Garnelen für Katzen: mageres Eiweiß aus dem Meer

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Garnelen, oft auch Shrimps genannt, üben auf viele Katzen eine besondere Anziehungskraft aus, der Duft allein lockt die Samtpfote schon in die Küche. Doch dürfen Katzen Garnelen überhaupt fressen? Gegart, geschält und ungewürzt sind sie tatsächlich ein feines, sehr mageres Leckerli. Ich zeige Ihnen, was in den kleinen Krebstieren steckt, worauf Sie als Katzenhalterin oder Katzenhalter unbedingt achten sollten und wie viel davon guttut.

Garnelen für Katzen: mageres Eiweiß aus dem Meer
Garnelen für Katzen: mageres Eiweiß aus dem Meer

Garnelen für Katzen: Das Wichtigste in Kürze

Katzen dürfen Garnelen essen, sofern sie gegart, geschält, vom Darmfaden befreit und ungewürzt sind. Garnelen sind sehr mager und eiweißreich und liefern Selen, Vitamin B12 und Jod. Roh gehören sie nicht in den Napf, denn das Enzym Thiaminase kann das wichtige Vitamin B1 zerstören. Garnelen sind ein Leckerli, kein Ersatz für ein vollwertiges Katzenfutter.

  • Ja, gegart und geschält: Garnelen sind ein mageres, eiweißreiches Leckerli für Katzen
  • Immer garen: rohe Garnelen enthalten Thiaminase, die Vitamin B1 zerstören kann, dazu Bakterien und Parasiten
  • Schale und Darmfaden entfernen: Schale, Kopf und Schwanz sind Verletzungs- und Verschluckgefahr
  • Ungewürzt: kein Salz, keine Butter, kein Öl und kein Knoblauch oder Zwiebel, beides ist für Katzen giftig
  • Kein Mahlzeitersatz: Katzen sind reine Fleischfresser und brauchen ein vollwertiges Futter mit Taurin
  • Als Leckerli gedacht: kleine Mengen ein bis zwei mal pro Woche genügen

Dürfen Katzen Garnelen essen?

Ja, Katzen dürfen Garnelen essen, solange sie gegart, geschält und ungewürzt sind. Garnelen sind kleine Krebstiere, also Meeresfrüchte und kein Fisch. Sie liefern viel hochwertiges, tierisches Eiweiß bei kaum Fett und sind damit ein leichtes, kalorienarmes Leckerli, das dem Beutespektrum einer Katze gar nicht so fern liegt. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung, denn roh oder mit Schale gehören sie nicht in den Napf.

In meiner Beratung sehe ich Garnelen als feines Extra, nicht als festen Bestandteil der Ration. Wie der Napf einer reinen Fleischfresserin insgesamt aussehen sollte, lesen Sie in meinem Ratgeber zur Katzenernährung. Den großen Überblick rund um Fisch für Katzen finden Sie in einem eigenen Beitrag.

Wie nährstoffreich sind Garnelen für Katzen?

Garnelen sind ernährungsphysiologisch ungewöhnlich: extrem mager und gleichzeitig sehr eiweißreich. Dazu liefern sie reichlich Selen, Vitamin B12 und Jod sowie das Antioxidans Astaxanthin, das ihnen die rosa Farbe gibt. Der Cholesteringehalt ist hoch, für Katzen in den üblichen kleinen Mengen aber unbedenklich. Die Übersicht zeigt grobe Richtwerte.

Nährstoff (je 100 g, gegart)Gehalt (Richtwert)Bedeutung
Eiweißetwa 22 bis 24 ghochwertige, tierische Aminosäuren
Fettunter 1 gsehr mager, kalorienarm
Cholesterinetwa 150 bis 190 mghoch, für Katzen in Maßen unbedenklich
Selen, Vitamin B12, JodhochZellschutz, Blutbildung, Schilddrüse
AstaxanthinenthaltenAntioxidans, gibt die rosa Farbe

Mein Praxis-Tipp: Weil Garnelen so mager und eiweißreich sind, eignen sie sich gut als leichtes Leckerli für Katzen, die zu Übergewicht neigen, ganz ohne viele Kalorien.

Sind Garnelen eine Omega-3-Quelle für Katzen?

Hier ist die Erwartung wichtig: Garnelen sind keine nennenswerte Omega-3-Quelle. Weil sie so fettarm sind, enthalten sie nur Spuren der Fettsäuren EPA und DHA. Wer Haut, Fell und Gelenkfunktion über Omega-3 unterstützen möchte, greift daher zu fettem Fisch oder einem Öl. Garnelen punkten stattdessen als mageres Eiweiß-Leckerli.

Eiweißquelle aus dem MeerOmega-3 (Tendenz)
Garnelesehr gering
magerer Weißfisch wie Kabeljaugering
fetter Fisch wie Lachs oder Heringhoch

Roh oder gegart: Warum Garnelen für Katzen gegart gehören

Garnelen gehören grundsätzlich gegart in den Napf, und das ist bei Katzen besonders wichtig. Rohe Garnelen enthalten wie roher Fisch das Enzym Thiaminase, das Vitamin B1 abbaut. Ein Mangel an Vitamin B1 kann bei Katzen ernste Folgen für das Nervensystem haben. Dazu kommen mögliche Bakterien und Parasiten. Garen Sie die Garnelen daher durch, bis sie sich rosa färben, ohne Salz, Öl oder Gewürze und niemals mit Knoblauch oder Zwiebel.

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Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

So bereiten Sie Garnelen für die Katze richtig zu

Vor dem Füttern muss die Garnele vollständig vorbereitet sein. Schale, Kopf, Beine und Schwanzfächer entfernen Sie, weil die harten, spitzen Teile im Maul oder Magen-Darm-Trakt verletzen oder verschluckt werden können. Auch den dunklen Darmfaden auf dem Rücken ziehen Sie heraus. Das reine, gegarte Fleisch schneiden Sie anschließend in kleine, katzengerechte Stücke.

Form von GarnelenGeeignet?Hinweis
Gegart, geschält, ohne Darmfaden, ungewürztjabeste Wahl, in kleinen Stücken
Getrocknete Garnelen oder Shrimps, ungesalzenjaals Leckerli, sparsam einsetzen
RohneinThiaminase, Bakterien und Parasiten
Paniert, in Knoblauch, Butter oder SauceneinFett, Salz und giftiger Knoblauch
Mit Schale, Kopf und SchwanzneinVerletzungs- und Verschluckgefahr

Wann Sie bei Garnelen vorsichtig sein sollten

Einige Katzen sollten Garnelen nur eingeschränkt oder gar nicht bekommen. Schalentiere können wie andere Eiweiße Allergien auslösen, deshalb bei empfindlichen Tieren vorsichtig herantasten. Der hohe Jodgehalt spricht gegen große Mengen, gerade bei älteren Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion. Und gewürzte Reste vom Esstisch mit Knoblauch oder Zwiebel sind tabu, da beides für Katzen giftig ist. Im Zweifel klären Sie die Eignung vorher tierärztlich ab.

Reichen Garnelen als Mahlzeit für die Katze?

Nein. Katzen sind reine Fleischfresser und auf eine vollständige Versorgung mit tierischem Eiweiß, Taurin, bestimmten Fettsäuren und Vitaminen angewiesen. Garnelen liefern zwar hochwertiges Eiweiß, aber kein ausgewogenes Nährstoffprofil für eine ganze Mahlzeit. Sie sind ein Leckerli und eine Ergänzung, die Basis bleibt ein vollwertiges Katzenfutter.

Garnelen, Shrimps und Krabben: Wo ist der Unterschied?

Im Alltag werden die Begriffe oft vermischt. Shrimps ist schlicht das englische Wort für Garnelen, gemeint ist also dasselbe Tier. Krabben dagegen sind eine andere Gruppe von Krebstieren mit breitem Panzer, etwa die Nordseekrabbe. Fürs Füttern gelten überall dieselben Regeln: gegart, geschält und ungewürzt.

Wie viel Garnelen darf eine Katze fressen?

Garnelen sind ein Leckerli, kein Mahlzeitersatz. Auch wenn sie mager sind, sollten sie nur in kleinen Mengen und nicht täglich gegeben werden. Die Tabelle gibt eine grobe Orientierung für gegarte, geschälte Garnelen, die Sie beim Tagesfutter anrechnen.

KatzeGarnele als PortionHäufigkeit
Kittenein kleines Stückselten, als Ausnahme
ausgewachsene Katzeeine halbe bis eine kleine Garnele1 bis 2 mal pro Woche
sehr aktive oder große Katzeetwa eine kleine Garnele1 bis 2 mal pro Woche

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle

Aus meiner Beratungspraxis gebe ich Garnelen als mageres Leckerli, gegart und in kleine Stücke geteilt. Praktisch sind ungesalzene getrocknete Shrimps als kleine Belohnung, und das Fisch-Gewürz mit Rotbarsch und Shrimps lässt sich als Topping über das Futter streuen. Weil Garnelen kaum Omega-3 liefern, decke ich diesen Bedarf lieber über ein Lachsöl in passender Menge. Wer Meeresgeschmack als vollwertige Mahlzeit möchte, ist mit einem fischbasierten Alleinfutter besser beraten, etwa dem Fisch à la Mode aus dem Anifit-Katzenfutter. Und wer selbst zubereiten mag, findet Anregungen im Ratgeber zum Katzenfutter selber kochen.

Vorteile der Anifit-Tiernahrung
Vorteile der Anifit-Tiernahrung

Häufige Fragen zu Garnelen für Katzen

Rund um Garnelen im Katzennapf tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. Hier die wichtigsten Antworten aus meiner Beratung.

Dürfen Kitten Garnelen essen?

In sehr kleinen Mengen sind gegarte, geschälte und ungewürzte Garnelen auch für Kitten ein mageres Leckerli. Im Wachstum ist eine vollwertige Kittennahrung aber besonders wichtig, daher sollten Garnelen die Ausnahme bleiben.

Dürfen Katzen rohe Garnelen fressen?

Besser nicht. Rohe Garnelen enthalten das Enzym Thiaminase, das Vitamin B1 zerstören kann, dazu mögliche Bakterien und Parasiten. Garen Sie Garnelen immer durch, bis sie sich rosa färben, und füttern Sie sie ungewürzt.

Muss ich Garnelen für die Katze schälen und den Darm entfernen?

Ja. Schale, Kopf, Beine und Schwanz gehören entfernt, weil die harten, spitzen Teile verletzen oder verschluckt werden können. Auch den dunklen Darmfaden auf dem Rücken ziehen Sie heraus, übrig bleibt das reine, gegarte Fleisch.

Sind Garnelen mit Schale gefährlich für Katzen?

Die harte Schale und spitze Teile können im Maul oder Magen-Darm-Trakt verletzen. Verwenden Sie deshalb nur vollständig geschälte Garnelen ohne Kopf und Schwanz und schneiden Sie sie in kleine, katzengerechte Stücke.

Wie viele Garnelen darf eine Katze fressen?

Garnelen sind ein Leckerli, kein Hauptfutter. Eine kleine, in Stücke geteilte Garnele ein bis zwei mal pro Woche ist eine gute Orientierung. Rechnen Sie die Extraportion beim Tagesfutter mit ein.

Sind Garnelen wegen des Cholesterins ungesund für Katzen?

Garnelen enthalten relativ viel Cholesterin, in den üblichen kleinen Leckerli-Mengen ist das für Katzen aber unbedenklich. Wichtiger sind die richtige Zubereitung, die kleine Menge und ein hochwertiges Hauptfutter.

Können Katzen auf Garnelen allergisch reagieren?

Ja, Schalentiere können wie andere Eiweiße Allergien auslösen. Zeigt Ihre Katze nach Garnelen Juckreiz, Durchfall oder Erbrechen, verzichten Sie darauf und klären die Unverträglichkeit tierärztlich ab.

Sind Garnelen bei älteren Katzen mit Schilddrüsenproblemen geeignet?

Garnelen sind jodreich, und eine Schilddrüsenüberfunktion ist bei älteren Katzen häufig. In solchen Fällen sollten jodreiche Meeresfrüchte nur nach Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt gegeben werden.

Darf meine Katze Garnelen aus der Pfanne mit Knoblauch und Butter?

Nein. Knoblauch und Zwiebel sind für Katzen giftig, dazu kommen Salz und Fett. Gewürzte Garnelenreste vom Essen gehören nicht in den Napf, geeignet sind nur pur gegarte, ungewürzte Garnelen.

Sind getrocknete Shrimps als Leckerli für Katzen okay?

Ja, ungesalzene getrocknete Shrimps sind ein praktisches, mageres Leckerli, das viele Katzen lieben. Sie sind konzentriert, daher sparsam einsetzen und auf Ware ohne Salz und Gewürze achten.

Zusammenfassung

Garnelen für Katzen sind ein mageres, eiweißreiches Leckerli aus dem Meer, das Selen, Vitamin B12 und Jod liefert. Entscheidend ist die Zubereitung: immer gegart, geschält, vom Darmfaden befreit und ungewürzt, niemals roh, mit Schale oder mit Knoblauch. Roh drohen ein Vitamin-B1-Verlust durch Thiaminase sowie Keime. Weil Katzen reine Fleischfresser sind und Taurin brauchen, ersetzen Garnelen keine vollwertige Mahlzeit. In kleinen Mengen ein bis zwei mal pro Woche sind sie eine feine Abwechslung.

Quellen und weiterführende Informationen

  • FEDIAF (2024): „Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs“, die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien, auch für Katzen
  • Markovich, Heinze, Freeman (2018): „Thiamine deficiency in dogs and cats“, Übersichtsarbeit zur Bedeutung von Vitamin B1 und zur Thiaminase in rohem Fisch und rohen Meeresfrüchten
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Hinweise zu Bakterien und Parasiten in rohen Meeresfrüchten und zur sicheren Erhitzung
  • Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) sowie USDA-Nährwertdatenbank: Angaben zu Garnelen, unter anderem Eiweiß, Fett, Cholesterin, Jod und Selen
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.