Trockenfutter gilt seit Jahrzehnten als Standard in der Hundeernährung: praktisch, lange haltbar, überall erhältlich. Viele Halterinnen und Halter gehen wie selbstverständlich davon aus, dass es eine ausgewogene und gesunde Wahl ist. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber: Trockenfutter bringt eine ganze Reihe von Nachteilen mit sich, die langfristig auf die Gesundheit gehen können. Ich zeige Ihnen zehn gute Gründe, die Trockenfütterung kritisch zu hinterfragen, und welche Alternativen näher an der natürlichen Ernährung des Hundes liegen.

Nachteile Trockenfutter: Das Wichtigste in Kürze
Trockenfutter ist für Hundehalterinnen und Halter praktisch und lange haltbar, hat aus ernährungsphysiologischer Sicht aber deutliche Nachteile: sehr wenig Feuchtigkeit, oft minderwertige Zutaten und Füllstoffe, viel Kohlenhydrate und stark verarbeitete Nährstoffe. Hochwertiges Nassfutter kommt der natürlichen Hundeernährung deutlich näher und ist meist besser verträglich.
- Nur 8 bis 10 % Wasser: kann den Flüssigkeitshaushalt unterschwellig belasten.
- Häufig minderwertige Zutaten: viele tierische Nebenerzeugnisse und Füllstoffe.
- Hoher Kohlenhydratanteil: ernährungsphysiologisch unnötig.
- Stark verarbeitet: viele Nährstoffe werden synthetisch nachträglich zugesetzt.
- Mythos Zahnpflege: Stärke-Rückstände bleiben am Zahn, statt ihn zu reinigen.
- Mein Praxis-Tipp: Wer umstellen will, startet am besten mit einer leicht verdaulichen Nassfutter-Sorte wie „Gockels Duett“ und gibt sich 7 bis 14 Tage Zeit, das schont den Magen.
Welche Nachteile hat Trockenfutter für Hunde?
Trockenfutter wird oft als praktisch und vollwertig dargestellt, kommt der natürlichen Hundeernährung aus mehreren Gründen aber nicht nahe. Gerade bei langfristiger Fütterung können sich Probleme entwickeln, die nicht direkt mit dem Futter in Verbindung gebracht werden. Diese zehn Punkte fallen ins Gewicht:
| Nachteil | Was es bedeutet |
|---|---|
| Sehr wenig Feuchtigkeit (8 bis 10 %) | kann Nieren und Harnwege langfristig belasten |
| Minderwertige Zutaten und Nebenerzeugnisse | schwer verdaulich, wenig nutzbare Nährstoffe |
| Hoher Kohlenhydratanteil | begünstigt Übergewicht und Stoffwechselthemen |
| Unverdauliche Füllstoffe (z. B. Lignozellulose) | erhöhen die Stuhlmenge ohne Nährwert |
| Futtermilben und Mykotoxine bei Lagerung | können Juckreiz und Verdauungsprobleme auslösen |
| Synthetische Vitamine | werden je nach Form unterschiedlich gut verwertet |
| Künstliche Konservierungsstoffe (BHA, BHT) | stehen im Verdacht, Leber und Nieren zu belasten |
| Risiko Magendrehung (bei großen Rassen) | Trockenfutter quillt im Magen auf |
| Kein zuverlässiger Zahnpflege-Effekt | Stärke-Rückstände begünstigen Zahnbelag |
| Geringer echter Fleischanteil | wenig hochwertiges tierisches Eiweiß |
Im Folgenden gehe ich jeden Punkt ausführlich durch.
1. Zu geringer Wassergehalt im Trockenfutter führt zu schleichender Dehydration
Trockenfutter enthält im Durchschnitt lediglich 8 bis 10 Prozent Wasser. Zum Vergleich: Frisches Fleisch oder hochwertiges Nassfutter bestehen zu über 70 Prozent aus Feuchtigkeit. Das ist einer der zentralen Vorteile von Nassfutter für Hunde. Hunde sind von Natur aus darauf ausgelegt, einen großen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung aufzunehmen.
Viele Hunde trinken nicht ausreichend, um den geringen Wassergehalt von Trockenfutter auszugleichen. Dadurch kann es zu einer chronischen, oft unbemerkten Unterversorgung mit Flüssigkeit kommen. Diese belastet vor allem Nieren, Blase und Harnwege. Langfristig kann das Risiko für Nierenerkrankungen, Harnsteine oder wiederkehrende Blasenentzündungen steigen.
2. Minderwertige Zutaten und tierische Nebenerzeugnisse
Ein weiterer wichtiger Grund gegen Trockenfutter ist die Qualität der Zutaten. Statt hochwertigem Muskelfleisch kommen häufig nicht näher deklarierte tierische Nebenerzeugnisse zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Knochenmehl, Federn, Hufe oder Schnäbel.
Diese Bestandteile sind zwar proteinreich, liefern aber kaum verwertbare Nährstoffe für den Hund. Außerdem sind sie schwer verdaulich, das Ergebnis ist eine Ernährung, die den Magen-Darm-Trakt belastet, ohne den Körper optimal mit hochwertigen Nährstoffen zu versorgen.

3. Unnatürlich hoher Kohlenhydratanteil im Trockenfutter
Trockenfutter enthält zwangsläufig viel Kohlenhydrate. Getreide, Mais, Reis oder Kartoffeln sind nötig, um das Futter überhaupt in seine feste Form zu bringen. Für den Hund ist diese Zusammensetzung nicht artgerecht: Er ist Fleischfresser und auf eine eiweißreiche Ernährung ausgelegt.
Ein dauerhaft hoher Kohlenhydratanteil kann zu Übergewicht führen und den Stoffwechsel belasten. Auch das Risiko für Diabetes, Entzündungen oder Gelenkprobleme steigt diskutiert mit langjähriger kohlenhydratreicher Fütterung an.
4. Unverdauliche Füllstoffe wie Lignozellulose
Um Volumen und Sättigung von Trockenfutter zu erhöhen, kommen teilweise unverdauliche Füllstoffe zum Einsatz. Ein Beispiel ist Lignozellulose, ein Holzbestandteil. Diese Substanzen haben für den Hund keinen ernährungsphysiologischen Nutzen.
Da der Hund sie nicht verwerten kann, werden sie unverdaut wieder ausgeschieden. Das kann die Verdauung belasten und Blähungen, Durchfall oder Verstopfung begünstigen. Gerade empfindliche Hunde reagieren auf solche Zusätze sensibel.
5. Futtermilben und Mykotoxine durch Lagerung des Trockenfutters
Trockenfutter wird häufig über Wochen oder Monate gelagert. Dabei können sich Futtermilben und Pilzgifte (Mykotoxine) bilden. Beides ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen, kann aber gesundheitliche Probleme verursachen.
Typische Anzeichen sind Juckreiz, Hautprobleme, Ohrenentzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden. Besonders bei Hunden mit Allergien oder Unverträglichkeiten werden Futtermilben als Ursache häufig übersehen.

6. Synthetische Vitamine statt natürlicher Nährstoffe
Bei der Herstellung wird Trockenfutter stark erhitzt. Durch die hohen Temperaturen gehen viele natürliche Vitamine und Nährstoffe verloren. Um das Produkt dennoch als Alleinfuttermittel deklarieren zu können, werden synthetische Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt.
Diese künstlichen Nährstoffe werden je nach Form unterschiedlich gut vom Körper aufgenommen, einige weniger zuverlässig als natürliche Vitamine aus frischen Zutaten. Das kann dazu führen, dass der Hund trotz ausreichender Futtermenge nicht optimal versorgt ist, mögliche Mangelerscheinungen werden oft erst spät bemerkt.
7. Künstliche Konservierungsstoffe im Trockenfutter
Damit Trockenfutter monatelang haltbar bleibt, kommen häufig künstliche Konservierungsstoffe zum Einsatz, etwa Antioxidationsmittel wie BHA oder BHT. Sie verhindern das Ranzigwerden der enthaltenen Fette, stehen jedoch im Verdacht, Leber und Nieren zu belasten.
Gerade bei einer täglichen Fütterung über Jahre hinweg ist diese dauerhafte Belastung nicht zu unterschätzen. Für eine gesunde Hundeernährung sind solche Zusatzstoffe nicht notwendig und aus ernährungsphysiologischer Sicht kritisch zu bewerten.
8. Erhöhtes Risiko für Magendrehung
Ein weiterer Punkt betrifft große, tiefbrüstige Hunderassen: Trockenfutter quillt im Magen auf, besonders wenn der Hund nach dem Fressen größere Mengen Wasser trinkt. In Kombination mit hastigem Fressen, viel Bewegung kurz nach der Mahlzeit oder Stress kann das die Gefahr einer Magendrehung erhöhen.
Eine Magendrehung ist ein akuter Notfall und ohne schnelle tierärztliche Behandlung lebensbedrohlich. Auch wenn der direkte ursächliche Zusammenhang in der Fachwelt noch diskutiert wird, sprechen bei Risikorassen praktische Gründe dafür, mehrere kleine Mahlzeiten zu füttern und nach dem Fressen Ruhe einzuhalten.
9. Zahnprobleme statt Zahnpflege durch Trockenfutter
Oft heißt es, Trockenfutter reinige die Zähne durch den Kau-Effekt. In der Praxis trifft das nur sehr eingeschränkt zu. Viele Hunde schlingen ihr Trockenfutter, ohne es zu kauen, dann findet keinerlei mechanische Reinigung statt.
Selbst bei kauenden Hunden bleibt der Nutzen gering. Trockenfutter zerbröselt zu stärke- und kohlenhydratreichen Rückständen, die an den Zähnen haften und einen idealen Nährboden für Bakterien bieten, das begünstigt Zahnbelag, Zahnstein, Mundgeruch und Entzündungen im Maul. Eine echte Zahnpflege lässt sich durch Trockenfutter daher nicht ersetzen.
Aus meiner Beratungspraxis: Der Zahnpflege-Mythos hält sich erstaunlich hartnäckig. Viele Halter sind überrascht, wenn ihr trocken gefütterter Hund trotzdem Zahnstein hat. Verlässlich helfen regelmäßiges Zähneputzen, geeignete Kauartikel und tierärztliche Kontrolle, nicht das tägliche Trockenfutter.

10. Geringer tatsächlicher Fleischanteil im Trockenfutter
Ein Blick auf viele Zutatenlisten zeigt: Der tatsächliche Fleischanteil ist häufig sehr gering, teils nur 4 Prozent Huhn, Rind oder Lamm. Der Großteil besteht aus Getreide, pflanzlichen Nebenerzeugnissen und Füllstoffen.
Für eine artgerechte Hundeernährung ist das problematisch. Hunde brauchen hochwertiges tierisches Eiweiß, ein dauerhaft niedriger Fleischanteil kann auf Dauer zu Muskelabbau, Leistungsabfall und einem insgesamt geschwächten Organismus beitragen.
Wie erkenne ich, dass mein Hund von Trockenfutter Probleme hat?
Probleme zeigen sich oft schleichend und nicht eindeutig als „Futterproblem“, weshalb sie häufig erst spät mit der Fütterung in Verbindung gebracht werden. Wenn Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten beobachten, lohnt sich der Blick in den Napf:
| Auffälligkeit beim Hund | Mögliche Verbindung zur Trockenfütterung |
|---|---|
| Stumpfes oder schuppiges Fell, Hautjucken | wenig hochwertige Fette, ggf. Futtermilben oder Unverträglichkeiten |
| Viel Trinken, dunkler oder streng riechender Urin | sehr geringe Feuchtigkeit im Futter |
| Weicher oder sehr voluminöser Kot | unverdauliche Füllstoffe, schwer verdauliche Zutaten |
| Mundgeruch und Zahnstein | Stärke-Rückstände am Zahn |
| Übergewicht trotz „normaler“ Menge | hohe Energiedichte, viele Kohlenhydrate |
| Müdigkeit, Leistungsabfall | wenig hochwertiges tierisches Eiweiß |
| Wiederkehrende Ohrenentzündungen oder Juckreiz | mögliche Unverträglichkeit oder Reaktion auf Futtermilben |
Wichtig: Ein einzelnes Symptom muss nicht zwingend am Futter liegen, und Futter ist immer nur einer von mehreren Faktoren. Treten Beschwerden anhaltend auf oder kommen mehrere zusammen, sollten Sie das tierärztlich abklären lassen, parallel lohnt sich eine kritische Bestandsaufnahme der Fütterung.
Welche Alternativen gibt es zu Trockenfutter für Hunde?
Nach all den Nachteilen stellt sich die Frage: Was ist die bessere Wahl? Eine gesunde Hundeernährung orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen, ein hoher Fleischanteil, gute Verdaulichkeit und ausreichend Flüssigkeit. Drei Hauptalternativen kommen infrage:
| Fütterungsart | Kurzbewertung für den Hund |
|---|---|
| Trockenfutter | meist weniger geeignet (siehe Nachteile oben) |
| Hochwertiges Nassfutter | empfehlenswert: feuchtigkeitsreich, hoher Fleischanteil, gut verträglich |
| Gekochtes Futter (selbst gemacht) | naturnah, aber zeitaufwendig und fehleranfällig |
| BARF (Rohfütterung) | naturnah, hoher Anspruch an Wissen und Hygiene |
| Trockenbarf | luftgetrocknete Variante, hochwertiger als klassisches Trockenfutter, aber feuchtigkeitsarm |
Hochwertiges Nassfutter: artgerecht und gut verträglich
Eine der sinnvollsten Alternativen zu Trockenfutter ist hochwertiges Nassfutter. Es kommt der natürlichen Hundeernährung deutlich näher. Im direkten Vergleich:
| Merkmal | Trockenfutter | Hochwertiges Nassfutter |
|---|---|---|
| Feuchtigkeit | 8 bis 10 % | über 70 % |
| Fleischanteil | oft gering, teils nur 4 % | hoch, bei Anifit bis 96 % |
| Verarbeitung | stark erhitzt, extrudiert | schonend gegart |
| Sättigung | hohe Energiedichte, sättigt eher kurz | gutes Volumen, sättigt länger |
| Nährstoffe | viele synthetisch zugesetzt | überwiegend natürlich erhalten |
Nassfutter bringt den Hund automatisch zu mehr Flüssigkeitsaufnahme, was Nieren und Harnwege entlastet. Der hohe Fleischanteil aus echten Fleischzutaten liefert hochwertige Proteine und ist meist sehr gut verdaulich. Durch die schonende Herstellung bleiben natürliche Vitamine und Mineralstoffe weitgehend erhalten, und der Bedarf an synthetischen Zusätzen sinkt. Gerade für sensible Hunde oder Tiere mit Allergien ist Nassfutter deshalb oft deutlich besser verträglich.
Der häufigste Einwand, den ich in meiner Beratung höre, ist der Preis. Was hochwertiges Nassfutter auf den Tag gerechnet wirklich kostet und warum der Kilopreis dabei in die Irre führt, rechne ich in meinem Ratgeber „Premium-Futter im Preis-Leistungs-Vergleich“ vor.

Selbst gemachtes Futter (gekocht oder BARF)
Eine weitere Alternative ist selbst gemachtes Hundefutter, gekocht oder in Form von BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung). Der Vorteil: volle Kontrolle über die Zutaten. Sie entscheiden, welches Fleisch, Gemüse und welche Zusätze in den Napf kommen.
Allerdings erfordert das viel Wissen, Planung und Zeit. Hunde brauchen ein exaktes Verhältnis von Proteinen, Fetten, Mineralstoffen und Vitaminen, ohne genaue Berechnung kommt es schnell zu Unter- oder Überversorgung. Bei BARF kommt das Thema Hygiene hinzu: Rohes Fleisch kann mit Keimen, Bakterien oder Parasiten belastet sein, eine unsachgemäße Lagerung birgt gesundheitliche Risiken für Hund und Mensch. Für Halterinnen und Halter mit Zeit, Erfahrung und fachlicher Begleitung kann das funktionieren, für viele ist es im Alltag schwer umzusetzen. Eine ehrliche Einordnung mit Mengen, Vorteilen, Nachteilen und Aufwand-Check finden Sie in meinem Ratgeber „BARF für Hunde„.

Warum Anifit-Nassfutter eine gute Alternative ist
Wer sich bewusst gegen Trockenfutter entscheidet, braucht eine verlässliche, alltagstaugliche Alternative. Anifit-Nassfutter erfüllt die wichtigsten Anforderungen: einen hohen Frischfleischanteil von 89 bis 96 Prozent (je nach Sorte), Rohstoffe in Lebensmittelqualität, klare Deklaration und den Verzicht auf Farb-, Lock- und Konservierungsstoffe, Zucker und Gluten.
Durch das schonende Herstellungsverfahren bleiben natürliche Vitamine und Mineralstoffe weitgehend erhalten, sodass auf viele synthetische Zusätze verzichtet werden kann. Hergestellt wird in Bayern und in Schweden, letzteres mit strengen Tierschutzstandards, antibiotikafreiem Schlachtfleisch sowie ohne Wachstumshormone und Gentechnik, einige Sorten zusätzlich in Bio-Qualität in Bayern. Alle Anifit-Alleinfuttermittel sind nach FEDIAF- und NRC-Standards zusammengesetzt und decken den Nährstoffbedarf eines gesunden Hundes vollständig ab, bei Bedarf lassen sie sich mit Ölen, Flocken oder gezielten Nahrungsergänzungen abrunden.

Anifit-Schnupperpaket für Hunde
Das Kennenlern-Paket mit verschiedenen Anifit Nassfutter-Sorten für Hunde.
Gerade beim Wechsel von Trockenfutter auf Nassfutter möchten viele Hundehalterinnen und Hundehalter zunächst ausprobieren, wie ihr Hund das neue Futter annimmt. Genau dafür wurde das Anifit-Schnupperpaket für Hunde entwickelt. Es bietet die Möglichkeit, verschiedene Sorten des Anifit-Nassfutters kennenzulernen und die Futterumstellung behutsam zu gestalten.
Das Schnupperpaket enthält verschiedene Anifit-Nassfuttersorten in Premium-Qualität, sodass Sie herausfinden können, welche Sorten Ihrem Hund besonders gut schmecken und vertragen werden. Ergänzend sind Kartoffelflocken zur Nahrungsergänzung enthalten, die die Futterumstellung erleichtern sollen. Diese Unterstützung ist besonders hilfreich, wenn Ihr Hund bisher ausschließlich Trockenfutter erhalten hat.
Zusätzlich beinhaltet das Paket gesunde Leckerlis, einen praktischen Schnappdeckel für angebrochene Dosen sowie wertvolle Informationen rund um artgerechte Hundeernährung und die Futterumstellung.
Das Anifit-Schnupperpaket eignet sich für Welpen, adulte Hunde und Senioren und ist in drei verschiedenen Varianten erhältlich. So kann das Paket an Alter, Größe und individuelle Bedürfnisse Ihres Hundes angepasst werden.
Direkt bestellen Weitere Details ansehenPersönliche Beratung bei der Futterumstellung
Die Umstellung von Trockenfutter auf eine andere Fütterungsform wirft oft Fragen auf, und jeder Hund reagiert anders. Als zertifizierte Ernährungsberaterin helfe ich Ihnen gern persönlich und kostenlos:
- Eine sanfte Umstellung planen, die zu Ihrem Hund passt.
- Die passende Sorte und Menge für Alter, Gewicht und Aktivität finden.
- Typische Stolpersteine wie Durchfall in der Umstellung oder Wählerischkeit begleiten.
Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Schritt für Schritt: Wie stelle ich von Trockenfutter auf Nassfutter um?
Eine sanfte Umstellung über etwa 14 Tage funktioniert für die meisten Hunde gut. Wichtig: Mischen Sie Trocken- und Nassfutter nicht in eine Portion, sondern füttern Sie sie in getrennten Mahlzeiten, weil beide Futterarten unterschiedlich verdaut werden. Als praktischer Fahrplan:
| Tag | Anteil altes Trockenfutter | Anteil neues Nassfutter | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1 bis 3 | 75 % | 25 % | langsam herantasten, Verdauung beobachten |
| 4 bis 7 | 50 % | 50 % | Halbzeit, weiter genau hinschauen |
| 8 bis 10 | 25 % | 75 % | Trocken weiter reduzieren |
| 11 bis 14 | 0 % | 100 % | reine Nassfütterung |
Diese Punkte erleichtern die Umstellung zusätzlich:
- Getrennte Mahlzeiten: zum Beispiel morgens das alte Trockenfutter, abends das neue Nassfutter, kein gemeinsamer Napf.
- Eingeweichte Kartoffelflocken: anfangs zur Entlastung der Verdauung, der hohe Fleischanteil wird so sanft eingeführt.
- Tempo anpassen: bei empfindlichen oder älteren Hunden lieber über 3 bis 4 Wochen umstellen.
- Wasser bewusst anbieten: vor allem in den ersten Tagen, bis sich der Hund an die feuchtere Kost gewöhnt hat.
- Leckerlis reduzieren: in der Umstellungsphase möglichst sparsam, damit die Verdauung sich auf eine Sache konzentrieren kann.
Mein Praxis-Tipp: Lassen Sie sich Zeit, gerade bei Hunden, die jahrelang Trockenfutter bekommen haben. Eine behutsame Umstellung über 7 bis 14 Tage, am besten mit der leicht verdaulichen Sorte „Gockels Duett„, verhindert die meisten Anfangsprobleme.
Ist Trockenfutter wirklich ungesund?
Nicht jedes Trockenfutter ist automatisch ungesund, viele Hunde leben damit lange. Aus ernährungsphysiologischer Sicht passt es jedoch deutlich schlechter zu den natürlichen Bedürfnissen des Hundes als hochwertiges Nassfutter, und einige Risiken (wenig Feuchtigkeit, viele Kohlenhydrate, stark verarbeitet) sind systembedingt.
Wie viel Wasser enthält Trockenfutter?
Im Durchschnitt nur 8 bis 10 Prozent. Hochwertiges Nassfutter dagegen besteht zu über 70 Prozent aus Feuchtigkeit, das entlastet Nieren und Harnwege und unterstützt die Verdauung.
Warum enthält Trockenfutter so viele Kohlenhydrate?
Aus produktionstechnischen Gründen: Getreide, Mais, Reis oder Kartoffeln werden benötigt, damit das Futter in seine feste, extrudierte Form gebracht werden kann. Ernährungsphysiologisch sind diese hohen Mengen für den Hund nicht nötig.
Welche Innereien sind für Hunde wertvoll?
Innereien wie Herz, Leber, Lunge und Pansen sind natürliche Bestandteile der Beute und liefern wertvolle Nährstoffe wie Eisen, Vitamin A und Taurin. In Maßen gehören sie zu einer artgerechten Fütterung dazu. Leber sollte wegen des hohen Vitamin-A-Gehalts aber nur dosiert gegeben werden.
Reinigt Trockenfutter wirklich die Zähne?
Nein, das ist ein Mythos. Viele Hunde schlingen es ohne zu kauen, und selbst beim Kauen entstehen stärke- und kohlenhydratreiche Rückstände, die Zahnbelag begünstigen. Eine echte Zahnpflege ersetzt Trockenfutter nicht.
Was sind Futtermilben und woran erkenne ich sie?
Futtermilben siedeln sich in gelagertem Trockenfutter an. Sie sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, können bei sensiblen Hunden aber Juckreiz, Hautprobleme oder Ohrenentzündungen auslösen. Treten solche Symptome auf, sollten Sie das tierärztlich abklären lassen.
Ist Nassfutter immer die bessere Wahl als Trockenfutter?
Für die meisten Hunde ist hochwertiges Nassfutter wegen des hohen Feuchtigkeitsgehalts und des oft höheren Fleischanteils die artgerechtere Wahl. Entscheidend bleibt aber die Qualität: Ein gutes Trockenfutter kann besser sein als ein schlechtes Nassfutter. Wichtig ist, dass Ihr Hund insgesamt genug Flüssigkeit aufnimmt.
Wie lange dauert die Umstellung von Trocken- auf Nassfutter?
Planen Sie für die Umstellung etwa ein bis zwei Wochen ein. Mischen Sie das Nassfutter zunächst in kleinen Mengen unter das gewohnte Futter und erhöhen Sie den Anteil schrittweise. Bei empfindlichen Hunden darf es ruhig langsamer gehen, das beugt Verdauungsproblemen vor.
Ist Trockenbarf eine bessere Alternative?
Trockenbarf ist meist hochwertiger als klassisches Extrudat, da es schonend luftgetrocknet wird und einen höheren Fleischanteil hat. Der niedrige Feuchtigkeitsgehalt bleibt aber ein Nachteil, daher sollte stets ausreichend Wasser angeboten werden.
Was tun, wenn mein Hund nur Trockenfutter frisst?
Das ist Gewohnheit. Eine sanfte Umstellung gelingt am besten, indem Sie zunächst ein wenig Nassfutter unter das gewohnte Trockenfutter mischen und den Nassfutteranteil über Tage langsam steigern. Lauwarmes Wasser über dem Nassfutter macht es zusätzlich attraktiver.
Fazit
Trockenfutter ist weit verbreitet und auf den ersten Blick praktisch, bei genauerem Hinsehen zeigen sich aber zahlreiche Nachteile, die vor allem die langfristige Gesundheit betreffen können: geringer Wassergehalt, minderwertige Zutaten, hoher Kohlenhydratanteil und verschiedene Zusatzstoffe summieren sich Jahr für Jahr. Welche Nassfutter im direkten Vergleich überzeugen, sehen Sie in meinem Hundefutter-Test.
Eine artgerechte Hundeernährung orientiert sich stärker an den natürlichen Bedürfnissen des Hundes: hoher Fleischanteil, gut verwertbare Nährstoffe und ausreichend Flüssigkeit. Hochwertiges Nassfutter und, mit Erfahrung und Begleitung, selbst gemachtes Futter sind dafür die sinnvollen Alternativen. Wer Qualität in den Napf legt, schafft die Basis für mehr Wohlbefinden und Lebensqualität, und wenn Sie unsicher sind, welche Sorte oder Umstellung zu Ihrem Hund passt, finden wir das in einer kostenlosen Beratung gemeinsam heraus.
Quellen und weiterführende Informationen
- FEDIAF: Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, europäische Referenz zum Nährstoffbedarf und zur Zusammensetzung von Hundefuttern.
- NRC: Nutrient Requirements of Dogs and Cats, wissenschaftliche Grundlage zum Bedarf.
- Meyer/Zentek: Ernährung des Hundes. Grundlagen, Fütterung, Diätetik, deutsches Standardwerk zur Hundeernährung.
- Anifit-Produktangaben (Provital GmbH), Grundlage zu Frischfleischanteil und Zusammensetzung.








