Makrele für Hunde: fettreicher Fisch mit viel Omega-3

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Makrele gehört zu den fettreichsten und omega-3-stärksten Fischen überhaupt, vielen ist sie aber vor allem als goldene Räuchermakrele aus der Theke vertraut. Genau die ist für den Hund das Problem. Frische Makrele dagegen ist ein hervorragender Omega-3-Lieferant. Ich zeige Ihnen, was den kräftigen Seefisch so wertvoll macht, worauf Sie achten müssen und wie viel davon guttut.

Makrele für Hunde: fettreicher Fisch mit viel Omega-3
Makrele für Hunde: fettreicher Fisch mit viel Omega-3

Makrele für Hunde: Das Wichtigste in Kürze

Hunde dürfen frische Makrele essen, sie zählt zu den besten Omega-3-Quellen unter den Speisefischen. Gegart oder durchgefroren ist sie eine ausgezeichnete Wahl, die Atlantische Makrele ist zudem kaum mit Quecksilber belastet. Räuchermakrele und Makrele in Öl oder Lake sind dagegen zu salzig und ungeeignet.

  • Ja, als frischer Fisch: Makrele ist ein fettreicher, omega-3-starker Seefisch
  • Sehr viel Omega-3: mit rund 2 bis 2,5 Gramm pro 100 Gramm noch reicher als Hering und Lachs
  • Keine Räuchermakrele: geräucherte und gesalzene Makrele ist ungeeignet
  • Gegart oder durchgefroren: roh nur nach mindestens einer Woche bei etwa minus 18 bis minus 20 Grad
  • Atlantische Makrele: als kleiner Fisch quecksilberarm, nur die große Königsmakrele meiden
  • Als Ergänzung gedacht: ein bis zwei kleine Portionen pro Woche, die Basis bleibt ein gutes Futter

Dürfen Hunde Makrele essen?

Ja, Hunde dürfen frische Makrele essen, und sie ist sogar eine der besten Fischquellen überhaupt. Makrele liefert hochwertiges Eiweiß und außergewöhnlich viel der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Als kleiner Schwarmfisch reichert die Atlantische Makrele kaum Quecksilber an. Entscheidend ist, dass sie frisch und ungesalzen ist und gegart oder durchgefroren wird, nicht als Räuchermakrele.

In meiner Beratung empfehle ich Makrele gern, wenn es um eine kräftige Omega-3-Versorgung geht. Wie der Napf insgesamt ausgewogen bleibt, lesen Sie in meinem Ratgeber zur Hundeernährung.

Wie gesund ist Makrele für Hunde?

Makrele ist ein fettreicher Seefisch und damit ein echtes Omega-3-Kraftpaket. Mit rund 2 bis 2,5 Gramm EPA und DHA pro 100 Gramm gehört sie zu den ergiebigsten Fischen, noch vor Hering und Lachs. Dazu liefert sie sehr viel Vitamin D, Vitamin B12 und Selen. Die Übersicht zeigt grobe Richtwerte.

Nährstoff (je 100 g)Gehalt (Richtwert)Bedeutung
Eiweißetwa 18 bis 20 ghochwertige Aminosäuren
Fettetwa 12 bis 16 gfettreich, Träger der Omega-3-Fettsäuren
Omega-3 (EPA und DHA)etwa 2 bis 2,5 gunterstützt Haut, Fell und Gelenkfunktion
Vitamin D, B12, Selensehr hochKnochenstoffwechsel, Blutbildung, Zellschutz

Mein Praxis-Tipp: Weil Makrele so reich an Omega-3 ist, reicht schon ein kleines Stück gegarter Fisch pro Woche, um die Versorgung spürbar zu unterstützen.

Welche Vorteile hat Makrele für Haut, Fell und Gelenke?

Der hohe Omega-3-Gehalt ist der Grund, warum fette Fische wie Makrele als Hautschmeichler gelten. EPA und DHA sind Bausteine der Hautbarriere und unterstützen ein dichtes, glänzendes Fell, gerade im Fellwechsel. Auch die Gelenkfunktion profitiert von einer guten Omega-3-Versorgung, weshalb ich fette Fische bei älteren und sehr aktiven Hunden gern einplane.

Wichtig ist die richtige Erwartung: Sichtbare Veränderungen an Haut und Fell brauchen mehrere Wochen und eine ausgewogene Fütterung. Eine einzelne Mahlzeit ist kein Schalter, der Effekt entsteht aus der dauerhaften, passenden Versorgung.

Atlantische Makrele oder Königsmakrele?

Beim Quecksilber kommt es auf die Art an. Die im deutschen Handel übliche Atlantische Makrele ist ein kleiner Schwarmfisch und gehört zu den quecksilberärmsten Speisefischen. Die deutlich größere Königsmakrele dagegen reichert als Raubfisch viel Quecksilber an und sollte gemieden werden, ähnlich wie der Thunfisch. Für den Napf greifen Sie also zur kleinen Atlantischen Makrele.

MakrelenartGrößeQuecksilber
Atlantische Makreleklein bis mittelgering, gute Wahl
Spanische Makrelemittelgering bis mäßig
Königsmakrelegroßhoch, meiden

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Wie oft ein fetter Fisch wie Makrele guttut, welche Menge zur Größe Ihres Hundes passt und wie Sie Omega-3 sinnvoll in die Ration bringen, hängt von Gewicht, Alter und Gesundheit ab. Gemeinsam schauen wir uns an, was zu Ihrem Hund passt und wo Sie besser vorsichtig sein sollten.

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Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Roh oder gegart: Thiaminase und Parasiten

Auf der sicheren Seite sind Sie mit gegarter Makrele. Roher fetter Fisch kann den Fadenwurm Anisakis enthalten, der durch Garen oder mindestens einwöchiges Durchfrieren bei etwa minus 18 bis minus 20 Grad abgetötet wird. Zudem enthält rohe Makrele wie andere fette Fische das Enzym Thiaminase, das Vitamin B1 abbauen kann. Beim Erhitzen wird beides unschädlich, die Omega-3-Fettsäuren bleiben erhalten.

Achtung: Räuchermakrele und Makrele in Öl

So gesund frische Makrele ist, so ungeeignet sind die bekannten Zubereitungen. Räuchermakrele ist stark gesalzen, ebenso Makrele in Lake. Makrele in Öl oder in Tomatensauce bringt zu viel Fett und Zusätze mit. Für den Hund zählt nur frische, ungewürzte Makrele. Die Tabelle ordnet die Formen ein.

Form von MakreleGeeignet?Hinweis
Frisch oder tiefgekühlt, gegart, entgrätetjaungesalzen, beste Wahl
In Wasser oder eigenem Saft, abgetropftjaohne Salz, kurz abspülen
Räuchermakreleneinstark gesalzen
In Öl, Lake oder TomatensauceneinSalz, Fett und Zusätze

Wie viel und wie oft Makrele für Hunde?

Makrele ist sehr fettreich und energiehaltig. Als Orientierung sollte Fisch insgesamt höchstens rund 10 Prozent der Tagesration ausmachen, an Fisch-Tagen rechnen Sie die Kalorien beim Hauptfutter ab. Die Tabelle gibt Richtwerte für gegarte Makrele.

KörpergewichtMakrele als PortionHäufigkeit
bis 10 kgetwa 1 bis 2 Esslöffel1 bis 2 mal pro Woche
10 bis 25 kgetwa 2 bis 3 Esslöffel1 bis 2 mal pro Woche
über 25 kgetwa 3 bis 4 Esslöffel1 bis 2 mal pro Woche

Worauf sollten Sie beim Kauf von Makrele achten?

Greifen Sie zu frischer oder tiefgekühlter Makrele ohne Salz, Rauch oder Marinade. Tiefkühlware ist praktisch, weil das Durchfrieren Parasiten ohnehin abtötet und Sie portionsweise auftauen können. Bei frischer Ware lohnt der Blick auf das MSC-Siegel, denn die Bestände stehen unter Druck.

Lassen Sie die goldene Räuchermakrele aus der Theke im Regal, sie ist ein ganz anderes Produkt. Frische Makrele lagern Sie durchgehend gekühlt und verarbeiten sie zügig, denn fetter Fisch verdirbt schnell. Reste halten gegart ein bis zwei Tage im Kühlschrank.

Welcher Fisch passt sonst für Hunde?

Makrele ist ein hervorragender Omega-3-Lieferant, aber nicht der einzige. Auch Lachs, Hering und Sardinen sind fettreiche, omega-3-starke Fische, magere Weißfische wie Seelachs, Kabeljau und Rotbarsch sind dagegen eine leichte Abwechslung. Einen Überblick, welcher Fisch für Hunde geeignet ist, finden Sie in meinem Übersichtsbeitrag.

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle

Aus meiner Beratungspraxis empfehle ich Makrele als sehr ergiebige Omega-3-Quelle, am liebsten gegart als kleines Topping. Wer es einfacher und genauer dosierbar mag, ist mit einem guten Lachsöl gut bedient, das sich tropfenweise über die Mahlzeit geben lässt. Die Basis bleibt bei mir ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Frischfleischanteil in Lebensmittelqualität, ohne Zucker, Getreide sowie Lock-, Farb- und Konservierungsstoffe.

Wer gern selbst kocht oder backt, findet Ideen für Fisch-Snacks in meinen Büchern, zum Kochen von Hundefutter und zum Backen von Hundeleckerlis. So haben Sie Menge und Zutaten selbst in der Hand.

Wichtig: Makrele ist eine Ergänzung, kein Heilmittel. Reagiert Ihr Hund mit Durchfall, Erbrechen oder Juckreiz, sollten Sie eine mögliche Unverträglichkeit tierärztlich abklären lassen. Eine ausgewogene Fütterung kann das Wohlbefinden unterstützen, ersetzt aber keine Diagnose.

Vorteile der Anifit-Tiernahrung
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Häufige Fragen zu Makrele für Hunde

Rund um Makrele im Hundenapf tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. Hier die wichtigsten Antworten aus meiner Beratung.

Dürfen Welpen Makrele essen?

In kleinen Mengen ist gegarte, entgrätete Makrele auch für Welpen geeignet und liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Achten Sie auf ungesalzene Zubereitung und entfernen Sie Gräten. Die Hauptration sollte ein gutes Welpenfutter bleiben.

Dürfen Hunde rohe Makrele fressen?

Nur, wenn sie zuvor mindestens eine Woche bei etwa minus 18 bis minus 20 Grad durchgefroren wurde, das tötet Parasiten ab. Roher fetter Fisch enthält zudem Thiaminase, die Vitamin B1 abbaut. Auf der sicheren Seite sind Sie mit gegarter Makrele.

Darf mein Hund Räuchermakrele essen?

Nein, Räuchermakrele ist stark gesalzen und für Hunde ungeeignet. Auch Makrele in Öl, in Lake oder in Tomatensauce scheidet aus. Geben Sie nur frische, gegarte und ungewürzte Makrele.

Darf mein Hund Makrele aus der Dose essen?

Nur Makrele in Wasser oder im eigenen Saft ohne Salzzusatz, gut abgetropft und kurz abgespült. Dosenmakrele in Öl, in Lake oder in Sauce ist dagegen ungeeignet.

Ist Makrele so gesund wie Lachs?

Sogar noch etwas reicher an Omega-3: Makrele liefert mit rund 2 bis 2,5 Gramm pro 100 Gramm mehr als Lachs und Hering. Damit ist sie eine der besten Omega-3-Quellen für den gelegentlichen Einsatz im Napf.

Dürfen Hunde jeden Tag Makrele fressen?

Besser nicht täglich. Makrele ist sehr fettreich, deshalb sind ein bis zwei kleine Portionen pro Woche eine gute Orientierung. So profitiert Ihr Hund vom Omega-3, ohne dass die Ration zu fett wird.

Muss ich Makrele entgräten?

Größere Gräten sollten Sie entfernen. In gut gegarter Makrele sind viele kleine Gräten weich, sicherer ist es trotzdem, auf grobe Gräten zu achten oder entgrätete Filets zu verwenden.

Ist Königsmakrele für Hunde gefährlich?

Die große Königsmakrele reichert viel Quecksilber an und sollte gemieden werden. Die im Handel übliche Atlantische Makrele ist dagegen klein und quecksilberarm und damit gut geeignet.

Ist Makrele bei Allergie geeignet?

Makrele wird seltener als Hauptfleisch verwendet und kann im Rahmen einer tierärztlich begleiteten Ausschlussdiät interessant sein. Bei bekanntem Fischeiweiß-Verdacht setzen Sie sie nur nach Rücksprache ein.

Mein Hund hat Räuchermakrele gefressen, was tun?

Sorgen Sie für reichlich frisches Wasser, denn das viele Salz macht durstig und kann Erbrechen oder Durchfall auslösen. Beobachten Sie Ihren Hund. Bei größeren Mengen oder deutlichen Symptomen lassen Sie ihn tierärztlich anschauen.

Zusammenfassung

Makrele für Hunde ist eine der besten Omega-3-Quellen überhaupt, mit rund 2 bis 2,5 Gramm pro 100 Gramm liegt sie noch über Hering und Lachs. Die im Handel übliche Atlantische Makrele ist als kleiner Fisch kaum mit Quecksilber belastet, nur die große Königsmakrele sollte gemieden werden. Entscheidend ist die Zubereitung: gegart oder mindestens eine Woche durchgefroren und ungesalzen. Räuchermakrele und Makrele in Öl scheiden aus. Als kleine Ergänzung zu einem hochwertigen Hauptfutter genügen ein bis zwei Portionen pro Woche.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen, Fütterung, Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, Standardwerk zur Hundeernährung mit Daten zu Fisch, Fettsäuren und Rationsgestaltung
  • FEDIAF (2024): „Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs“, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien für Hunde- und Katzenfutter
  • Markovich, Heinze, Freeman (2018): „Thiamine deficiency in dogs and cats“, Übersichtsarbeit zur Rolle von Vitamin B1 und der Thiaminase in rohem Fisch
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Informationen zu Fischparasiten (Anisakis) sowie zu Methylquecksilber, kleine Makrelenarten sind deutlich geringer belastet als große Raubfische
  • US Food and Drug Administration (FDA): Fish Advice, Atlantische Makrele zählt zur Kategorie „Best Choice“, die Königsmakrele zur Kategorie „Choice to Avoid“
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.

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