Katzen trinken von Natur aus wenig, und eine gute Flüssigkeitsversorgung ist für sie sehr wichtig. Eine selbst gekochte, ungesalzene Brühe ist ein einfacher Trick, um trinkfaule Samtpfoten zu mehr Flüssigkeit zu animieren, und sie braucht nur zwei Zutaten. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, warum eine Trinkbrühe sinnvoll ist, wie das Rezept geht und worauf Sie bei Zutaten und Aufbewahrung achten sollten.

Trinkbrühe für Katzen: Das Wichtigste in Kürze
Eine selbst gekochte Trinkbrühe aus Fleisch und Wasser regt trinkfaule Katzen zum Trinken an und liefert zusätzliche Flüssigkeit. Sie kommt ganz ohne Salz und Gewürze aus und ist als Topping oder pur ein schöner Trinkanreiz, ersetzt aber kein vollwertiges Futter.
- Trinkanreiz: animiert trinkfaule Katzen zu mehr Flüssigkeitsaufnahme.
- Zwei Zutaten: Fleisch und Wasser, mehr braucht es nicht.
- Kein Salz, keine Gewürze: und keine Zwiebel oder Knoblauch.
- Vielseitig: als Topping aufs Futter, pur oder als Eiswürfel.
- Haltbar: wenige Tage im Kühlschrank, portionsweise einfrierbar.
- Kein Futterersatz: die Brühe ist eine Ergänzung, keine Mahlzeit.
Warum ist eine Trinkbrühe für Katzen sinnvoll?
Katzen stammen ursprünglich von Wüstentieren ab und haben ein eher schwaches Durstgefühl, viele trinken zu wenig. Eine gute Flüssigkeitsversorgung ist aber wichtig, gerade bei Katzen, die wenig trinken, viel Trockenfutter bekommen oder zu Harngrieß neigen, mehr dazu unter Wasserbedarf der Katze und Harnsteine bei Katzen. Eine duftende Brühe regt zum Schlabbern an und bringt so ganz nebenbei Flüssigkeit in die Katze. Wichtig: Die Brühe ist ein Trinkanreiz und eine Ergänzung, kein vollwertiges Futter.
Das Rezept: zwei Zutaten für die Trinkbrühe
Sie brauchen nur Fleisch und Wasser. Nehmen Sie zum Beispiel ein Suppenhuhn, Hühnerklein oder Putenfleisch, setzen Sie es kalt mit reichlich Wasser auf und lassen Sie es zugedeckt etwa zwei bis drei Stunden bei schwacher Hitze köcheln. Anschließend sieben Sie die Brühe ab und lassen sie abkühlen. Ganz wichtig: Geben Sie kein Salz, keine Gewürze und auf keinen Fall Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch dazu, diese sind für Katzen giftig, siehe giftig für Katzen. Gekochte Knochen entsorgen Sie, sie können splittern und gehören nicht in den Napf. Das gegarte Fleisch können Sie separat verfüttern.
Servieren und aufbewahren der Brühe
Katzen mögen ihre Brühe weder eiskalt noch heiß, am besten servieren Sie sie zimmerwarm oder leicht angewärmt, dann duftet sie intensiver und wird besser angenommen. Bieten Sie kleine Mengen pur an oder geben Sie etwas Brühe als Topping über das gewohnte Futter. Im Kühlschrank hält sich die Brühe etwa zwei bis drei Tage. Praktisch: Frieren Sie sie portionsweise oder in Eiswürfelformen ein, dann haben Sie immer einen Vorrat, und im Sommer wird daraus eine kühle Erfrischung, passend dazu der Beitrag Katzeneis selber machen.
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Eine ausgewogene Fütterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Katze. Egal ob Sie allgemeine Fragen zur artgerechten Ernährung oder speziellere Anliegen (zum Beispiel zu Trinkanreiz und selbst gemachten Snacks) haben, in einer kostenlosen Ernährungsberatung erhalten Sie maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese helfen Ihnen, die Ernährung Ihrer Katze zu optimieren. Für die Gewissheit, Ihren Vierbeiner jederzeit bestmöglich zu versorgen.
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Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Wann die Brühe besonders hilft
Besonders nützlich ist eine Trinkbrühe bei trinkfaulen Katzen, an heißen Tagen oder wenn eine Katze mal weniger Appetit hat, denn der Duft regt zum Fressen und Trinken an. Auch geschwächte oder ältere Katzen nehmen eine lauwarme Brühe oft gern an. Wichtig ist dabei: Wenn Ihre Katze über längere Zeit nicht frisst oder trinkt, krank wirkt oder abnimmt, gehört sie in die Tierarztpraxis. Die Brühe ist dann eine unterstützende Ergänzung, aber kein Ersatz für eine tierärztliche Abklärung und Behandlung.
Meine Empfehlung als Ernährungsberaterin
Nutzen Sie die Trinkbrühe als Trinkanreiz und kleines Highlight, die Basis der Flüssigkeitsversorgung bleibt aber ein feuchtigkeitsreiches Futter. Ich selbst füttere meinen Katzen Anifit, ein Nassfutter, das von Natur aus viel Feuchtigkeit mitbringt. Grundlagen zur Fütterung finden Sie in den Grundlagen der Katzenernährung. Wenn Ihre Katze zu wenig trinkt, schauen wir uns gemeinsam an, wie Sie ihr mehr Flüssigkeit schmackhaft machen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Schleckmatte für Katzen, befüllt mit Nassfutter gemischt mit Trinkbrühe.
FAQ: Häufige Fragen zur Trinkbrühe für Katzen
Kann ich Trinkbrühe auf Vorrat einfrieren?
Ja. Frieren Sie die Brühe portionsweise ein, zum Beispiel in einem Eiswürfelbehälter, und tauen Sie bei Bedarf einzelne Würfel auf. So haben Sie immer eine frische Portion, ohne dass größere Mengen verderben.
Eignet sich die Trinkbrühe auch für Hunde?
Ja, auch Hunde nehmen eine milde Fleisch- oder Knochenbrühe gern an, etwa über das Futter gegossen. Verwenden Sie wie bei der Katze keine Zwiebeln, keinen Knoblauch und kein Salz. In reinen Katzenhaushalten ist das natürlich nicht nötig.
Darf in die Brühe Salz oder Gewürze?
Nein. Salz, Gewürze und vor allem Zwiebeln, Knoblauch und Lauch gehören nicht in die Brühe, Letztere sind für Katzen sogar giftig. Auch fertige Brühwürfel sind ungeeignet, da sie viel Salz und Gewürze enthalten. Die Brühe besteht idealerweise nur aus Fleisch und Wasser.
Darf ich die Knochen mitverfüttern?
Nein. Gekochte Knochen können splittern und innere Verletzungen verursachen, deshalb entsorgen Sie sie nach dem Kochen. Das ausgekochte, abgekühlte Fleisch ohne Knochen können Sie dagegen separat als kleine Mahlzeit oder Topping anbieten.
Wie lange ist die Trinkbrühe haltbar?
Im Kühlschrank hält sie sich etwa zwei bis drei Tage. Für einen längeren Vorrat frieren Sie die abgekühlte Brühe portionsweise oder in Eiswürfelformen ein, so ist sie viele Wochen haltbar und Sie können bei Bedarf einzelne Portionen auftauen.
Wie serviere ich die Brühe am besten?
Katzen mögen sie weder heiß noch eiskalt. Servieren Sie die Brühe am besten zimmerwarm oder leicht angewärmt, dann duftet sie intensiver und wird besser angenommen. Bieten Sie kleine Mengen pur an oder geben Sie etwas davon als Topping über das gewohnte Futter.
Ersetzt die Trinkbrühe das Katzenfutter?
Nein. Eine reine Fleischbrühe liefert kaum Nährstoffe und ist kein vollwertiges Futter. Sie ist ein Trinkanreiz und eine schmackhafte Ergänzung. Die Basis bleibt ein hochwertiges Alleinfuttermittel, am besten ein feuchtigkeitsreiches Nassfutter.
Hilft Brühe einer kranken Katze?
Eine lauwarme Brühe kann den Appetit anregen und zur Flüssigkeitsaufnahme beitragen, das kann unterstützend guttun. Sie ersetzt aber keine tierärztliche Behandlung. Wenn Ihre Katze länger nicht frisst oder trinkt, krank wirkt oder abnimmt, gehört sie zügig in die Tierarztpraxis.
Wie oft und wie viel Brühe darf meine Katze haben?
Als Trinkanreiz dürfen Sie sie ruhig regelmäßig anbieten, etwa täglich kleine Mengen als Topping oder pur. Da sie kalorienarm ist, ist die Menge weniger kritisch als bei festen Leckerlis. Achten Sie aber darauf, dass die Katze weiterhin ihr normales Futter frisst.
Kann ich auch Fisch für die Brühe nehmen?
Ja, eine milde Fischbrühe aus ungewürztem Fisch wird von vielen Katzen gern angenommen. Achten Sie auf grätenfreie Stücke und auch hier auf Salz- und Gewürzfreiheit. Wechseln Sie ruhig zwischen Geflügel- und Fischbrühe ab, das sorgt für Abwechslung.
Fazit: zwei Zutaten, großer Trinkanreiz
Eine selbst gekochte Trinkbrühe ist eine der einfachsten Möglichkeiten, eine trinkfaule Katze zu mehr Flüssigkeit zu animieren. Sie braucht nur Fleisch und Wasser, kommt ohne Salz und Gewürze aus und lässt sich pur, als Topping oder als Eiswürfel anbieten. Frisch hält sie sich einige Tage, eingefroren viele Wochen. Denken Sie daran, dass sie ein Trinkanreiz und keine Mahlzeit ist, und ziehen Sie bei einer kranken Katze immer die Tierarztpraxis hinzu. Die Basis bleibt ein feuchtigkeitsreiches Hauptfutter, ich selbst füttere Anifit. Bei Fragen schauen wir uns das gern gemeinsam an.
Quellen und weiterführende Informationen
- Iben, Liesegang, Wichert, Wolf: Ernährung der Katze, Grundlagen, Fütterung, Diätetik, Thieme, 1. Auflage 2001, zu Flüssigkeitsbedarf und Fütterung.
- Tierärztliche Fachinformationen zu für Katzen giftigen Lebensmitteln (u.a. Zwiebeln, Knoblauch, Lauch).
- Fachliche Hinweise zur Flüssigkeitsversorgung und zum Trinkverhalten von Katzen.








