Heute kann ich kaum eine Futterdose in die Hand nehmen, ohne reflexartig die Deklaration zu studieren, und ich bin jedes Mal aufs Neue entsetzt, was viele unserer Vierbeiner Tag für Tag fressen müssen. Dass die Analyse von Katzenfutter und Hundefutter einmal ein Teil meines Berufs und ehrlich gesagt auch zu meinem Hobby werden würde, hätte ich vor einigen Jahren nicht gedacht. Angefangen hat dieser Weg nämlich nicht mit einer Ausbildung nach Plan, sondern mit einem einzigen Hund: einem schwer gezeichneten Labrador namens Aragon. Er ist der Grund, warum ich heute zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen bin. Das ist seine und meine Geschichte.

Das Wichtigste in Kürze
Dieser Erfahrungsbericht erzählt, wie aus jahrelanger Begleitung eines chronisch kranken Tierschutzhundes meine fachliche Laufbahn wurde. Wenn Sie nach dem Lesen das Gefühl haben, dass Sie für Ihr Tier oder für sich selbst einen ähnlichen Weg suchen, finden Sie am Ende Hinweise dazu.
- Der Auslöser: mein Labrador Aragon kam mit knapp vier Jahren aus dem Tierschutz zu mir, mit zahlreichen gesundheitlichen Baustellen und einer schwierigen Vergangenheit
- Die Suche: über Trockenfutter, BARF und Selbstkochen bis zum hochwertigen Nassfutter habe ich für ihn fast alles ausprobiert
- Die Ausbildung: aus der eigenen Betroffenheit wurde eine Weiterbildung zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen und die Tätigkeit als Anifit-Fachberaterin
- Heute: ich bin Pflegestelle und Flugpatin für Tierschutzhunde und habe zusätzlich eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin begonnen
- Für Sie: ob Sie Beratung für Ihr Tier suchen oder selbst Ernährungsberaterin bzw. Ernährungsberater werden möchten, beide Wege finden Sie am Ende dieses Beitrags
Aragon: ein Hund mit schwerem Päckchen
Aragon kam mit knapp vier Jahren zu mir und er hatte bis dahin schon drei Vorbesitzer hinter sich. Als junger Hund wurde er offenbar überwiegend auf einem Balkon gehalten, kaum sozialisiert und, so meine feste Überzeugung, auch geschlagen. Woran ich das festmache? Bei hektischen Bewegungen oder einer Handbewegung von oben nach unten ließ er sich zitternd und mit eingezogener Rute zu Boden fallen. Solche Reaktionen entstehen nicht von allein.
Herausgeholt hatte ihn eine Frau, die ihn selbst nicht behalten konnte: Sie hatte bereits drei Hunde und Aragon kam im Rudel nicht zurecht. So führte sein Weg schließlich zu mir. Hunde waren für mich nie Neuland, im Gegenteil: Als ich geboren wurde, lebte mit dem Cocker-Mix Snoopy bereits der Hund meiner Eltern bei uns. Über die Jahre kamen dann viele Pflegehunde dazu, manche lebten mehr bei uns als bei ihren eigentlichen Besitzern, andere waren nur zur Urlaubsvertretung da, darunter der Schnauzer Senta, die Foxterrier-Hündin Bessy, der Cavalier King Charles Spaniel Buffy, die Riesen-Schnauzer-Hündin Lady, die Dobermann-Hündin Daisy und die Jack-Russell-Hündin Lucy. Aber keiner von ihnen hatte je so viele gesundheitliche Probleme wie Aragon.
Als die Krankheiten kamen
Das erste sichtbare Zeichen war ein nackter, geröteter, ständig juckender Bauch, schon als er bei mir einzog. Doch das blieb leider nicht das einzige Thema. Im Laufe der Zeit zeigten sich eine Herzinsuffizienz, diverse Arthrosen, ein Cauda-equina-Syndrom, Spondylosen, immer wiederkehrende Probleme mit den Analdrüsen, ausgeprägter Zahnstein bis hin zu abbrechenden Zähnen, häufiger Durchfall oder Verstopfung, entzündete Ohren, Sodbrennen, Erbrechen, extensives Grasfressen, sogenannte Lick fits mit hektischem Ablecken von Flächen, starkes Luft- und Gasschlucken sowie massives Sabbern dazu. Über viele Jahre waren wir Dauergast in verschiedenen Tierarztpraxen und bei der Hundephysiotherapie.
Ich möchte an dieser Stelle ganz ehrlich sein: Diese Erkrankungen lassen sich nicht wegfüttern. Aragons Erkrankungen wurden tierärztlich behandelt und physiotherapeutisch begleitet, über Jahre und mit viel Geduld. Was ich aber sehr wohl beeinflussen konnte, war seine Verträglichkeit, seine Verdauung und, über gezielte Nahrungsergänzungen, auch sein allgemeines Wohlbefinden und seine Beweglichkeit im Alltag, immer begleitend zur tierärztlichen Behandlung und zur Physiotherapie. Genau dort begann meine Suche.
Meine Suche nach dem richtigen Futter
Um die vielen Baustellen in den Griff zu bekommen, habe ich aufgesaugt, was ich zu den Themen Hund, Gesundheit und Ernährung finden konnte. Ich habe die „Standardliteratur“ zur Hundeernährung gelesen und nach und nach fast alles ausprobiert. In dieser Zeit ist übrigens auch mein erster Blog hund-als-haustier.de entstanden, weil ich das Gelernte festhalten und teilen wollte.
Gestartet sind wir bei Trockenfutter, schlicht weil ich Aragon damit übernommen hatte. Schritt für Schritt sind wir dann weitergegangen: erst auf ein besseres Trockenfutter, dann auf Nassfutter und schließlich auf BARF. BARF war für uns durchaus ein guter Zwischenschritt, denn über die selbst zusammengestellten Rationen konnte ich gezielt eliminieren, was Aragon nicht vertrug, zum Beispiel Getreide, Leinöl und alles Fischige. Die rohen Zutaten selbst konnte er allerdings nicht gut verdauen, weshalb BARF für uns keine Dauerlösung war.
Am besten funktionierte am Ende das selbst gekochte Futter. Ich war davon so überzeugt, dass ich darüber sogar Bücher verfasst habe: erst ein Rezeptbuch für selbst gemachte Leckerlis aus der Backmatte, später das große Kochbuch Kochen für Hunde mit bedarfsgerechten Rezepten. So gut die Ergebnisse waren, den täglichen Aufwand konnte ich auf Dauer nicht stemmen. Der Zeitaufwand ist enorm, wenn alles bedarfsdeckend und frisch zubereitet sein soll.
Also wollte ich zur für mich besten Alltagslösung zurückkehren, einem hochwertigen Nassfutter. Der Weg dorthin war aber nicht direkt: Nach einigen erfolglosen Tests probierte ich es zunächst mit Reinfleischdosen, die mir wenigstens die Fleischzubereitung ersparten. Doch die Qualität schwankte stark und der Aufwand blieb hoch.
Wie ich zu Anifit kam
Über einen Bekannten kam ich schließlich zu Anifit. Gehört hatte ich den Markennamen schon öfter, ehrlich gesagt war ich aber skeptisch, vor allem wegen des Vertriebsmodells. Direktvertrieb löst bei mir bis heute erst einmal Vorsicht aus. Ich habe mich dann aufgrund positiver Erfahrungsberichte und offensichtlich guter Qualität des Futters doch überreden lassen, es einfach zu testen. Die klare Deklaration und der hohe Frischfleischanteil waren immerhin genau das, was ich nach all den Jahren des Etikettenlesens suchte. Mit der Sorte Gockels Duett hat die Futterumstellung dann bei Aragon auf Anhieb gut geklappt. Eine Zeit lang vertrug er auch die anderen Sorten aus dem Anifit-Hundefutter-Sortiment sehr gut.
Parallel habe ich, wie schon beim Selbstkochen, viel mit Nahrungsergänzungen gearbeitet und mich kontinuierlich weitergebildet. Die Grundlagen, auf die es mir dabei ankommt, habe ich später in meinem Ratgeber zu den Grundlagen der Hundeernährung zusammengefasst.

Vom Hundehalter zur zertifizierten Ernährungsberaterin
Irgendwann war ich von dem, was eine durchdachte Fütterung im Alltag bewirken kann, so überzeugt, dass ich einen Entschluss fasste: Ich wollte dieses Wissen nicht nur für meinen eigenen Hund nutzen, sondern weitergeben. Ich entschied mich, Anifit-Fachberaterin zu werden und absolvierte die Weiterbildung zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen. Darüber hinaus habe ich jede Fortbildungsmöglichkeit mitgenommen, die mir über den Weg lief.
Heute betreue ich als Anifit-Fachberaterin fast 700 Kundinnen und Kunden und die Beratung bestimmt inzwischen meinen Arbeitsalltag, obwohl ich eigentlich studierte Wirtschaftsinformatikerin bin. Mehr zu meinem Hintergrund und meiner Qualifikation finden Sie auf meiner Seite Über mich.
Aragons letzte Jahre
Mit zunehmendem Alter meldeten sich Aragons alte Verdauungsthemen zurück, vor allem Durchfall, Erbrechen und Sodbrennen und schlechte Verwertung des Futters. Mit dem Wissen, das ich mir inzwischen angeeignet hatte, stellte ich ihn wieder vollständig auf Gockels Duett mit Reispops um und passte seine Nahrungsergänzungen an. So durfte ich ihn bis an sein Lebensende mit fast 15 Jahren begleiten. Zur Einordnung: Die Tierärzte hatten mir zu Beginn prophezeit, dass er mit seinen vielen Problemen nicht einmal sieben Jahre alt werden würde.
Diese Erfahrung hat mich tief geprägt. Sie hat mir gezeigt, dass eine angepasste Fütterung und gezielte Nahrungsergänzung gerade bei einem chronisch kranken Hund einen echten Unterschied im Alltag machen können, natürlich immer als Ergänzung zur tierärztlichen und physiotherapeutischen Behandlung, nie als Ersatz!
Kostenfreie Ernährungsberatung für Ihr Tier
Vielleicht erkennen Sie Ihr eigenes Tier in Teilen von Aragons Geschichte wieder, sei es ein empfindlicher Magen, Haut- und Fellthemen oder schlicht die Frage nach dem passenden Futter. Als zertifizierte Ernährungsberaterin begleite ich Sie gerne persönlich und kostenlos. Gemeinsam klären wir, welches Futter und welche Tagesmenge zu Ihrem Tier passen und wie sich eine Umstellung schonend gestalten lässt.
Jetzt kostenlose Beratung sichern!Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in unserem Ernährungsratgeber. Außerdem haben wir für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Was Aragon mir für meine Beratung mitgegeben hat
Aus der Begleitung eines so vielschichtig kranken Hundes habe ich gelernt, wie eng Ernährung, Verträglichkeit und Wohlbefinden zusammenhängen und wie viel Beobachtung und Geduld nötig sind, bis man die richtigen Stellschrauben gefunden hat. Genau dieses Gespür bringe ich heute in jede Beratung ein. Aus der einstigen Not ist eine echte Leidenschaft geworden: Die Analyse von Futterdeklarationen ist mir zum Hobby geworden und der Erfolg mit Aragon hat mich sogar dazu gebracht, mich intensiv mit menschlicher Ernährung zu beschäftigen und auch meine eigene Ernährung sowie die meiner Familie zu optimieren.
Heute: Pflegestelle, Flugpatin und ein neuer Weg
Seit Aragons Tod, ich nannte ihn liebevoll Gonni, möchte ich vorerst keinen eigenen Hund mehr. Stattdessen bin ich Pflegestelle für Tierheimhunde geworden, die im Tierheim selbst nicht zurechtkommen, oft aus gesundheitlichen Gründen oder weil sie misshandelt wurden und erst wieder aufgepäppelt werden müssen, bevor sie vermittelbar sind. Das passt zu meiner Arbeit als Ernährungsberaterin wie kaum etwas anderes, denn ich weiß genau, welche Hebel Ernährung und Supplementierung gerade bei geschwächten Hunden haben können.
Zusätzlich bin ich regelmäßig als Flugpatin unterwegs und bringe Tierschutzhunde aus dem Ausland zu ihren neuen Besitzern nach Deutschland, damit sie ein schönes neues Leben beginnen können. Und weil mir die körperliche Seite nach all den Physio-Jahren mit Aragon nie losgelassen hat, habe ich inzwischen sogar eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin begonnen. Und wer weiß, vielleicht bleibt ja eines Tages einer meiner Pflegehunde für immer bei mir.
Wenn Sie diese Geschichte bis hierher gelesen haben, dann liegt Ihnen das Wohl Ihres Tieres am Herzen, und vielleicht steht für Sie eine von zwei Türen offen. Möchten Sie Ihr Tier optimal versorgt wissen, finden Sie über meine Seite Anifit-Berater finden oder direkt über den Kontakt den Weg zu mir. Und falls Sie wie ich Ihre Tierliebe zum Beruf machen möchten, erfahren Sie auf der Seite Anifit-Berater werden, wie der Einstieg gelingt.
Häufige Fragen zu meinem Weg als Ernährungsberaterin
Wie sind Sie Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen geworden?
Mein Weg begann nicht mit einer geplanten Ausbildung, sondern mit meinem schwer kranken Tierschutzhund Aragon. Aus der jahrelangen Suche nach dem für ihn richtigen Futter wurde echtes Fachinteresse. Daraus entstand die Entscheidung, eine Weiterbildung zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen zu absolvieren.
Welche Qualifikation haben Sie als Beraterin?
Ich bin zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen und Anifit-Fachberaterin. Zusätzlich nehme ich regelmäßig Fortbildungen wahr und habe eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin begonnen. Eigentlich bin ich studierte Wirtschaftsinformatikerin, meine Leidenschaft galt aber immer den Tieren.
Kann Futter die Krankheiten eines Hundes heilen?
Nein. Erkrankungen gehören in tierärztliche Behandlung und lassen sich nicht wegfüttern. Eine angepasste Ernährung und gezielte Nahrungsergänzung können aber Verträglichkeit, Verdauung und Wohlbefinden im Alltag unterstützen, immer ergänzend zur tierärztlichen Versorgung, nie als Ersatz.
Warum füttern Sie Anifit?
Nach Jahren des Etikettenlesens haben mich der hohe Frischfleischanteil und die klare Deklaration überzeugt. Anfangs war ich wegen des Direktvertriebs skeptisch, doch im Praxistest hat es bei Aragon mit der Sorte Gockels Duett überzeugend funktioniert.
Bieten Sie eine kostenlose Ernährungsberatung an?
Ja. Als Anifit-Fachberaterin berate ich Halterinnen und Halter persönlich und kostenlos zur Fütterung ihres Hundes oder ihrer Katze. Am einfachsten erreichen Sie mich über meine Kontaktseite oder über die Seite Anifit-Berater finden.
Wie kann ich selbst Anifit-Fachberater werden?
Wenn Sie Ihre Tierliebe zum Beruf machen möchten, finden Sie auf meiner Seite Anifit-Berater werden alle Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Verdienstmöglichkeiten. Ich bin diesen Weg selbst gegangen und teile meine Erfahrungen gerne.
Fazit
Ich hätte mir einen leichteren Anlass gewünscht, aber rückblickend hat Aragon mir einen Weg gewiesen, der mein Leben verändert hat. Aus einer überforderten Hundehalterin, die verzweifelt nach dem richtigen Futter suchte, ist eine zertifizierte Ernährungsberaterin geworden, die heute anderen Tieren und ihren Menschen hilft. Wenn dieser Bericht Ihnen Mut macht, genauer hinzuschauen, was im Napf Ihres Tieres landet, dann hat er seinen Zweck erfüllt. Und falls er Sie sogar auf die Idee bringt, diesen Weg selbst zu gehen, würde mich das ganz besonders freuen.







