Eis für Hunde: Dürfen Hunde Eis essen und wie Sie es einfach selber machen

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An heißen Sommertagen freut sich nicht nur der Mensch über eine kühle Erfrischung. Ein kleines Eis kann auch für den Hund ein schöner Snack sein, allerdings nicht das Eis aus der Tiefkühltruhe für uns Menschen. In diesem Ratgeber erkläre ich Ihnen, welches Eis Hunde essen dürfen, warum Menschen-Eis tabu ist und wie Sie im Handumdrehen ein hundefreundliches Eis selber machen, von der Quark-Variante bis zum herzhaften Leberwurst-Eis.

Eis für Hunde: Dürfen Hunde Eis essen und wie Sie es einfach selber machen
Eis für Hunde: Dürfen Hunde Eis essen und wie Sie es einfach selber machen

Eis für Hunde: Das Wichtigste in Kürze

Menschen-Eis ist für Hunde ungeeignet, weil es viel Zucker und Milchzucker enthält und manche Sorten sogar giftige Stoffe wie Xylit oder Schokolade. Hundeeis lässt sich aber leicht selbst machen, etwa aus laktosearmem Quark, püriertem Obst oder Leberwurst. Als gelegentlicher Snack, nicht als Futterersatz.

  • Menschen-Eis ist tabu: zu viel Zucker, Milchzucker und teils giftige Zusätze.
  • Achtung Xylit und Schokolade: beide sind für Hunde gefährlich bis lebensgefährlich.
  • Selber machen ist einfach: wenige Zutaten, in Förmchen oder Kong einfrieren.
  • Gute Basis: laktosearmer Quark oder Joghurt, püriertes Obst, etwas Leberwurst.
  • Leberwurst-Eis: herzhafter Favorit, am besten mit selbst gemachter Leberwurst.
  • Nur ein Snack: in Maßen und in die Tagesration eingerechnet.

Dürfen Hunde Eis essen?

Das gewohnte Speiseeis aus der Truhe ist für Hunde nicht geeignet. Es enthält in der Regel sehr viel Zucker, dazu Milch und damit Milchzucker, den viele Hunde schlecht vertragen, die Folge ist oft Durchfall. Richtig gefährlich wird es bei bestimmten Sorten: Schokoladeneis enthält Theobromin, das für Hunde giftig ist, und zuckerfreies Eis kann den Süßstoff Xylit (Birkenzucker) enthalten, der für Hunde schon in kleinen Mengen lebensgefährlich ist. Ein einzelner Schleck Vanilleeis wird die meisten Hunde nicht umbringen, aber ein eigenes, hundefreundliches Eis ist die deutlich bessere Wahl. Welche Lebensmittel sonst noch tabu sind, lesen Sie unter giftig für Hunde.

Hundeeis selber machen: die Basis

Die gute Nachricht: Hundeeis ist kinderleicht und braucht nur wenige Zutaten. Sie pürieren oder verrühren die Zutaten, füllen die Masse in kleine Silikonförmchen, einen Eiswürfelbehälter, in eine Schleckmatte oder ein befüllbares Kauspielzeug wie den Kong und stellen das Ganze über Nacht ins Gefrierfach. Als Basis eignen sich Quark, Naturjoghurt oder Hüttenkäse, dazu püriertes hundefreundliches Obst wie Banane oder etwas Wasser beziehungsweise ungewürzte Brühe. Wichtig: Eis ist und bleibt ein Snack, kein Futterersatz, und sollte in die Tagesration eingerechnet werden, mehr dazu unter wie viel Hundefutter pro Tag.

Leberwurst-Eis: der herzhafte Favorit

Nicht jeder Hund steht auf Fruchtiges, viele lieben es lieber herzhaft, und genau hier kommt die Leberwurst ins Spiel. Sie ist intensiv im Geschmack und lässt sich wunderbar zu Eis verarbeiten: Einfach etwas Leberwurst mit Wasser oder mit laktosearmem Quark glatt verrühren, in Förmchen oder ein Kauspielzeug füllen und einfrieren. Am besten verwenden Sie eine selbst gemachte Leberwurst ohne Zwiebeln und Salz. Gehen Sie sparsam damit um, denn Leberwurst kann sehr fett- und vitamin-A-reich sein und eignet sich nur in kleineren Mengen.

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Christina Williger - Anifit-Fachberaterin
Christina Williger – Zertifizierte
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen

Drei einfache Rezeptideen

Mit diesen drei Varianten haben Sie für jeden Geschmack etwas dabei:

  • Quark-Bananen-Eis: eine halbe reife Banane mit zwei bis drei Esslöffeln laktosearmem Quark pürieren, in Förmchen füllen und einfrieren.
  • Leberwurst-Eis: ein bis zwei Teelöffel (selbst gemachte) Leberwurst mit Hüttenkäse glatt verrühren und einfrieren, herzhaft und besonders beliebt.
  • Joghurt-Frucht-Eis: Naturjoghurt mit etwas püriertem hundefreundlichem Obst oder Gemüse mischen.

Ein gefülltes und eingefrorenes Kauspielzeug hat noch einen Vorteil: Es beschäftigt den Hund länger und sorgt an heißen Tagen für eine schöne Abwechslung.

Worauf Sie beim Eis achten sollten

  • Tabu: Schokolade und Kakao, Xylit (Birkenzucker), Weintrauben und Rosinen, Zwiebeln sowie Macadamianüsse, sie sind für Hunde giftig.
  • Milchprodukte: bevorzugt laktosearm oder laktosefrei, das schont den Magen.
  • Wenig bis kein Zucker: die natürliche Süße aus etwas Obst genügt völlig.
  • Kleine Portionen: langsam ans Kalte gewöhnen, manche Hunde reagieren empfindlich auf eiskalte Snacks.
  • Kein Futterersatz: Eis ist ein Extra für zwischendurch, keine Mahlzeit.

Und ganz wichtig: An wirklich heißen Tagen zählt vor allem Schatten und immer frisches Wasser. Ein Eis ist eine nette Erfrischung, aber kein Schutz vor Überhitzung, bei Anzeichen eines Hitzschlags gehört Ihr Hund sofort in die Tierarztpraxis.

Was ich als Ernährungsberaterin empfehle

Gönnen Sie Ihrem Hund das Eis als gelegentlichen Sommer-Snack aus wenigen, hochwertigen Zutaten, dann ist es eine schöne und unbedenkliche Abwechslung. Die Basis der Ernährung bleibt natürlich ein gutes Hauptfutter, ich selbst füttere Anifit. Wie eine ausgewogene Fütterung aussieht, lesen Sie in den Grundlagen der Hundeernährung. Wenn Sie unsicher sind, wie viel Snack für Ihren Hund okay ist, schauen wir uns das gern gemeinsam an.

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FAQ: Häufige Fragen zu Eis für Hunde

Dürfen Welpen Eis essen?

Bei Welpen sollten Sie mit Eis besonders zurückhaltend sein, da ihr Verdauungssystem empfindlich ist und sie Milchzucker oft schlecht vertragen. Ein kleiner Klecks selbst gemachtes, ungesüßtes Hundeeis aus verträglichen Zutaten ist ab und zu in Ordnung. Kaltes Eis vorher kurz antauen lassen und nur eine sehr kleine Menge anbieten.

Eignet sich Hundeeis auch zum Befüllen von Kong oder Schleckmatte?

Sehr gut. Cremiges oder flüssiges Hundeeis lässt sich vor dem Einfrieren in einen Kong oder auf eine Schleckmatte geben. So wird aus der Erfrischung gleich eine längere Beschäftigung. Achten Sie auch hier auf die Menge und rechnen Sie sie in die Tagesration ein.

Ist Vanilleeis für Hunde gefährlich?

Ein kleiner Schleck Vanilleeis ist für die meisten Hunde nicht akut gefährlich, ideal ist es aber nicht: Der hohe Zucker- und Milchzuckergehalt kann Magen-Darm-Probleme verursachen. Greifen Sie lieber zu einem selbst gemachten Hundeeis ohne Zucker.

Warum ist Xylit in Eis so gefährlich für Hunde?

Xylit, auch Birkenzucker genannt, steckt oft in zuckerfreien oder kalorienreduzierten Produkten und ist für Hunde schon in kleinen Mengen lebensgefährlich. Es kann einen starken Blutzuckerabfall und Leberschäden auslösen. Achten Sie deshalb bei jedem Eis auf die Zutatenliste.

Wie lange ist selbst gemachtes Hundeeis haltbar?

Im Gefrierfach hält selbst gemachtes Hundeeis gut ein bis zwei Monate. Praktisch sind kleine Portionen in Silikonformen oder Eiswürfelbehältern, die Sie einzeln entnehmen. Bereits angetautes Eis sollten Sie nicht wieder einfrieren.

Kann ich Leberwurst für Hundeeis verwenden?

Ja, Leberwurst eignet sich super für ein herzhaftes Hundeeis. Verrühren Sie etwas Leberwurst mit Wasser oder Quark und frieren Sie die Masse ein. Am besten nehmen Sie eine selbst gemachte Leberwurst ohne Zwiebeln und Salz und gehen sparsam damit um, da sie sehr fettreich ist.

Verträgt mein Hund Milchprodukte im Eis?

Viele Hunde vertragen größere Mengen Milchzucker nicht gut und reagieren mit Durchfall. Verwenden Sie deshalb am besten laktosearme oder laktosefreie Produkte wie Magerquark, Hüttenkäse oder laktosefreien Joghurt. In kleinen Mengen sind diese meist gut verträglich.

Wie viel Eis darf mein Hund haben?

Eis ist ein Snack und kein Futterersatz. Wie alle Leckerlis sollte es nur einen kleinen Teil der Tagesration ausmachen, als Faustregel höchstens etwa zehn Prozent. Bieten Sie kleine Portionen an und gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an die kalte Konsistenz.

Ist kaltes Eis schlecht für den Hund?

Die meisten Hunde vertragen eine kühle Leckerei problemlos. Manche reagieren aber empfindlich auf sehr kalte Snacks, etwa mit Bauchgrummeln. Bieten Sie das Eis daher in kleinen Mengen an und lassen Sie es bei empfindlichen Hunden kurz antauen.

Hilft Eis meinem Hund bei Hitze?

Ein Eis ist eine nette Erfrischung, aber kein Schutz vor Überhitzung. An heißen Tagen sind Schatten und immer frisches Wasser das Wichtigste. Zeigt Ihr Hund Anzeichen eines Hitzschlags wie starkes Hecheln, Taumeln oder Apathie, gehört er sofort in die Tierarztpraxis.

Fazit: selbst gemacht ist die kühle Lösung

Ein Eis kann für Hunde ein toller Sommer-Snack sein, allerdings nicht das zuckrige Menschen-Eis aus der Truhe und auf keinen Fall mit Schokolade oder Xylit. Viel besser ist ein selbst gemachtes Hundeeis aus wenigen, gut verträglichen Zutaten: laktosearmer Quark, püriertes Obst oder, für die herzhaften Genießer, etwas Leberwurst. So haben Sie volle Kontrolle über die Zutaten, ganz ohne Zucker und Zusätze. Denken Sie nur daran, dass Eis ein Extra bleibt und in die Tagesration zählt. Wenn Sie Fragen zu Snacks und Mengen haben, schauen wir uns das gern gemeinsam an.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Tierärztliche Fachinformationen zu für Hunde giftigen Lebensmitteln (u.a. Xylit/Birkenzucker, Schokolade/Theobromin, Weintrauben).
  • Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Begründet von Helmut Meyer. Thieme, 9. Auflage 2022, zu Snacks und Verträglichkeit.
  • Hinweise zur Laktoseverträglichkeit von Hunden bei Milchprodukten.
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Christina Williger - Zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen | Anifit-Fachberaterin

Verfasst von: Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen | Anifit-Fachberaterin | Gründerin von Ihr-Futtershop.de | Autorin

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele verschiedene Haustiere begleiten und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen sammeln. Zusätzlich war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine tiefe Verbundenheit zu Tieren hat mich dazu bewegt, als Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und mein Wissen sowie meine Erfahrungen mit anderen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu teilen. Die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon haben mich außerdem dazu inspiriert, mich zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weiterzubilden. Mit meinen Büchern, Ratgebern und Fachbeiträgen möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern und einen Beitrag zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier leisten.

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