Wenn Sie im Laden vor dem Futterregal stehen, kennen Sie das Gefühl vielleicht: Dutzende Sorten, alle versprechen das Beste – und Sie fragen sich, was davon wirklich stimmt. Genau diese Frage höre ich in meiner Beratung am häufigsten. Die gute Nachricht: Wenn Sie ein paar Grundlagen der Katzenernährung verstehen, fällt Ihnen die richtige Wahl danach ganz leicht. Ich nehme Sie in diesem Beitrag Schritt für Schritt mit – mit den Werten und Hintergründen, die mir in der Praxis wirklich weiterhelfen, und ohne unnötiges Fachchinesisch.

Katzenernährung: Das Wichtigste in Kürze
Katzen sind strikte Fleischfresser. Den größten Teil ihrer Energie und ihrer Nährstoffe ziehen sie aus tierischem Eiweiß – und einige Stoffe, allen voran Taurin, bekommen sie ausschließlich aus Fleisch.
- Protein: etwa 25–33 % in der Trockensubstanz – rund doppelt so viel wie ein Hund braucht.
- Taurin: lebenswichtig, nur aus tierischem Gewebe. Bedarf ca. 10 mg pro kg Körpergewicht und Tag; ein Mangel schädigt Herz und Augen.
- Kohlenhydrate: in der natürlichen Beute nur 1–3 % – Katzen brauchen sie kaum.
- Wasser: Katzen trinken von Natur aus wenig. Nassfutter mit 70–80 % Feuchtigkeit hilft, den Bedarf zu decken.
- Futtermenge: eine normalgewichtige, kastrierte Wohnungskatze (4 kg) braucht etwa 200–240 kcal pro Tag.
- Mein Rat aus der Praxis: hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil, ohne Zucker, Getreide und Lockstoffe.
Warum sind Katzen reine Fleischfresser?
Schauen Sie Ihrer Katze einmal beim Gähnen ins Maul – diese spitzen Fangzähne sind kleine Fleischwerkzeuge. Katzen sind reine Fleischfresser, sogenannte obligate Karnivoren, und ihr Körper ist über Jahrtausende komplett auf Beutetiere ausgelegt. Das ist kein Ernährungstrend, sondern Biologie – und es hat ganz handfeste Folgen für den Napf.
Man erkennt es nicht nur am Gebiss. Der Magen ist klein, der Darm kurz: Bei der Katze liegt das Verhältnis von Körper- zu Darmlänge bei etwa 1:3, beim Hund bei 1:5, beim Menschen bei 1:6. So ein kurzer Verdauungstrakt verarbeitet Fleisch blitzschnell – mit viel pflanzlicher Stärke kommt er dagegen kaum zurecht.
Das Wichtigste daraus: Eine Katze braucht bestimmte Nährstoffe, die sie nur aus tierischem Gewebe bekommt und nicht selbst herstellen kann – allen voran Taurin, dazu die Fettsäure Arachidonsäure, vorgeformtes Vitamin A und Niacin. Genau deshalb ist eine rein pflanzliche Fütterung für Katzen keine Option, so gut sie für uns Menschen auch funktionieren mag.

Welche Nährstoffe braucht eine Katze – und wie viel?
Eine Katze braucht Eiweiß, Fett, ein wenig Kohlenhydrate sowie Vitamine, Mineralstoffe und Wasser – alles im richtigen Verhältnis. Das klingt nach viel, ist aber überschaubar, wenn man weiß, worauf es ankommt. Entscheidend ist nämlich nicht nur, ob ein Nährstoff enthalten ist, sondern in welcher Menge und aus welcher Quelle. Hier die wichtigsten Werte auf einen Blick:
| Nährstoff | Funktion | Bedarf / Richtwert (erwachsene Katze) |
|---|---|---|
| Protein | Muskeln, Organe, Enzyme, Hormone | 25–33 % der Trockensubstanz |
| Fett | Energie, Fettsäuren, Aufnahme fettlöslicher Vitamine | ca. 9 % der Trockensubstanz (Minimum) |
| Kohlenhydrate | untergeordnete Energiequelle, Ballaststoffe | kein zwingender Bedarf; natürlich nur 1–3 % |
| Taurin | Herz, Sehkraft, Verdauung | ca. 10 mg/kg Körpergewicht/Tag |
| Wasser | alle Körperfunktionen | ca. 50 ml/kg Körpergewicht/Tag (gesamt) |
Proteine: die Basis jeder Mahlzeit
Eiweiß ist für Katzen das A und O – damit decken sie nicht nur ihren Baustoffbedarf, sondern auch einen großen Teil ihrer Energie. Der Bedarf liegt bei etwa 25 bis 33 Gramm pro 100 Gramm Trockensubstanz (FEDIAF 2021), also fast doppelt so viel wie beim Hund.
Worauf es mir dabei besonders ankommt, ist die Herkunft: Tierisches Eiweiß aus Muskelfleisch und Innereien liefert alle essenziellen Aminosäuren, pflanzliches Eiweiß nicht. Mein einfachster Tipp fürs Etikett: Steht Fleisch oder Fisch an erster Stelle der Zutatenliste, sind Sie schon auf dem richtigen Weg.
Fette: Energie und unverzichtbare Fettsäuren
Fett ist die dichteste Energiequelle und sorgt nebenbei dafür, dass die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K überhaupt aufgenommen werden. Ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 tun außerdem Haut und Fell gut – das sieht man einer Katze regelrecht an.
Eine Besonderheit gibt es auch hier: Die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure kann eine Katze nicht aus pflanzlichen Fetten bilden. Sie muss fertig aus tierischem Gewebe kommen. Wieder ein Grund, warum Fleisch im Napf nicht verhandelbar ist.
Kohlenhydrate: weniger ist mehr
Kohlenhydrate spielen für Katzen kaum eine Rolle – in der natürlichen Beute machen sie nur etwa 1 bis 3 Prozent aus. Kleine Mengen kann eine Katze verwerten, aber deutlich schlechter als Eiweiß und Fett.
Ehrlich gesagt ist ein zu hoher Kohlenhydratanteil einer der häufigsten versteckten Dickmacher, die mir in der Beratung begegnen – oft, ohne dass die Halterin oder der Halter es ahnt. Ein kleiner Anteil Ballaststoffe darf gern sein, der unterstützt die Verdauung. Als Hauptenergiequelle taugen Kohlenhydrate für Katzen aber nicht.
Vitamine und Mineralstoffe: auf das Gleichgewicht kommt es an
Vitamine und Mineralstoffe steuern unzählige Körperfunktionen – vom Immunsystem über die Knochen bis zu den Nerven. Katzen brauchen unter anderem Vitamin A, B-Vitamine, Eisen, Kalzium und Phosphor, und zwar in einem ausgewogenen Verhältnis.
Zwei Dinge sind bei Katzen speziell: Sie können vorgeformtes Vitamin A nicht aus pflanzlichem Beta-Carotin bilden und sind auf die tierische Form angewiesen – gleichzeitig schadet zu viel davon, etwa durch große Mengen Leber. Und sie bilden Niacin kaum selbst. Ein gutes Alleinfuttermittel hat das längst austariert; bei selbst zusammengestellten Rationen wird genau dieses Gleichgewicht schnell zur Stolperfalle.

Wasser: der unterschätzte Nährstoff
Wasser ist für so ziemlich jede Körperfunktion zentral – und ausgerechnet hier sind Katzen kleine Sturköpfe. Als ursprüngliche Wüstentiere haben sie einen niedrigen Trinkreiz und holen sich Flüssigkeit in der Natur vor allem über die Beute. Als Richtwert gelten rund 50 ml pro kg Körpergewicht und Tag, bei einer 4-kg-Katze also etwa 200 ml.
Genau hier liegt in der Praxis der Knackpunkt: Viele Katzen trinken einfach zu wenig, um eine trockene Fütterung auszugleichen. Nassfutter mit 70 bis 80 Prozent Feuchtigkeit nimmt ihnen einen großen Teil dieser Arbeit ab. Was zusätzlich hilft, sind ein Trinkbrunnen und mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Stellen – am besten nicht direkt neben dem Futter, denn das mögen viele Katzen erstaunlicherweise gar nicht.
Persönliche Ernährungsberatung für Ihre Katze
Jede Katze ist anders – und isst auch anders. Genau hier komme ich ins Spiel: Als zertifizierte Ernährungsberaterin und Anifit-Fachberaterin helfe ich Ihnen, die passende, artgerechte Fütterung für Ihre Katze zu finden – abgestimmt auf Alter, Gewicht, Aktivität, Vorlieben und kleine Eigenheiten.
In einer persönlichen Beratung schauen wir uns zum Beispiel gemeinsam an:
- welches Futter und welche Menge wirklich zu Ihrer Katze passen,
- wie Sie eine Futterumstellung ruhig und magenschonend hinbekommen,
- worauf Sie bei wählerischen Fressern, Gewichtsthemen oder einem empfindlichen Magen achten können.
Ich nehme mir Zeit für Sie und Ihre Katze, höre genau hin und gebe Ihnen einen Plan an die Hand, mit dem Sie sich sicher fühlen. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.
Jetzt kostenlose Beratung sichern!Übrigens: Weitere wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema „Artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen“ finden Sie in meinem Ernährungsratgeber. Außerdem habe ich für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anifit gesammelt.

Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen
Warum ist Taurin für Katzen lebenswichtig?
Taurin ist eine vitaminähnliche Substanz, die für Herz, Sehkraft und Verdauung der Katze unverzichtbar ist. Da Katzen sie kaum selbst bilden können und sie fast nur in tierischem Gewebe vorkommt, müssen sie Taurin täglich übers Futter aufnehmen – der Bedarf liegt bei etwa 10 mg pro kg Körpergewicht und Tag.
Warum ich das so ernst nehme: Ein dauerhafter Taurinmangel kann den Herzmuskel erweitern (dilatative Kardiomyopathie) und die Netzhaut schädigen, bis hin zur Erblindung. Deshalb wird gutem Katzenfutter gezielt Taurin zugesetzt.
| Futterform | Empfohlener Taurin-Gehalt (Trockensubstanz) |
|---|---|
| Trockenfutter | mind. 1.000 mg/kg |
| Nassfutter | mind. 2.000 mg/kg |
Nassfutter braucht den höheren Wert, weil bei der Verarbeitung mehr Taurin verloren geht. Und ein Hinweis, der im Alltag oft untergeht: Hundefutter ist für Katzen ungeeignet, weil es viel weniger Taurin enthält – Hunde stellen es selbst her, Katzen nicht. Wenn im Mehrtierhaushalt die Katze regelmäßig beim Hund mitnascht, behalten Sie das also im Auge.
Wie viel Futter braucht meine Katze?
Wie viel Ihre Katze braucht, hängt von Gewicht, Alter, Kastration und Aktivität ab. Als grobe Orientierung kommt eine erwachsene, kastrierte Wohnungskatze mit etwa 50 bis 60 kcal pro kg Körpergewicht am Tag aus. Wie viel Gramm das konkret sind, hängt davon ab, wie energiereich das jeweilige Futter ist.
| Körpergewicht | Energiebedarf/Tag (kastriert, Wohnung) |
|---|---|
| 3 kg | ca. 150–190 kcal |
| 4 kg | ca. 200–240 kcal |
| 5 kg | ca. 230–280 kcal |
| 6 kg | ca. 260–320 kcal |
Sehr aktive Freigänger sowie trächtige oder säugende Katzen liegen darüber, gemütliche Senioren darunter. Sehen Sie die Werte als Startpunkt – das ehrlichste Maß ist die Figur Ihrer Katze. Mein Praxis-Check: Sie sollten die Rippen mit leichtem Druck tasten können, sehen aber nicht. Eine konkrete, futterbezogene Mengenangabe finden Sie in meiner Anifit-Fütterungsempfehlung für Katzen.
Welches Katzenfutter ist das richtige?
Für eine gesunde Katze ist ein hochwertiges Nassfutter als Alleinfuttermittel meine erste Wahl; selbst gekochte Rationen sind möglich, brauchen aber viel Wissen. Welche Variante zu Ihnen passt, hängt von Aufwand, Budget und Ihrer Katze ab – hier die Optionen nebeneinander:
| Kriterium | Trockenfutter | Nassfutter | Selbstgemacht / BARF |
|---|---|---|---|
| Feuchtigkeit | ca. 8–10 % | ca. 70–80 % | hoch (bei Rohfütterung) |
| Eiweißqualität | sehr unterschiedlich | meist höher | volle Kontrolle |
| Kohlenhydrate | oft höher | meist niedriger | sehr niedrig |
| Praktikabilität | sehr hoch | mittel | aufwendig |
| Aufwand/Wissen | gering | gering | hoch |
Industriell gefertigtes Futter
Wenn Sie zu Fertigfutter greifen, achten Sie vor allem auf zwei Dinge: ein Alleinfuttermittel (es deckt den kompletten Bedarf, anders als ein Ergänzungsfuttermittel) und eine ehrliche Zutatenliste mit Fleisch oder Fisch an erster Stelle. Finger weg von Zucker, hohen Getreideanteilen, Füllstoffen sowie künstlichen Farb-, Lock- und Konservierungsstoffen.
Meine Erfahrung mit Trockenfutter: Ich rate bei Katzen in meiner Beratung von einer reinen Trockenfütterung eher ab – und das hat einen einfachen Grund. Trockenfutter enthält nur etwa 8 bis 10 Prozent Wasser, und ich erlebe immer wieder, dass Katzen das nicht durchs Trinken ausgleichen. Weil Katzen ohnehin kleine Trinkmuffel sind und eine gute Wasserversorgung für sie so wichtig ist, halte ich feuchtigkeitsreiches Futter schlicht für die katzenfreundlichere Wahl. Mehr dazu habe ich in meinem Beitrag zu den Nachteilen von Trockenfutter für Katzen zusammengetragen.
Selbstgemachtes Futter und BARF
Selbst kochen oder BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) gibt Ihnen die volle Kontrolle über jede Zutat und ist gerade bei Unverträglichkeiten eine spannende Option. Der Haken: Eine wirklich ausgewogene Ration selbst hinzubekommen, erfordert echtes Ernährungswissen. Fehlt nur ein kritischer Baustein wie Taurin oder stimmt das Kalzium-Phosphor-Verhältnis nicht, entsteht schneller ein Mangel, als man denkt – bei Rohfütterung kommt das Thema Hygiene dazu. Mein ehrlicher Rat: BARF nur mit fachlicher Begleitung angehen, nicht nach Bauchgefühl.
Was ich selbst füttere und empfehle
Ich selbst setze auf das Katzenfutter von Anifit – und das aus Überzeugung. Es besteht aus 90–99 % Frischfleisch in Lebensmittelqualität, kommt ohne Zucker, Getreide, Soja sowie Lock-, Farb- und Konservierungsstoffe aus und ist glutenfrei. Durch die schonende Kaltabfüllung bleiben die Nährstoffe weitgehend erhalten, und als Alleinfuttermittel deckt es den kompletten Bedarf. Wenn Sie es ausprobieren möchten, eignet sich ein Futterumstellungspaket für Katzen, mit dem Sie ganz in Ruhe und magenschonend umstellen.
Was sind die häufigsten Fütterungsfehler?
Die Klassiker sind schnell genannt: Überfütterung, eine unausgewogene Ration, zu wenig Wasser und eine zu hastige Futterumstellung. Die gute Nachricht – mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich jeder davon vermeiden.
- Überfütterung: der mit Abstand häufigste Fehler, den ich sehe, und der Hauptweg in Richtung Übergewicht. Stimmen Sie die Futtermenge auf Gewicht, Alter und Aktivität ab und werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die Figur.
- Unausgewogene Ration: vor allem bei selbst gemachtem Futter ein Risiko. Achten Sie darauf, dass alle wichtigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis enthalten sind.
- Zu wenig Wasser: Da Katzen wenig trinken, hilft feuchtigkeitsreiches Futter, ergänzt um mehrere Wasserstellen in der Wohnung.
- Zu hastige Futterumstellung: Eine abrupte Umstellung schlägt schnell auf den Magen. Führen Sie neues Futter über mehrere Tage Schritt für Schritt ein.
- Unverträglichkeiten übersehen: Zeigt Ihre Katze anhaltende Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden, lassen Sie das bitte tierärztlich abklären – bei Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit hilft oft eine Ausschlussdiät.

Häufige Fragen zur Katzenernährung
Dürfen Katzen Trockenfutter fressen?
Ja, gesunde Katzen vertragen Trockenfutter grundsätzlich. Ich persönlich bevorzuge für Katzen aber feuchtigkeitsreiches Nassfutter, weil viele Katzen zu wenig trinken, um den niedrigen Wassergehalt von Trockenfutter (8–10 %) auszugleichen. Hinzu kommt, dass Trockenfutter in der Regel mehr Zusatzstoffe enthält – etwa Konservierungs- und Lockstoffe, die es haltbar und schmackhaft machen sollen.
Wie viel sollte eine Katze am Tag fressen?
Eine erwachsene, kastrierte Wohnungskatze braucht etwa 50–60 kcal pro kg Körpergewicht – bei 4 kg also rund 200–240 kcal am Tag. Die genaue Grammzahl hängt vom Energiegehalt des Futters ab; orientieren Sie sich am besten an der Figur Ihrer Katze.
Warum brauchen Katzen Taurin?
Taurin ist für Herz, Sehkraft und Verdauung der Katze lebenswichtig und steckt fast nur in tierischem Gewebe. Da Katzen es kaum selbst bilden, muss es täglich übers Futter kommen – fehlt es dauerhaft, kann das Herz und Augen dauerhaft schädigen.
Ist Nass- oder Trockenfutter besser für Katzen?
Beides kann eine Katze ernähren, sofern es ein hochwertiges Alleinfuttermittel ist. Nassfutter punktet mit hohem Wassergehalt und meist höherem Fleischanteil – deshalb empfehle ich es für Katzen bevorzugt.
Darf meine Katze Hundefutter fressen?
Dauerhaft besser nicht. Hundefutter enthält zu wenig Taurin und nicht alle katzenspezifischen Nährstoffe, weil Hunde manche davon selbst herstellen. Ein gelegentlicher Happen ist unkritisch, als Hauptnahrung ist Hundefutter für Katzen ungeeignet.
Woran erkenne ich hochwertiges Katzenfutter?
Hochwertiges Katzenfutter erkennen Sie vor allem an der Zutatenliste: An erster Stelle sollte eine klar benannte tierische Proteinquelle stehen – also zum Beispiel „Huhn“ oder „Rind“, nicht „tierische Nebenerzeugnisse“. Je weniger Zucker, Getreidefüller und künstliche Zusatzstoffe, desto besser. Mein Tipp: lieber kurze, ehrliche Zutatenlisten als lange mit vielen Fremdwörtern.
Wie oft sollte ich meine Katze am Tag füttern?
Die meisten erwachsenen Katzen fühlen sich mit zwei bis drei Mahlzeiten am Tag wohl. In der Natur fressen Katzen viele kleine Beutetiere über den Tag verteilt – mehrere kleine Portionen kommen diesem Rhythmus näher als eine große. Wichtig ist vor allem, dass die Tagesmenge insgesamt stimmt.
Wie stelle ich das Futter meiner Katze richtig um?
Stellen Sie das Futter langsam über mehrere Tage um, nicht von heute auf morgen. Mischen Sie anfangs einen kleinen Anteil des neuen Futters unter das gewohnte und erhöhen ihn Schritt für Schritt. So gewöhnt sich der Magen-Darm-Trakt in Ruhe daran. Für den Einstieg eignet sich ein Futterumstellungspaket für Katzen.
Können Katzen vegetarisch oder vegan ernährt werden?
Nein, eine rein pflanzliche Ernährung ist für Katzen nicht artgerecht. Als obligate Karnivoren brauchen sie Nährstoffe wie Taurin, Arachidonsäure und vorgeformtes Vitamin A, die praktisch nur in tierischem Gewebe vorkommen. Ohne tierische Komponente drohen ernste Mangelerscheinungen – deshalb rate ich klar davon ab.
Welche Lebensmittel sind für Katzen giftig?
Für Katzen giftig sind unter anderem Zwiebeln, Knoblauch und Lauch, Schokolade, Weintrauben und Rosinen, Alkohol sowie koffeinhaltige Getränke. Auch roher Teig und stark gewürzte Reste vom Teller gehören nicht in den Napf. Bewahren Sie diese Lebensmittel sicher auf – und wenn Ihre Katze etwas davon erwischt hat, holen Sie bitte zügig tierärztliche Hilfe.
Zusammenfassung
Artgerechte Katzenernährung steht auf wenigen klaren Säulen: viel hochwertiges tierisches Eiweiß (25–33 % der Trockensubstanz), eine gesicherte Taurinversorgung, wenig Kohlenhydrate, genug Feuchtigkeit und eine Menge, die zu Ihrer individuellen Katze passt. Wer auf eine saubere Zutatenliste achtet, die typischen Fütterungsfehler kennt und im Zweifel professionellen Rat einholt, legt damit den Grundstein für ein langes, gesundes Katzenleben. Und wenn Sie unsicher sind, was zu Ihrer Katze passt: Genau dafür bin ich da – sprechen Sie mich gern auf eine persönliche Beratung an.
Quellen und weiterführende Informationen
- FEDIAF (2021/2024): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs – europeanpetfood.org — die maßgeblichen europäischen Ernährungsrichtlinien für Hunde- und Katzenfutter (auch über den deutschen Industrieverband Heimtierbedarf, IVH, verfügbar)
- National Research Council (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Cats — wissenschaftliches Standardwerk zum Nährstoffbedarf von Hund und Katze
- Burger & Barnett (1982): The taurine requirement of the adult cat, Journal of Small Animal Practice — Fachstudie zum Taurinbedarf erwachsener Katzen
- Bauer, J. E. (2008): Essential fatty acid metabolism in dogs and cats — Fachartikel zum Fettsäure-Stoffwechsel bei Hund und Katze








