Pedigree Classic Geflügel in Pastete im Hundefutter-Test: 69 von 100 Punkten

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Pedigree ist eine der bekanntesten Hundefuttermarken überhaupt – Classic Geflügel in Pastete steht in nahezu jedem Supermarktregal. Genau deshalb gehört die Sorte in meinen Test: Wie schlägt sich ein Massenmarkt-Nassfutter, wenn man ausschließlich die offizielle Deklaration anlegt? Als zertifizierte Ernährungsberaterin habe ich das Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde nach meinen festen Hundefutter-Testkriterien bewertet – mit einem Ergebnis, das vor allem eines zeigt: wie viel eine Zutatenliste verschweigen kann.

Pedigree Classic Geflügel in Pastete im Hundefutter-Test

Pedigree Classic Geflügel in Pastete: Das Testergebnis in Kürze

In meinem Test erreicht Pedigree Classic Geflügel in Pastete 69 von 100 Punkten und 3,0 Sterne – Urteil „Befriedigend“, keine Empfehlung. Die Grundanalytik ist vollständig und die ernährungsphysiologischen Zusätze sind transparent deklariert; die überwiegend geschlossene Deklaration und die Rezepturwahl kosten dagegen deutlich Punkte.

  • Futterart: Nassfutter (Pastete), Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde
  • Tierischer Anteil: 51 % „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ – davon nur 12 % einer Mischung aus Huhn, Truthahn und Ente sowie 4 % Leber zugeordnet
  • Deklaration: überwiegend geschlossen – nur rund 51,5 % der Rezeptur beziffert, „Getreide“, „Mineralstoffe“, „pflanzliche Eiweißextrakte“ und „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ ohne Mengenangabe
  • Zusatzstoffe: ernährungsphysiologische Zusätze transparent mit Menge und Verbindung; dazu Cassia-Gum (2.800 mg/kg) als technologisches Geliermittel
  • Größte Abzüge: geschlossene Deklaration ohne Muskelfleisch-Ausweis, „Getreide“ ohne Artangabe plus pflanzliche Eiweißextrakte, fehlende Calcium- und Phosphor-Angabe

Bewertung zu Pedigree Classic Geflügel in Pastete im Überblick

KategoriePunkteEinschätzung
1. Deklaration & Transparenz9 / 25nur rund 51,5 % der Rezeptur beziffert; Sammelgruppe ohne Muskelfleisch-Ausweis (nur Leber benannt), Tierarten nur für 12 der 51 % erkennbar, vier Sammelposten in der übrigen Liste, kein Wasseranteil ausgewiesen
2. Zutaten- & Rezepturqualität23 / 3551 % tierischer Anteil im mittleren Staffelband; „Getreide“ ohne Artangabe plus pflanzliche Eiweißextrakte als Fleisch ersetzende Konzentrate; zwei Teilkriterien mangels Offenlegung anteilig herausgerechnet
3. Nährwertprofil23 / 25Protein und Fett erfüllen die FEDIAF-Minima klar; Calcium und Phosphor sind nicht angegeben, das Verhältnis ist damit nicht überprüfbar
4. Zusatzstoffe14 / 15keine sensorischen Zusätze, ernährungsphysiologische transparent deklariert; ein Punkt Abzug für das technologische Geliermittel Cassia-Gum
Gesamt69 / 100Befriedigend

Sterne: ★★★☆☆ – Befriedigend. Meine Empfehlung: Nein (Empfehlungsniveau beginnt erst ab 85 Punkten).

Bewertungsmethodik des Hundefutter-Tests

Ich bewerte Hundefutter nach einem festen 100-Punkte-System mit den Kategorien Deklaration & Transparenz, Zutaten- & Rezepturqualität, Nährwertprofil sowie Zusatzstoffe. Die Bewertung basiert ausschließlich auf objektiv vergleichbaren Angaben der verbindlichen Deklaration: Zusammensetzung, analytische Bestandteile und Zusatzstoffe. Herkunft und Verarbeitung erwähne ich ergänzend, sie fließen nicht in die Punktewertung ein. Subjektive Praxiserfahrungen wie Geschmack, Akzeptanz, Kotkonsistenz oder individuelle Verträglichkeit fließen nicht in die Punktewertung ein. Grundlage ist das hinterlegte Bewertungssystem. Es handelt sich um eine von mir als zertifizierter Ernährungsberaterin durchgeführte, kriteriengestützte Analyse der Hersteller-Deklarationen – nicht um einen Labor- oder Fütterungstest und nicht um die Untersuchung einer unabhängigen Testinstitution.

Mehr zu meiner Bewertungsmethodik finden Sie hier: Hundefutter-Testkriterien.

Bewertungsmethodik des Hundefutter-Tests

1. Deklaration & Transparenz: Wie transparent ist die Deklaration?

Die Zutatenliste ist das Kernproblem dieser Sorte. Beziffert sind nur die 51 % der tierischen Sammelgruppe und 0,5 % getrocknete Rübenschnitzel – zusammen rund 51,5 % der Rezeptur. Die übrigen Posten „Getreide“, „Mineralstoffe“, „pflanzliche Eiweißextrakte“ und „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ stehen komplett ohne Mengenangabe in der Liste.

EinzelfuttermittelAnteil
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (51 %, 95 % natürlich*; mit einer Mischung aus Huhn, Truthahn und Ente 12 %, und Leber 4 %)51 %
Getreideohne Angabe
Mineralstoffeohne Angabe
pflanzliche Eiweißextrakteohne Angabe
pflanzliche Nebenerzeugnisse (u. a. getrocknete Rübenschnitzel 0,5 %)ohne Angabe

* „Natürliche Zutaten“ – Anmerkung des Herstellers; die Tabelle gibt die Zusammensetzung im Wortlaut der offiziellen Deklaration wieder.

Innerhalb der tierischen Sammelgruppe ist als Komponente einzig die Leber mit 4 % benannt – das ist immerhin mehr als gar keine Angabe. Ein Muskelfleisch-Ausweis fehlt jedoch völlig, und 35 der 51 Prozentpunkte sind weder einer Komponente noch einer Tierart zugeordnet. Auch bei der Tierart bleibt es vage: Die „Mischung aus Huhn, Truthahn und Ente“ deckt nur 12 der 51 % ab und wird nicht einzeln beziffert – welcher Vogel in welcher Menge enthalten ist, bleibt offen; für den großen Rest der Gruppe ist die Tierart gar nicht erkennbar. Die in der Deklaration mitgeführte Kennzeichnung „95 % natürlich“ (siehe Tabelle) ist eine Marketing-Angabe ohne futtermittelrechtlich definierte Mengen- oder Qualitätsaussage – sie spielt für die Bewertung weder positiv noch negativ eine Rolle.

Positiv: Die Grundanalytik (Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche, Feuchtigkeit) ist vollständig angegeben – dass Calcium und Phosphor fehlen, kostet im Nährwertprofil und wird hier nicht doppelt abgezogen. Ein Wasser- oder Brüheanteil ist dagegen nicht als Zutat ausgewiesen: Bei 80,5 % Feuchtigkeit und nur 51,5 % bezifferter Rezeptur bleibt fast die Hälfte der Dose rechnerisch unsichtbar. In Summe ergeben sich 9 von 25 Punkten; die 16 Punkte Abzug verteilen sich auf die lückenhaften Mengenangaben (−4), die nicht aufgeschlüsselte Fleischkomponente ohne Muskelfleisch-Ausweis (−5), die nur teilweise erkennbare Tierart (−2), die Sammelposten in der übrigen Liste (−3) und den fehlenden Wasseranteil (−2). Wie Sie solche Listen selbst entschlüsseln, zeige ich im Ratgeber Hundefutter-Deklaration verstehen.

2. Zutaten- & Rezepturqualität: Wie hochwertig sind die Zutaten?

Hier gilt das Zwei-Achsen-Prinzip meines Bewertungsrasters: Was die Deklaration nicht zeigt, kann nicht punkten – wird aber auch nicht ein zweites Mal als „schlecht“ abgezogen, denn der Transparenz-Abzug sitzt bereits in der ersten Kategorie. Mit 51 % liegt der tierische Anteil im mittleren Staffelband (45 bis 64 Prozent), und zwar an dessen unterem Ende – dafür gibt es 6 von 10 Punkten. Die benannte Leber ist für sich genommen eine nährstoffdichte Innereie; ob der Rest der Gruppe ähnliche Qualität hat, lässt sich mangels Benennung nicht beurteilen.

Das Verhältnis von Muskelfleisch zu Innereien und die Qualität der übrigen tierischen Bestandteile kann ich deshalb nicht bewerten. Nach meinem Grundprinzip „jeder Fakt zählt nur einmal“ nehme ich diese beiden Teilkriterien aus der Rechnung und rechne die Kategorie anteilig hoch.

Bei den Fettquellen bleibt es beim Fett aus der tierischen Sammelgruppe: In der Zutatenliste ist kein Öl deklariert – das im Werbetext erwähnte Sonnenblumenöl taucht in der Zusammensetzung dieser Sorte nicht auf und kann deshalb nicht punkten; eine Omega-3-Quelle fehlt ohnehin (−1). Der deutlichste Rezeptur-Abzug betrifft die Kohlenhydrat- und Eiweißwahl: „Getreide“ steht ohne Artangabe in der Liste – ob glutenhaltige Sorten enthalten sind, ist nicht erkennbar –, und „pflanzliche Eiweißextrakte“ sind genau die Eiweißkonzentrate, die tierisches Protein in der Rezeptur ersetzen (−2). Reine Füllstoffe sind nicht deklariert; die getrockneten Rübenschnitzel mit 0,5 % sind eine moderate Ballaststoffquelle. In den bewertbaren Kriterien ergeben sich damit 14 von 21 Punkten, anteilig hochgerechnet 23 von 35.

3. Nährwertprofil: Was sagen die analytischen Werte?

Geflügel in Pastete gehört zum Adult-Sortiment der Classic-Linie, ich lege also die FEDIAF-Werte für ausgewachsene Hunde an. Bei 80,5 % Feuchtigkeit – für Nassfutter normal und gut für die Flüssigkeitsversorgung – bleibt eine Trockenmasse von 19,5 %, auf die ich die Werte zur Vergleichbarkeit umrechne.

BestandteilOriginalzustandTrockenmasse
Rohprotein8,7 %44,6 %
Rohfett5,3 %27,2 %
Rohasche2,2 %11,3 %
Rohfaser0,5 %2,6 %
Feuchtigkeit80,5 %
NfE (Kohlenhydrate, berechnet)2,8 %14,4 %
Calciumnicht angegeben
Phosphornicht angegeben

Die bezifferten Werte sind in Ordnung: 44,6 % Rohprotein in der Trockenmasse liegen deutlich über dem FEDIAF-Minimum von 18 % für ausgewachsene Hunde, der Fettgehalt von 27,2 % in der Trockenmasse bewegt sich im für Adult-Futter üblichen Bereich. Der berechnete Kohlenhydratanteil ist mit 2,8 % im Originalzustand niedrig – der nicht bezifferte Getreideanteil kann demnach nicht groß sein. Rohasche und Rohfaser liegen im plausiblen Rahmen.

Der Abzug dieser Kategorie betrifft die Mineralwerte: Calcium und Phosphor sind in den analytischen Bestandteilen nicht angegeben. Damit lässt sich das für Hunde wichtige Calcium-Phosphor-Verhältnis nicht überprüfen – die fehlende Angabe kostet zwei Punkte. Das Verhältnis selbst und der absolute Calciumgehalt sind ohne Zahlen schlicht nicht bewertbar und werden nach meinem Anti-Doppel-Prinzip nicht zusätzlich abgezogen. So bleiben 23 von 25 Punkten.

4. Zusatzstoffe: Welche Zusatzstoffe sind enthalten?

Die Zusatzstoffe bewerte ich nach den drei für Heimtierfutter relevanten Clustern der EU-Verordnung 1831/2003 – mehr dazu im Ratgeber Zusatzstoffe in Hunde- und Katzenfutter.

  • Sensorische Zusatzstoffe: keine deklariert – laut Hersteller wird auf künstliche Farb- und Aromastoffe sowie Geschmacksverstärker verzichtet, das deckt sich mit der Deklaration.
  • Technologische Zusatzstoffe: Cassia-Gum (2.800 mg/kg). Der Herstellertext führt es unter den ernährungsphysiologischen Zusätzen, tatsächlich ist es ein technologisches Gelier- und Verdickungsmittel, das der Pastete ihre Textur gibt. Die EFSA hat Cassia-Gum 2019 neu bewertet und nur die gereinigte (semi-raffinierte) Qualität als sicher für Hunde eingestuft – welche Qualität hier eingesetzt wird, ist nicht deklariert. Dafür gibt es einen Punkt Abzug als fachliche Einordnung.
  • Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe: transparent mit Menge und Verbindung je Kilogramm – Vitamin D3 (300 IE), Vitamin E (20 mg), Kupfer (1,5 mg, als Kupfer-(II)-sulfat, Pentahydrat), Jod (0,23 mg, als Calciumjodat, wasserfrei), Eisen (3 mg, als Eisen-(II)-sulfat, Monohydrat), Mangan (1,8 mg, als Mangan-(II)-Sulfat, Monohydrat) und Zink (19,4 mg, als Zinksulfat, Monohydrat). Bei einem Alleinfuttermittel sichern solche Zusätze die Bedarfsdeckung.

In Summe 14 von 15 Punkten – formal ein sauberes Profil, dessen einziger Abzug das technologische Geliermittel ist.

Weitere Infos zu Pedigree Classic Geflügel in Pastete

Diese Punkte zählen nicht in die Bewertung, runden das Bild aber ab:

  • Brennwert: 900 kcal umsetzbare Energie je Kilogramm, also rund 90 kcal je 100 g.
  • Herstellerauslobung: laut Pedigree ohne Zuckerzusatz – auch das deckt sich mit der Deklaration.
  • Classic-Linie: Die Linie umfasst neben den Adult-Sorten ein eigenes Junior-Menü für Welpen; dieser Test bezieht sich ausschließlich auf die Adult-Sorte Geflügel in Pastete.
  • Marke: Pedigree gehört zu Mars Petcare, einem der größten Heimtiernahrungs-Hersteller weltweit.

In die Punktewertung fließen ausschließlich die vier vergleichbaren Kategorien ein.

Mein Fazit zum Test von Pedigree Classic Geflügel in Pastete

Pedigree Classic Geflügel in Pastete erreicht 69 von 100 Punkten und 3,0 Sterne – Urteil „Befriedigend“, ohne Empfehlung. Das Ergebnis ist kein Verriss: Die Grundanalytik ist vollständig, Protein und Fett erfüllen die FEDIAF-Minima klar, die ernährungsphysiologischen Zusätze sind transparent deklariert, und auf künstliche Farb- und Aromastoffe wird verzichtet. Als Alleinfuttermittel deckt die Sorte die Grundversorgung eines ausgewachsenen Hundes formal ab.

Was das Futter im Test zurückwirft, ist die Verschlossenheit der Deklaration: Nur gut die Hälfte der Rezeptur ist beziffert, der Muskelfleischanteil bleibt unbekannt, die Getreideart ungenannt, Calcium und Phosphor fehlen in der Analytik – und mit den pflanzlichen Eiweißextrakten ersetzt ein Konzentrat einen Teil des tierischen Proteins. Wer wissen möchte, was genau im Napf landet, bekommt hier schlicht zu wenige Informationen. Mein Tipp ist deshalb weniger ein Ergänzungs- als ein Auswahl-Tipp: Achten Sie beim Futterkauf auf offen bezifferte Zutatenlisten mit Muskelfleisch-Ausweis und vollständiger Analytik.

Wo bekomme ich Pedigree Classic Geflügel in Pastete?

Pedigree Classic ist nahezu flächendeckend erhältlich – in Supermärkten, Drogerien, im Zoofachhandel und bei den großen Onlinehändlern, einzeln oder im Multipack. Die Marke gehört nicht zu meinem Sortiment; ich verdiene an diesem Futter nichts und habe es als unabhängigen Vergleich getestet.

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Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Häufige Fragen zum Hundefutter-Test von Pedigree Classic Geflügel in Pastete

Wie viele Punkte erreicht Pedigree Classic Geflügel in Pastete im Hundefutter-Test?

Pedigree Classic Geflügel in Pastete erreicht 69 von 100 Punkten und damit 3,0 Sterne, mein Urteil lautet „Befriedigend“. Eine Empfehlung spreche ich nicht aus – das Empfehlungsniveau beginnt in meinem Test erst ab 85 Punkten.

Warum erreicht Pedigree Classic Geflügel in Pastete nicht die volle Punktzahl?

Die größten Abzüge sitzen in der Deklaration: Nur rund 51,5 Prozent der Rezeptur sind beziffert, die Fleischkomponente steht als Sammelgruppe ohne Muskelfleisch-Ausweis (nur die Leber ist benannt), und „Getreide“, „Mineralstoffe“, „pflanzliche Eiweißextrakte“ sowie „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ bleiben ohne Mengenangabe. In der Rezeptur kosten der tierische Anteil von 51 Prozent und die Kombination aus unspezifischem Getreide und pflanzlichen Eiweißextrakten Punkte. Im Nährwertprofil fehlen Calcium und Phosphor, in den Zusatzstoffen kostet das technologische Geliermittel Cassia-Gum einen Punkt.

Wie hoch ist der Fleischanteil in Pedigree Classic Geflügel in Pastete?

Deklariert sind 51 Prozent „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Davon sind nur 12 Prozent einer Mischung aus Huhn, Truthahn und Ente sowie 4 Prozent Leber zugeordnet – wie viel echtes Muskelfleisch enthalten ist, lässt sich aus der Deklaration nicht ablesen. Ein separater Wasser- oder Brüheanteil ist nicht ausgewiesen.

Wie ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis?

Das lässt sich nicht überprüfen: Calcium und Phosphor sind in den analytischen Bestandteilen nicht angegeben. Bei einem Futter für ausgewachsene Hunde kostet die fehlende Angabe in meinem Test zwei Punkte im Nährwertprofil.

Enthält Pedigree Classic Geflügel in Pastete Getreide?

Ja. „Getreide“ steht als Sammelbegriff in der Zutatenliste – ohne Angabe der Getreideart und ohne Mengenangabe. Ob glutenhaltige Sorten wie Weizen enthalten sind, ist daher nicht erkennbar. Der berechnete Kohlenhydratanteil (NfE) liegt allerdings nur bei rund 2,8 Prozent, der Getreideanteil kann also nicht groß sein.

Ist Pedigree Classic Geflügel in Pastete ein Alleinfuttermittel?

Ja, die Sorte gehört zum Adult-Sortiment der Classic-Linie und ist als vollwertiges Nassfutter für ausgewachsene Hunde ausgelobt. Die zugesetzten Vitamine und Spurenelemente sichern die Bedarfsdeckung.

Welche weiteren Sorten von Pedigree habe ich getestet?

Von Pedigree habe ich mehrere Sorten getestet, zum Beispiel Classic Rind, Lamm & Huhn in Pastete. Eine vollständige, nach Punkten sortierte Liste finden Sie in meiner Hundefutter-Test-Übersicht.

Für welche Hunde eignet sich Pedigree Classic Geflügel in Pastete?

Für ausgewachsene, normal aktive Hunde als Alleinfuttermittel der Grundversorgung – Protein und Fett erfüllen die FEDIAF-Minima, die Bedarfsdeckung läuft über die zugesetzten Vitamine und Spurenelemente. Wer Wert auf eine offene Deklaration, einen nachvollziehbaren Muskelfleischanteil oder eine benannte Getreideart legt, findet diese Informationen bei dieser Sorte nicht.

Kann sich die Bewertung von Pedigree Classic Geflügel in Pastete noch ändern?

Ja. Ändert Pedigree die Rezeptur oder Deklaration von Classic Geflügel in Pastete, kann sich auch die Bewertung verschieben. Ich habe den Stand von Juni 2026 getestet und aktualisiere den Bericht, wenn sich die Datenlage ändert.

Transparenz-Hinweis

Ich bin Anifit-Fachberaterin – das sage ich offen. Pedigree-Produkte vertreibe ich nicht; sie sind nicht Teil meines Shop-Sortiments. Genau deshalb habe ich Geflügel in Pastete nach denselben Kriterien geprüft wie jedes andere Futter und auch dort Punkte abgezogen, wo es sachlich begründet ist. Die Bewertung ergibt sich aus der Deklaration, nicht aus der Marke – und Sie können jede Kategorie anhand meiner offen einsehbaren Hundefutter-Testkriterien selbst nachvollziehen.

Quellen

  • Herstellerangaben Pedigree / Mars Petcare (Classic Geflügel in Pastete): Zusammensetzung, analytische Bestandteile, Zusatzstoffe, umsetzbare Energie.
  • Verordnung (EG) Nr. 767/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln.
  • Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung.
  • EFSA Journal (2019), FEEDAP-Gutachten zur Sicherheit von Cassia-Gum als Futtermittelzusatzstoff für Hunde und Katzen.
  • FEDIAF Nutritional Guidelines (2025) zur Einordnung der Nährwerte.

Stand der Produktdaten: Juni 2026. Die für den Test verwendeten Angaben stammen aus der vom Hersteller veröffentlichten Deklaration und können sich jederzeit ändern. Maßgeblich ist die Angabe auf der jeweils aktuellen Verpackung.

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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.

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Zum ausführlichen Testbericht

Das komplette Hundefutter-Ranking mit allen Bewertungen finden Sie in der Hundefutter-Test-Übersicht.