Eine Leishmaniose-Diagnose verunsichert viele Hundehalterinnen und Hundehalter zunächst. Umso wichtiger ist es, zu wissen: Mit einer passenden Ernährung können Sie Ihren Hund im Alltag gezielt unterstützen. Gerade betroffene Hunde haben oft wenig Appetit, verlieren Gewicht oder reagieren empfindlich auf bestimmte Futtermittel. Besonders wichtig wird die Fütterung, wenn Ihr Hund Allopurinol bekommt. Dann spielt eine purinarme Ernährung eine wichtige Rolle, um das Risiko für Harnsteine zu senken. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, welches Futter und welche Nahrungsergänzungen bei Leishmaniose sinnvoll sind und was Sie besser vermeiden sollten.

Was ist Leishmaniose beim Hund?
Leishmaniose ist eine chronische Infektionskrankheit, die durch Parasiten ausgelöst und in der Regel durch den Stich einer Sandmücke übertragen wird. Besonders häufig betrifft sie Hunde aus südlichen Ländern oder Hunde, die mit ihren Halterinnen und Haltern in entsprechende Urlaubsregionen gereist sind. Die Erkrankung kann lange unbemerkt bleiben und verläuft nicht immer gleich.
Wichtig zu wissen ist, dass Leishmaniose nicht bei jedem Hund ständig aktiv ist. Es gibt Hunde, die den Erreger in sich tragen, aber über längere Zeit kaum oder keine Beschwerden zeigen. Wird die Krankheit aktiv, können Symptome wie Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Hautveränderungen, Müdigkeit oder allgemeine Schwäche auftreten. Gerade weil Leishmaniose den Körper dauerhaft belasten kann, ist neben der tierärztlichen Behandlung auch eine gut abgestimmte Ernährung besonders wichtig.
Warum die richtige Ernährung bei Leishmaniose so wichtig ist
Bei Hunden mit Leishmaniose ist der Körper oft dauerhaft belastet – auch dann, wenn die Erkrankung gerade nicht aktiv ist. Genau deshalb spielt die Ernährung eine besonders wichtige Rolle: Sie soll den Organismus entlasten und Ihren Hund gleichzeitig zuverlässig mit allem versorgen, was er braucht.
Eine hochwertige, gut verträgliche und möglichst natürliche Fütterung kann dabei helfen, den Alltag für Ihren Hund spürbar zu erleichtern. Minderwertiges Futter mit vielen Zusatzstoffen, Zucker, künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen ist daher keine gute Wahl.

Wann eine purinarme Fütterung besonders wichtig wird
Nicht jeder Hund mit Leishmaniose muss automatisch streng purinarm gefüttert werden. Entscheidend ist vor allem, ob Ihr Hund Allopurinol erhält. Bekommt Ihr Hund kein Allopurinol, steht in erster Linie eine hochwertige, gut verträgliche und schonende Ernährung im Vordergrund.
Erhält Ihr Hund jedoch Allopurinol, sollte auf den Puringehalt im Futter besonders geachtet werden. In diesem Fall kann sich sonst das Risiko für Harnsteine erhöhen. Eine purinarme Fütterung kann deshalb dabei helfen, den Stoffwechsel zu entlasten und die Ernährung besser an die besondere Situation Ihres Hundes anzupassen.
Gleichzeitig sollte das Futter nicht nur purinarm, sondern auch gut verträglich und schmackhaft sein. Viele Hunde mit Leishmaniose fressen nur schlecht oder sind beim Futter sehr wählerisch. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Mahlzeiten gut angenommen werden. Auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme spielt eine wichtige Rolle – Trockenfutter ist deshalb keine gute Wahl.
Empfohlene Fütterung für Hund mit Leishmaniose
Wie genau die Fütterung aussehen sollte, hängt davon ab, ob Ihr Hund Allopurinol bekommt oder nicht. Ohne Allopurinol steht vor allem eine hochwertige, gut verträgliche und natürliche Ernährung im Vordergrund. Hierfür eignen sich grundsätzlich alle Anifit-Nassfuttersorten, da sie eine gute Basis für eine hochwertige und alltagstaugliche Fütterung bieten.
Mit Allopurinol sollte zusätzlich besonders auf einen niedrigen Puringehalt geachtet werden.
Innereien wie Leber, Niere, Herz und Milz sollten dagegen reduziert beziehungsweise möglichst vermieden werden, da sie einen höheren Puringehalt aufweisen. Stattdessen ist es sinnvoll, die Eiweißversorgung durch weitere gut verträgliche Proteinquellen zu ergänzen. Je nach Verträglichkeit eignen sich dafür zum Beispiel Joghurt, Hüttenkäse, Magerquark oder gekochte Eier.
Ergänzt wird die Fütterung idealerweise durch hochwertige Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln und Reis sowie durch gut verträgliches Gemüse, zum Beispiel Karotten, Zucchini oder Kürbis.
Auch beim Fettgehalt ist Maßhalten sinnvoll. Empfehlenswert ist eine moderate Fettzufuhr. Auf Lachsöl sollte besser verzichtet werden, da es häufig aus Haut und anderen Nebenprodukten hergestellt wird und dadurch purinreicher sein kann. Zur Ergänzung von Omega-3-Fettsäuren ist Algenöl die passendere Wahl.
Zusätzlich sollte die Calciumzufuhr im Blick behalten werden. Zur bedarfsgerechten Ergänzung eignen sich zum Beispiel Eierschalenpulver oder Calciumcitrat.
Von BARF beziehungsweise Rohfütterung ist bei Leishmaniose eher abzuraten. Gegarte Zutaten sind in der Regel besser verdaulich und werden von vielen betroffenen Hunden besser vertragen. Gerade bei einer chronischen Erkrankung wie Leishmaniose ist es wichtig, das Verdauungssystem nicht zusätzlich zu belasten, sondern auf eine möglichst schonende und alltagstaugliche Fütterung zu setzen.
Passende Anifit Produkte für die purinarme Fütterung bei Leishmaniose
Die passende Fütterung lässt sich am besten umsetzen, wenn auch die gewählten Produkte genau auf diese besonderen Anforderungen abgestimmt sind. Anifit bietet hier verschiedene Möglichkeiten.

Purinarmes Hundefutter „Purin Low” von Anifit bei Leishmaniose
Für eine besonders purinarme Fütterung eignet sich vor allem Purin Low. Dieses speziell entwickelte Hundefutter ist besonders interessant für Hunde mit Leishmaniose, die Allopurinol erhalten und bei denen das Risiko für Harnsteine berücksichtigt werden muss.
Purin Low überzeugt durch mehrere Vorteile:
- sehr niedriger Puringehalt
- leicht verdaulich
- hochwertige Zutaten
- durch Gefriertrocknung bleiben Nährstoffe und Geschmack besonders gut erhalten
- lange haltbar
- frei von Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Aromen
Bei Purin Low beträgt der Anteil der Harnsäure nur 40 mg pro 100 g und ist damit besonders niedrig.
| Zusammensetzung: | 30 % Hühnerbrust, 30 % Apfel, 20 % Hüttenkäse, 10 % Rotbarsch, 10 % Rindertalg, Prise Calcium |
| Fütterungsempfehlung pro Tag: | Nach Bedarf und Gewicht des Tieres verfüttern. |
Alternative für größere Hunde: passende Anifit Sorten in Kombination mit Phosphatbinder
Für kleine Hunde ist Purin Low oft eine sehr gute Lösung, weil sich damit eine purinarme Fütterung einfach und noch relativ kostengünstig umsetzen lässt. Bei größeren Hunden sieht das jedoch oft anders aus: Wenn täglich deutlich größere Futtermengen benötigt werden, kann Purin Low auf Dauer recht teuer werden.
In solchen Fällen ist es sinnvoll, auf passende Anifit Sorten auszuweichen und diese mit Flocken und dem Phosphatbinder zu kombinieren. Je nach Verträglichkeit können auch Hüttenkäse, Magerquark sowie gekochte Eier sinnvoll ergänzt werden. So entsteht eine alltagstaugliche und deutlich wirtschaftlichere Lösung für größere Hunde.
Als grobe Orientierung kann die Tagesration zum Beispiel aus 35 % Anifit-Nassfutter, 15 % Hüttenkäse oder Magerquark und 50 % passenden Flocken bestehen.
Geeignete Anifit-Nassfuttersorten bei Leishmaniose sind:
Hinweis: Der Durchschnittswert an Harnsäure der Anifit-Gerichte liegt bei ca. 80 mg/100g
Geeignete Anifit-Flocken bei Leishmaniose sind:
Der Phosphatbinder wird dabei ergänzend eingesetzt, um das Fütterungskonzept im Hinblick auf die Harnstein-Problematik sinnvoll zu unterstützen:

Phosphatbinder von Anifit bei Leishmaniose
Der Phosphatbinder von Anifit kann bei Hunden mit Leishmaniose eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn aufgrund der Fütterung und der Behandlung mit Allopurinol besonders auf das Risiko für Harnsteine geachtet werden soll. Er wird einfach unter das Futter gemischt und lässt sich dadurch gut in den Alltag integrieren.
| Zusammensetzung: | Erbsenfaser, Calciumcarbonat, Leberhydrolisat, Glucosaminsulfat |
| Fütterungsempfehlung pro Tag: | Pro 5 Kilo Körpergewicht 1 Gramm (= 1 Messlöffel) dem Futter beimischen. |
Was Sie bei der purinarmen Fütterung bei Leishmaniose besser vermeiden sollten
Bei Hunden mit Leishmaniose gibt es einige Futtermittel und Fütterungsgewohnheiten, die besser vermieden werden sollten. Sie können den Stoffwechsel unnötig belasten, den Puringehalt der Ration erhöhen oder sich ungünstig auf die Harnwege auswirken.
Dazu gehören vor allem:
- Klassisches Trockenfutter: Industrielles Trockenfutter ist bei Leishmaniose eher ungünstig, da eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme besonders wichtig ist.
- Purinreiche tierische Bestandteile: Dazu zählen vor allem Innereien wie Leber, Niere, Milz und Herz. Auch Pansen, Lunge sowie Haut und stark bindegewebshaltige tierische Bestandteile sind weniger geeignet.
- Bestimmte Fischsorten: Eher ungünstig sind purinreichere Fische wie Sardinen, Hering, Makrele oder Thunfisch. Wenn Fisch gefüttert wird, sollten besser purinärmere Sorten gewählt werden.
- Leckerlis mit viel Fleisch oder Nebenprodukten: Viele Kauartikel und Snacks enthalten getrocknetes Fleisch, Innereien oder Schlachtnebenerzeugnisse und sind dadurch oft purinreicher, als es auf den ersten Blick wirkt. Dazu gehören zum Beispiel Trockenfleisch, Rinderlunge, Pansensticks, Schlund oder Ochsenziemer.
- Futter mit minderwertigen Zusätzen: Produkte mit Zucker, künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen, Aromen oder unnötigen Füllstoffen sollten möglichst gemieden werden. Sie tragen nicht zu einer bedarfsgerechten Ernährung bei und belasten den Organismus zusätzlich. Auch purinreichere Zusätze wie Bierhefe oder Brauerhefe sowie unspezifisch deklarierte tierische Nebenerzeugnisse können bei einer purinbewussten Fütterung ungünstig sein.
- Häufige oder abrupte Futterumstellungen: Viele betroffene Hunde sind empfindlich und reagieren sensibel auf Veränderungen. Eine möglichst konstante, gut verträgliche Fütterung sowie eine sanfte Futterumstellung ist deshalb meist die bessere Wahl.

FAQ: Häufige Fragen zur Fütterung bei Leishmaniose beim Hund
Nein, nicht jeder Hund mit Leishmaniose muss automatisch streng purinarm gefüttert werden. Besonders wichtig wird eine purinarme Ernährung vor allem dann, wenn der Hund Allopurinol erhält. Ohne Allopurinol steht eher eine hochwertige, gut verträgliche und schonende Fütterung im Vordergrund.
Ein Hund mit Leishmaniose sollte möglichst gut verträgliches, hochwertiges Futter bekommen. Wenn er mit Allopurinol behandelt wird, sollte zusätzlich auf einen niedrigen Puringehalt geachtet werden. Geeignet sind zum Beispiel purinarmes Muskelfleisch in moderater Menge, gut verträgliche Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln oder Reis sowie ausgewähltes Gemüse. Wichtig ist außerdem, dass das Futter gerne gefressen wird und Ihr Hund ausreichend Flüssigkeit aufnimmt.
Eine purinarme Ernährung ist besonders wichtig, wenn Ihr Hund Allopurinol erhält. Das Medikament kann dazu führen, dass sich Xanthinsteine in den Harnwegen bilden. Eine purinärmere Fütterung kann helfen, dieses Risiko zu senken und den Stoffwechsel zu entlasten.
Trockenfutter ist bei Leishmaniose nicht die beste Wahl. Betroffene Hunde sollten möglichst viel Flüssigkeit aufnehmen, um die Harnwege zu unterstützen. Nassfutter oder frisch zubereitete, gut abgestimmte Rationen sind deshalb sinnvoller.
Weniger geeignet sind vor allem purinreiche tierische Bestandteile wie Innereien, Pansen, Lunge oder stark bindegewebshaltige Schlachtnebenerzeugnisse. Auch manche Fischsorten wie Sardinen, Hering, Makrele oder Thunfisch sind eher ungünstig. Besser geeignet ist purinarmes Muskelfleisch zum Beispiel von Rind, Wild oder Geflügel ohne Haut in angepasster Menge.
Ja, aber die Auswahl sollte gut überlegt sein. Viele Kauartikel und Snacks enthalten große Mengen getrocknetes Fleisch, Innereien oder Nebenprodukte und sind dadurch oft purinreicher als gedacht. Besser sind kleine, gut verträgliche und möglichst purinarme Alternativen.
Das hängt immer von der individuellen Situation ab. Spätestens wenn Ihr Hund Allopurinol bekommt, sollte die Fütterung angepasst werden. Aber auch unabhängig davon profitieren betroffene Hunde von einer gut verträglichen, hochwertigen und möglichst entlastenden Ernährung ohne künstliche Zusätze.
Entscheidend ist hier nicht die einzelne Dose, sondern immer die Zusammensetzung der gesamten Tagesration. Die empfohlenen Anifit-Sorten werden nicht pur gefüttert, sondern in ein durchdachtes Gesamtkonzept eingebunden – zum Beispiel in Kombination mit purinarmen Flocken wie Kartoffelflocken oder Reispops sowie je nach Verträglichkeit mit Hüttenkäse, Magerquark oder gekochtem Ei. So lässt sich der Anteil purinreicher Bestandteile in der Gesamtration deutlich reduzieren. Der Phosphatbinder wird dabei ergänzend eingesetzt, um das Fütterungskonzept im Hinblick auf die Harnstein-Problematik sinnvoll zu unterstützen. Gleichzeitig kann Anifit hier seine Stärken ausspielen: natürliche Zutaten, keine künstlichen Zusatzstoffe, hohe Qualität und eine schonende Herstellung. So entsteht eine Lösung, die nicht nur alltagstauglich und ausgewogen ist, sondern auch den Anspruch an eine möglichst hochwertige Fütterung erfüllt.
Kostenfreie Ernährungsberatung für Hunde mit Leishmaniose
Gerade bei Leishmaniose ist die passende Fütterung besonders wichtig — vor allem dann, wenn Ihr Hund Allopurinol erhält. In einer kostenfreien Ernährungsberatung erhalten Sie individuelle Empfehlungen, die zur Situation Ihres Hundes passen – zum Beispiel zur geeigneten Futterwahl, zur Zusammensetzung der Ration und zu sinnvollen Ergänzungen.
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Fazit zur Fütterung bei Leishmaniose
Die richtige Fütterung kann Hunde mit Leishmaniose im Alltag gezielt unterstützen und sollte immer an die individuelle Situation angepasst werden. Nicht jeder Hund mit Leishmaniose muss automatisch streng purinarm gefüttert werden. Besonders bei einer Behandlung mit Allopurinol ist es jedoch wichtig, auf eine purinarme, gut verträgliche und möglichst schonende Ernährung zu achten.
Entscheidend sind außerdem eine gute Akzeptanz, eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und die Auswahl passender Zutaten. So lässt sich die Fütterung sinnvoll auf die besonderen Bedürfnisse betroffener Hunde abstimmen und der Organismus bestmöglich entlasten.








