. Besonders wichtig ist ein passendes Calcium-Phosphor-Verhältnis von etwa 1,2 bis 1,5 zu 1, denn es spielt eine zentrale Rolle für die gesunde Knochenentwicklung.
Was ich als Ernährungsberaterin empfehle
Anifit positioniert sein Nassfutter als Alleinfuttermittel für alle Lebensphasen, vom Welpen bis zum Senior. Ein hochwertiges, fleischreiches Futter deckt den erhöhten Bedarf eines Welpen also bereits, ein gesondert beworbenes Welpenfutter ist nicht zwingend nötig. Entscheidend sind der hohe Fleischanteil und ein passendes Calcium-Phosphor-Verhältnis, nicht das Wort „Welpe“ auf der Dose. Warum der Fleischanteil so wichtig ist, lesen Sie beim Fleisch im Hundefutter, die Basics in den Grundlagen der Hundeernährung.
Wer für die Wachstumsphase trotzdem ein speziell darauf abgestimmtes Futter möchte, für den hat Anifit mit der Sorte Junior ein auf wachsende Hunde ausgerichtetes Futter im Programm. Mehr zur Welpenfütterung mit Anifit habe ich im Ratgeber Anifit-Welpenfutter zusammengefasst, dieses Futter gebe ich auch selbst.

Anifit-Hundefutter „Junior“
Premium-Nassfutter speziell für Welpen (Alleinfuttermittel)
Glutenfreies Hundefutter von Anifit mit Rind als tierische Proteinquelle (Monoproteinfutter). Diese leichtverdauliche Nassfuttersorte wurde speziell für Welpen entwickelt und enthält neben leicht verdaulichem Rindfleisch und Reis auch Inulin zur Stärkung der Darmflora. Auch für empfindliche Hunde geeignet!
| Enthaltene Einzelfuttermittel: | Rindermuskelfleisch (52 %), Rinderlunge (31 %), Rindermilz (7 %), Rinderleber (4 %), Lachsöl (2 %), Reis (1 %), Kalzium (1 %), Anteile unter 1 %: Sonnenblumenöl, Phosphat-Rübenfaser, Inulin. |
| Fisch- & Fleischanteil: | 94 % |
| Verpackungseinheit: | 6 x 200 g Dosen, 6 x 400 g Dosen und 6 x 810 g Dosen |
Als weitere Orientierung lohnt ein Blick in meinen Hundefutter-Test: Mehrere Anifit-Sorten liegen beim Calcium-Phosphor-Verhältnis im FEDIAF-Korridor. Für die Wachstumsphase besonders günstig sind Anifit Falscher Hase mit 1,35 zu 1 und Anifit Witwe Boltes Schrecken mit 1,3 zu 1, und auch die oben genannte Sorte Junior liegt mit 1,17 zu 1 im Korridor. Wer über Anifit hinausschauen möchte, findet mit RyDog Vitalmenü Bio-Rind (1,23 zu 1) ebenfalls ein Futter mit wachstumsgünstigem Verhältnis.
Wie oft und wie viel füttern?
Nach der Entwöhnung von der Muttermilch werden in der Regel drei bis vier Mahlzeiten pro Tag empfohlen, das sorgt für eine gleichmäßige Energieversorgung und schont die noch kleine Verdauung. Ab etwa dem dritten bis vierten Monat können Sie auf drei, später auf zwei Mahlzeiten reduzieren. Verlassen Sie sich bei der Menge nicht auf die Fütterungstabelle auf der Verpackung, sie ist oft zu hoch angesetzt. Berechnen Sie die passende Futtermenge stattdessen mit unserem Futterrechner, der die Wachstumsphase und das zu erwartende Idealgewicht berücksichtigt, das oft unter dem aktuellen Gewicht liegt. Füttern Sie nicht zur freien Verfügung: Zu viel Futter lässt den Welpen zu schnell wachsen, und das überlastet das noch unreife Skelett. Mehr dazu unter wie viel Hundefutter pro Tag.
Finger weg von Calcium und Co.
Ein häufiger und gut gemeinter Fehler ist es, dem Welpen zusätzlich Calcium oder Vitamine zu geben. Bei einem hochwertigen Welpenfutter ist das nicht nur unnötig, sondern schädlich: Eine Überversorgung mit Calcium kann die Aufnahme anderer Nährstoffe stören und zu Skelettproblemen führen. Ein gutes Alleinfutter enthält bereits alles in der richtigen Menge. Rechnen Sie auch Leckerlis in die Tagesration ein, sie sollten höchstens etwa zehn Prozent ausmachen. Und Finger weg von Kuhmilch, viele Welpen vertragen den Milchzucker nicht gut und bekommen Durchfall, frisches Wasser ist die bessere Wahl.
Kostenfreie Ernährungsberatung für Hunde
Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihres Hundes. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel zur Welpenfütterung) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihres Hundes zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihren Vierbeiner jederzeit bestmöglich zu versorgen.
Jetzt kostenlose Beratung sichern!Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Große Rassen: langsames Wachstum ist Trumpf
Große und sehr große Rassen wie Deutsche Dogge, Bernhardiner oder Labrador durchlaufen eine längere Wachstumsphase, die bis zu zwei Jahre dauern kann. Gerade hier ist ein langsames, gleichmäßiges Wachstum entscheidend. Wächst ein großer Welpe zu schnell, weil er zu viel oder zu energiereiches Futter bekommt, können ernste Probleme im Bewegungsapparat wie Hüft- oder Ellbogendysplasie entstehen. Große Rassen brauchen deshalb vor allem maßvolle Energie und eine kontrollierte, ausgewogene Calciumversorgung, damit sie langsam wachsen. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel mit passendem Calcium-Phosphor-Verhältnis leistet genau das, entscheidend ist, nicht zu energiereich zu füttern und kein zusätzliches Calcium zu geben.
Vom Welpen zum erwachsenen Hund
Wie lange Sie Welpenfutter geben, hängt von der Größe ab: Kleine Rassen sind oft schon mit 10 bis 12 Monaten ausgewachsen, mittelgroße mit etwa 12 Monaten, große und sehr große Rassen erst mit 18 bis 24 Monaten. Bis dahin bleibt der Welpe beim Wachstumsfutter. Danach stellen Sie langsam, über etwa sieben bis zehn Tage, auf ein Erwachsenenfutter um, indem Sie das neue Futter schrittweise unter das gewohnte mischen. Übrigens: Wenn ein Welpe bei Ihnen einzieht, behalten Sie zunächst sein gewohntes Futter bei und wechseln Sie erst nach der Eingewöhnung behutsam.
Wie Sie die Mutterhündin schon in Trächtigkeit und Säugezeit füttern, lesen Sie im Ratgeber Ernährung der trächtigen und säugenden Hündin.
Was nach Abschluss des Wachstums gilt, lesen Sie im Ratgeber Erhaltungsbedarf des erwachsenen Hundes.
FAQ: Häufige Fragen zur Welpenfütterung
Wie oft sollte ich meinen Welpen füttern?
Nach der Entwöhnung sind drei bis vier kleine Mahlzeiten pro Tag üblich. Das sorgt für eine gleichmäßige Energieversorgung und schont die kleine Verdauung. Ab etwa dem dritten bis vierten Monat können Sie auf drei, später auf zwei Mahlzeiten am Tag reduzieren.
Welches Futter ist für Welpen das richtige?
Ein hochwertiges, fleischreiches Alleinfuttermittel, das den erhöhten Bedarf wachsender Hunde deckt und ein passendes Calcium-Phosphor-Verhältnis von etwa 1,2 bis 1,5 zu 1 hat. Da gutes Nassfutter oft als Alleinfutter für alle Lebensphasen geeignet ist, braucht es nicht zwingend ein gesondertes Welpenfutter. Wer eines möchte, findet bei Anifit die Sorte Junior. Adultfutter mit mehr Fleisch zu strecken ist kein gleichwertiger Ersatz.
Soll ich meinem Welpen Calcium zufüttern?
Nein. Bei einem hochwertigen Welpenfutter ist zusätzliches Calcium unnötig und sogar schädlich. Eine Überversorgung kann die Nährstoffaufnahme stören und zu Skelettproblemen führen. Verlassen Sie sich auf ein vollwertiges Alleinfutter und verzichten Sie auf eigenmächtige Zusätze.
Wie viel sollte ein Welpe fressen?
Orientieren Sie sich an der Fütterungstabelle auf der Verpackung, bezogen auf das zu erwartende Idealgewicht. Füttern Sie nicht zur freien Verfügung, denn zu viel Futter führt zu zu schnellem Wachstum. Kontrollieren Sie die Figur und passen Sie die Menge bei Bedarf an.
Warum ist Überfütterung bei Welpen gefährlich?
Zu viel Energie lässt den Welpen zu schnell wachsen. Das noch unreife Skelett wird dann überlastet, Knochen und Gelenke können nicht stabil genug heranreifen. Besonders bei großen Rassen drohen dadurch Gelenkprobleme. Ein gleichmäßiges, eher langsames Wachstum ist das Ziel.
Worauf muss ich bei Welpen großer Rassen achten?
Große Rassen wachsen länger, teils bis zu zwei Jahre. Wichtig ist ein langsames, gleichmäßiges Wachstum, um Gelenkerkrankungen vorzubeugen. Achten Sie daher auf ein hochwertiges Alleinfuttermittel mit maßvoller Energie und einer kontrollierten, ausgewogenen Calciumversorgung und vermeiden Sie zu energiereiche Portionen sowie zusätzliche Calciumgaben.
Darf mein Welpe Kuhmilch trinken?
Besser nicht. Viele Welpen vertragen den Milchzucker in Kuhmilch nicht gut und bekommen davon Durchfall. Nach der Entwöhnung von der Muttermilch braucht der Welpe keine Milch mehr. Stellen Sie ihm stattdessen immer frisches Wasser zur Verfügung.
Bis wann sollte ich Welpenfutter geben?
Bis der Hund ausgewachsen ist: kleine Rassen etwa 10 bis 12 Monate, mittelgroße rund 12 Monate, große und sehr große Rassen 18 bis 24 Monate. Danach stellen Sie über etwa sieben bis zehn Tage langsam auf ein Erwachsenenfutter um.
Mein Welpe ist gerade eingezogen, soll ich sofort das Futter wechseln?
Nein, behalten Sie zunächst das gewohnte Futter bei. Der Umzug ist ohnehin aufregend, ein gleichzeitiger Futterwechsel kann den Magen zusätzlich belasten. Wenn sich der Welpe eingelebt hat, können Sie behutsam über mehrere Tage auf ein neues Futter umstellen.
Wie stelle ich das Welpenfutter um, ohne dass es Probleme gibt?
Stellen Sie schrittweise über etwa sieben bis zehn Tage um, indem Sie das neue Futter langsam unter das gewohnte mischen und den Anteil täglich erhöhen. So gewöhnt sich die Verdauung an die neue Kost, und Sie vermeiden Durchfall oder Magenprobleme.
Fazit: gleichmäßig wachsen lassen statt überversorgen
Welpen richtig zu füttern heißt vor allem: ein gutes, fleischreiches Alleinfuttermittel, das den Wachstumsbedarf deckt, mehrere kleine Mahlzeiten und eine Menge, die ein gleichmäßiges, eher langsames Wachstum erlaubt. Der häufigste Fehler ist die Überversorgung, sei es durch zu große Portionen oder durch eigenmächtige Calciumgaben, gerade bei großen Rassen kann das den Gelenken schaden. Ein gutes Alleinfutter deckt alles ab, was Ihr Welpe braucht. Ich selbst füttere Anifit. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihren Welpen durch die Wachstumsphase begleiten, schauen wir uns das gern gemeinsam an.
Quellen und weiterführende Informationen
- Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, zu Wachstum und Welpenfütterung.
- Tierärztliche Fachinformationen zur Welpenernährung, zum Calcium-Phosphor-Verhältnis und zu Wachstumsstörungen großer Rassen.
- FEDIAF (2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, zum Wachstum.







