Kohlrabi für Hunde: roh, gekocht und wie viel?

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Kohlrabi ist ein typisch deutsches Gemüse, knackig, mild und kalorienarm, und viele Hunde mögen den frischen Geschmack. In der Beratung werde ich oft gefragt, ob die Knolle in den Napf darf, gern auch roh. Die kurze Antwort: Ja, Kohlrabi für Hunde ist gesund und gut verträglich, roh fein geraspelt ebenso wie gekocht. In diesem Beitrag erfahren Sie, ob roh oder gekocht besser passt, ob Blätter und Schale mitgefüttert werden dürfen, wie viel guttut und worauf Sie achten sollten.

Kohlrabi für Hunde: roh, gekocht und wie viel?
Kohlrabi für Hunde: roh, gekocht und wie viel?

Kohlrabi für Hunde: Das Wichtigste in Kürze

Hunde dürfen Kohlrabi essen, roh wie gekocht. Roh wird er am besten fein geraspelt gegeben, gekocht oder gedünstet ist er bekömmlicher und bläht weniger. Die harte Schale gehört entfernt, das nährstoffreiche Blattgrün darf in kleiner Menge fein gehackt mit. Kohlrabi ist kalorienarm und gut verträglich, sollte aber als Beilage in kleiner Menge bleiben, denn wie alle Kohlsorten kann er Blähungen machen.

  • Ja, in Maßen: Kohlrabi ist für Hunde gesund, kalorienarm und gut verträglich
  • Roh oder gekocht: roh am besten fein geraspelt, gekocht ist er bekömmlicher und bläht weniger
  • Schale: die harte, faserige Schale vor dem Füttern entfernen
  • Blätter: das nährstoffreiche Blattgrün darf in kleiner Menge mit, fein gehackt und gegart
  • Kalorienarm: mit rund 25 Kalorien je 100 Gramm ideal auch für Hunde mit Gewichtsproblemen
  • Als Beilage: Kohlrabi ersetzt keine Mahlzeit, die Basis bleibt ein hochwertiges Futter

Dürfen Hunde Kohlrabi essen?

Ja, Hunde dürfen Kohlrabi essen, und er gehört zu den milderen, gut verträglichen Kohlsorten. Kohlrabi ist mit rund 25 Kalorien je 100 Gramm sehr kalorienarm und liefert Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium und Ballaststoffe. Eiweiß und Fett enthält er kaum, deshalb ist er eine leichte Beilage und kein Sattmacher. Giftig ist Kohlrabi nicht, als Kreuzblütler kann er aber blähen, weshalb kleine Mengen wichtig sind.

Kohlrabi ist damit eine schöne, kalorienarme Ergänzung, die ich gern für Hunde mit Gewichtsproblemen empfehle. Die allgemeinen Regeln für alle Kohlsorten, etwa zu Blähungen und Schilddrüse, habe ich im Überblicksbeitrag Kohl für Hunde zusammengefasst.

Nährwert (100 g roher Kohlrabi)Gehalt (Richtwert)
Energieetwa 25 kcal
Eiweißetwa 1,8 g
Kohlenhydrateetwa 3,7 g
Ballaststoffeetwa 3,6 g
Vitamin Cetwa 60 mg
Kaliumetwa 320 mg
Kalziumetwa 60 mg

Kohlrabi für Hunde: roh oder gekocht?

Beides ist möglich. Roher Kohlrabi enthält mehr Vitamin C und viele Hunde lieben die knackige Textur, am besten geben Sie ihn fein geraspelt. Für gesunde Hunde mit stabiler Verdauung ist das in kleiner Menge unproblematisch. Empfindliche Hunde reagieren auf rohen Kohlrabi aber eher mit Blähungen oder Bauchschmerzen, für sie ist gekochter oder gedünsteter Kohlrabi die bessere Wahl. Beim Garen werden die schwer verdaulichen Schwefelverbindungen abgebaut, das macht ihn bekömmlicher.

Dürfen Hunde Kohlrabiblätter und die Schale essen?

Die Knolle ist der Hauptteil, aber auch das Blattgrün dürfen Hunde fressen. Die Kohlrabiblätter sind sogar besonders nährstoffreich, allerdings faseriger und etwas schwerer verdaulich als die Knolle. Geben Sie sie deshalb nur in kleiner Menge, fein gehackt und am besten gegart, und testen Sie die Verträglichkeit. Die harte, faserige Schale dagegen sollten Sie entfernen, denn sie ist schwer verdaulich und kann bei größeren Mengen Bitterstoffe enthalten.

Teil des KohlrabisGeeignet?Hinweis
Knolle, geschältjader Hauptteil, roh geraspelt oder gekocht
Blätter und Stängelja, in kleiner Mengenährstoffreich, aber faseriger, fein gehackt und gegart
Schalebesser entfernenhart und faserig, schwer verdaulich

Wie bereite ich Kohlrabi für meinen Hund zu?

Die Zubereitung ist einfach. So gehen Sie vor: Kohlrabi waschen, die harte Schale großzügig schälen und die Knolle je nach Vorlieben fein raspeln (roh) oder in kleine Würfel schneiden und weich kochen oder dünsten. Anschließend abkühlen lassen und bei Bedarf pürieren, das erleichtert die Verdauung. Das Blattgrün hacken Sie fein und garen es kurz mit. Alles bleibt ungewürzt, ohne Salz, Öl oder Butter. Führen Sie Kohlrabi langsam ein und warten Sie zwei bis drei Tage ab, ob er gut vertragen wird.

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Wie viel Gemüse Ihrem Hund guttut, ob roh oder gekocht besser passt und wie der Napf insgesamt ausgewogen bleibt, hängt von Größe, Alter und Gesundheit ab. Gemeinsam schauen wir uns an, was zu Ihrem Hund und seinem Alltag passt, welche Rolle Beilagen wie Kohlrabi spielen können und wo Sie besser vorsichtig sind.

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Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in unserem Ernährungsratgeber. Außerdem haben wir für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Wie viel Kohlrabi darf mein Hund fressen?

Kohlrabi bleibt eine Beilage und sollte nur einen kleinen Teil der Ration ausmachen. Je nach Größe des Hundes reichen ein Esslöffel bis einige Esslöffel pro Tag. Weil Kohlrabi blähen kann, ist langsames Anfüttern wichtig: Beginnen Sie mit einer kleinen Menge und steigern Sie nur, wenn Ihr Hund ihn gut verträgt. Die folgende Tabelle gibt grobe Richtwerte.

KörpergewichtKohlrabi als Beilage, Richtwert pro Tag
bis 5 kgetwa 1 Esslöffel (rund 20 g)
5 bis 15 kgetwa 1 bis 2 Esslöffel (rund 30 bis 40 g)
15 bis 30 kgetwa 2 bis 4 Esslöffel (rund 50 bis 60 g)
über 30 kgetwas mehr, in die Tagesration eingerechnet

Weil Kohlrabi so kalorienarm ist und gut sättigt, eignet er sich besonders für Hunde, die abnehmen sollen. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zum Übergewicht beim Hund. Dank seiner Ballaststoffe kann er außerdem die Verdauung unterstützen.

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle

Aus meiner Beratungspraxis empfehle ich Kohlrabi als leichte, kalorienarme Beilage, die einen kleinen Teil der Ration ausmachen darf, während die Basis ein hochwertiges Fleischfutter bleibt. Ich selbst füttere meinem Hund Anifit, ein Nassfutter mit hohem Frischfleischanteil in Lebensmittelqualität, ohne Zucker, Getreide sowie Lock-, Farb- und Konservierungsstoffe. Eine kleine Portion geraspelter oder gekochter Kohlrabi lässt sich gut darunter mischen.

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Wichtig: Kohlrabi ist ein gesundes Extra, aber kein Heilmittel. Bekommt Ihr Hund regelmäßig Blähungen oder Bauchschmerzen, reduzieren Sie die Menge oder lassen Kohlrabi weg. Bei anhaltenden Beschwerden sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Eine ausgewogene Fütterung kann die Verdauung unterstützen, ersetzt aber keine Diagnose.

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Häufige Fragen zu Kohlrabi für Hunde

Dürfen Welpen Kohlrabi essen?

Ja, in kleiner Menge und am besten gekocht oder gedünstet dürfen auch Welpen etwas Kohlrabi bekommen. Der junge Magen ist empfindlich und neigt zu Blähungen, deshalb nur kleine Portionen und langsam einführen. Wichtigste Grundlage bleibt ein passendes Welpenfutter, der Kohlrabi ist nur eine Beigabe.

Dürfen Hunde rohen Kohlrabi essen?

Ja, gesunde Hunde mit stabiler Verdauung dürfen rohen Kohlrabi essen, am besten fein geraspelt und in kleiner Menge. Roh enthält er besonders viel Vitamin C. Empfindliche Hunde reagieren auf Rohkost aber eher mit Blähungen, für sie ist gekochter Kohlrabi die bessere Wahl.

Macht Kohlrabi Hunde blähen?

Kohlrabi kann blähen, vor allem roh und in größerer Menge, denn als Kohlsorte enthält er Schwefelverbindungen. Gekocht bläht er weniger, weil ein Teil dieser Stoffe beim Garen verlorengeht. Kleine Mengen und langsames Anfüttern helfen, Blähungen zu vermeiden.

Ist Kohlrabi gut für übergewichtige Hunde?

Ja, Kohlrabi ist mit rund 25 Kalorien je 100 Gramm sehr kalorienarm und sättigt durch seine Ballaststoffe. Eine kleine Portion kann das Futtervolumen erhöhen, ohne viele Kalorien beizusteuern, und eignet sich daher gut für Hunde, die abnehmen sollen. Die Gesamtration sollte trotzdem abgestimmt sein.

Hilft Kohlrabi bei Durchfall oder Verstopfung?

Die Ballaststoffe im Kohlrabi können die Verdauung unterstützen und regulierend wirken, gekocht und in kleiner Menge. Ein Heilmittel ist er aber nicht, und rohe oder zu große Mengen können Beschwerden eher verstärken. Bei anhaltendem Durchfall oder Verstopfung gehört die Ursache in die Tierarztpraxis.

Dürfen Hunde Kohlrabi mit Schale essen?

Besser nicht. Die Schale des Kohlrabis ist hart und faserig, also schwer verdaulich, und kann in größeren Mengen Bitterstoffe enthalten. Schälen Sie die Knolle deshalb vor dem Füttern großzügig. Das zarte Innere ist roh geraspelt oder gekocht der geeignete Teil für Ihren Hund.

Wie oft darf mein Hund Kohlrabi bekommen?

Gut verträglicher Kohlrabi darf gern mehrmals pro Woche in kleiner Menge im Napf landen. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Gesamtmenge: Als Beilage sollte Kohlrabi zusammen mit anderem Gemüse nur einen kleinen Teil der Tagesration ausmachen. Abwechslung mit anderen Gemüsesorten ist sinnvoll.

Kann mein Hund Kohlrabi nicht vertragen?

Möglich ist das. Manche Hunde reagieren auf zu große oder rohe Mengen mit Blähungen, weichem Kot oder Bauchschmerzen. Echte Allergien gegen Kohlrabi sind dagegen sehr selten. Führen Sie ihn langsam und in kleiner Menge ein und beobachten Sie über zwei bis drei Tage, wie Ihr Hund reagiert.

Darf mein Hund Kohlrabi-Reste vom Mittagessen?

Nur, wenn er pur und ungewürzt zubereitet wurde. Kohlrabi aus einem Gericht mit Salz, Butter, Sahne oder Zwiebeln ist für Hunde ungeeignet. Kochen Sie lieber eine kleine, pure Portion ohne jede Würze, dann ist der Kohlrabi für Ihren Hund unbedenklich.

Kann ich Kohlrabi für meinen Hund einfrieren?

Ja, Kohlrabi lässt sich gut einfrieren. Am besten blanchieren Sie ihn vorher kurz, dann behält er Farbe und Konsistenz. Gekochten oder pürierten Kohlrabi können Sie portionsweise in Eiswürfelformen einfrieren und bei Bedarf auftauen und unter das Futter mischen.

Zusammenfassung

Kohlrabi für Hunde ist eine gesunde, kalorienarme Beilage, die roh wie gekocht gegeben werden darf. Roh wird er am besten fein geraspelt und eignet sich für gesunde Hunde, gekocht oder gedünstet ist er bekömmlicher und bläht weniger, also die bessere Wahl für empfindliche Tiere. Die harte Schale gehört entfernt, das nährstoffreiche Blattgrün darf in kleiner Menge fein gehackt mit.

Weil Kohlrabi als Kohlsorte blähen kann, bleibt er klein dosiert und wird langsam eingeführt. Mein Fazit aus der Beratung: Eine kleine Portion Kohlrabi ist ein feines, kalorienarmes Extra, ideal für Hunde mit Gewichtsproblemen, die Hauptrolle spielt aber ein hochwertiges Fleischfutter. Wie sich die übrigen Kohlsorten unterscheiden, lesen Sie im Überblick zu Kohl für Hunde.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, Standardwerk zur Hundeernährung mit Daten zu Gemüse, Beilagen und Rationsgestaltung
  • FEDIAF (2024): „Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs“, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien für Hunde- und Katzenfutter
  • MSD Veterinary Manual und ernährungswissenschaftliche Fachinformationen zu Glucosinolaten in Kreuzblütlern wie Kohlrabi und deren Wirkung auf die Verdauung
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.

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